Manuskript:Viola

From FloraWiki - das Wiki zur Schweizer Flora
Jump to: navigation, search

(Gattung)

Viola (Veilchen)
By: Michael Jutzi
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Für die Bestimmung können Blütenmerkmale herangezogen werden   ► 2
Für die Bestimmung liegen nur vegetative Merkmale vor   ► 24
2 (1)
Typ Veilchen: Die 2 seitlichen Kronblätter waagrecht oder abwärts geneigt   ► 3
Viola Pet herabgeschlagen.tif
Typ Stiefmütterchen: Die 2 seitlichen Kronblätter zu den 2 oberen aufgerichtet   ► 20
Viola Pet hochgeschlagen.tif
3 (2)
Kelchblatt stumpf, Blatt und Blütenstiel grundständig, Pflanze ohne Stängel   ► 4
Kelchblätter spitz, Pflanze mit beblättertem (oft nur kurzem) Stängel   ► 13
4 (3)
Blatt fast bis zum Grund fiederschnittig 
Viola pinnata L. – Fiederblättriges Veilchen
H; 3–8 cm — (montan–) subalpin;
kalkreiche, schuttige Gebirgsrasen, Schuttfluren, Legföhrenbestände
; Petasition paradoxi, Erico-Pinion mugo; Alpin
ViolPinn Lf 1.tif
Blatt nicht fiederschnittig   ► 5
5 (4)
Blatt rund, nierenförmig, kahl 
Viola palustris L. – Sumpf-Veilchen
H; 4–10 cm — kollin–subalpin (–alpin);
kalkarme Flachmoore
; Caricion fuscae; Europäisch-nordamerikanisch
ViolPalu Lf 1.tif
Blatt zugespitzt, herzförmig, länglich, ± stark behaart   ► 6
6 (5)
Mit über 5 mm dicker, fleischiger Grundachse. Seitliche Kronblätter innerseits mit keulenförmigen Haaren 
Viola cucullata Aiton – Amerikanisches Veilchen
G; 10–20 cm — kollin;
wärmeliebende Parkanlagen, Wegränder
; Aegopodion + Alliarion; Stammt aus Nordamerika; Neophyt
Grundachse nicht auffallend dick und fleischig   ► 7
7 (6)
Mit ober- oder unterirdischen Ausläufern   ► 8
Ohne Ausläufer   ► 10
8 (7)
Blüten meist violett. Oberirdische Ausläufer meist nicht blühend. Nebenblätter mit drüsigen Fransen   ► 9
Blüten meist weiss. Oberirdische Ausläufer meist blühend. Nebenblätter mit drüsenlosen Fransen 
Viola alba Besser – Weisses Veilchen
H; 5–15 cm —
warme Lagen, lichte Wälder, Gebüsche
; Aegopodiom + Alliarion, Carpinion, Pruno-Rubion, Quercion pubescenti-petraeae; Mitteileuropäisch
ViolAlba Stip 1.tif
9 (8)
Nebenblätter sehr breit. Blattstiel rückwärts anliegend behaart. Sporn gleichfarbig wie die Blüte 
Viola odorata L. – Wohlriechendes Veilchen
H; 5–15 cm — kollin–montan;
sonnige Krautsäume, Gebüsche, Parkanlagen, Auenwälder
; Aegopodion + Alliarion, Pruno-Rubion, Fraxinion; Ursprünglich mediterran
ViolOdor Stip 1.tif
Nebenblätter schmal, lanzettlich. Blattstiel kurz abstehend behaart. Sporn heller als die Blüte. Ausläufer oft unterirdisch, bis 2,5 mm dick 
Viola suavis M. Bieb. – Duftendes Veilchen
H; 5–20 cm — kollin;
lichte Eichenwälder, Gebüsche
; Quercion pubescenti-petraeae; Südosteuropäisch
ViolSuav Stip 1.tif
10 (7)
Nebenblätter ganzrandig oder mit höchstens 3 Fransen pro Seite. Frucht behaart 
Viola hirta L. – Rauhaariges Veilchen
H; 2–10 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume, Magerrasen, lichte Wälder
; Trifolion medii, Geranion sanguinei, Quercion pubescenti-petraeae; Eurasiatisch
ViolHirt Stip 1.tif
Nebenblätter deutlich gefranst (mehr als 3 Fransen pro Seite)   ► 11
11 (10)
Fruchtknoten und Frucht kahl. Fransen der Nebenblätter meist kahl 
Viola pyrenaica DC. – Pyrenäen-Veilchen
H; 6–10 cm — (kollin–) montan–subalpin;
lichte Bergwälder, Gebüsche, Hochstaudenfluren
; Mittel- und südeuropäisch
ViolPyre Stip 1.tif
Fruchtknoten und Frucht behaart. Fransen der Nebenblätter behaart   ► 12
Viola Stip 1.tif
12 (11)
Blüten rötlich violett, Sporn gleichfarbig. Kelchblatt mit dem Anhängsel 3,5–5 mm lang. Ältere Blätter mit stumpfem Ausschnitt (Winkel 90–150°) 
Viola thomasiana Songeon & E. P. Perrier – Thomas' Veilchen
H; 5–10 cm — (kollin–) subalpin;
trockene, kalkarme Gebirgsrasen, Zwergstrauchheiden
; Nardion, Juniperion nanae; Westalpin
ViolThom2.tif
Blüten hellviolett, Sporn weiss. Kelchblatt mit dem Anhängsel 5–7 mm lang. Ältere Blätter tief herzförmig eingeschnitten (Winkel 30–90°) 
Viola collina Besser – Hügel-Veilchen
H; 5–10 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume, lichte Wälder
; Geranion sanguinei, Quercion pubescenti-petraeae, Erico-Pinion sylvestris; Eurasiatisch
ViolColl Lf 1.tif
13 (3)
Grundständige Blätter vorhanden. Sporn blau oder weisslich   ► 14
Blätter alle stängelständig, ohne Blätter direkt am Übergang von Grundachse zum Stängel (Übergang kann mehrere cm über dem Erdboden liegen). Sporn meist grünlich weiss   ► 17
14 (13)
Blattstiel 3-kantig, einzeilig behaart. Nebenblätter ganzrandig, die jungen bewimpert 
Viola mirabilis L. – Wunder-Veilchen
H; –30 cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche, eher trockene Gebüsche, lichte Wälder
; Quercion pubescenti-petraeae, Tilion platyphylli, Berberidion; Eurasiatisch
ViolMira Stip 1.tif
Blattstiel und/oder Nebenblätter anders   ► 15
15 (14)
Fruchtknoten und Frucht kurzhaarig-filzig 
Viola rupestris F. W. Schmidt – Felsen-Veilchen
H; 1–6 cm — kollin–subalpin (–alpin);
trockenwarme, kalkreiche Föhrenwälder, Felsrasen
; Erico-Pinion sylvestris, Ononido-Pinion; Eurasiatisch
ViolRupe Lf 1.tif
Fruchtknoten und Frucht kahl   ► 16
16 (15)
Blatt oberseits auf der Fläche behaart, aber auf den Nerven kahl, meist deutlich länger als breit. Kelchanhängsel kurz (ca. 12 % der Länge des Kelchblattes), während der Fruchtbildung sich nicht verlängernd. Sporn gleichfarbig wie die Krone 
Viola reichenbachiana Boreau – Wald-Veilchen
H; 5–25 cm — kollin–montan;
Buchenwälder, Bergwälder
; Fagetalia, Abieti-Piceion; Europäisch
ViolReic Cal 1.tif
Blatt oberseits entweder überall behaart oder gänzlich kahl, im Mittel etwa so lang wie breit. Kelchanhängsel länger als 12 % der Länge des Kelchblattes, sich während der Fruchtbildung weiter verlängernd. Sporn meist (aber nicht immer) heller als Krone, weisslich 
Viola riviniana Rchb. – Rivinus' Veilchen
H; 5–25 cm — kollin–montan;
kalkarme, eher trockene Laubwälder
; Fagetalia, Carpinion betuli, Quercion robori-petraeae; Europäisch
ViolRivi Cal 1.tif
17 (13)
Obere Stängelblätter deutlich länger als breit. Blattgrund schwach herzförmig oder gestutzt oder verschmälert   ► 18
Obere Stängelblätter max. 2x so lang wie breit, Blattgrund herzförmig 
Viola canina L. – Hunds-Veilchen
H; 5–30 cm —
kalkarme Magerrasen
ViolCani Lf 1.tif
a
Krone kaum höher als breit. Frucht stumpf 
Viola canina L. subsp. canina – Gewöhnliches Hunds-Veilchen
H; –15 cm — kollin–subalpin;
magere Krautsäume, Magerrasen, Zwergstrauchheiden
; Calluno-Genistion, Mesobromion; Eurasiatisch
Krone deutlich höher als breit. Frucht spitz   ► b
b
Sporn 1–2x so lang wie das Kelchblattanhängsel, gerade oder wenig gebogen, bis zur Spitze nur wenig verengt 
Viola canina subsp. montana auct. – Berg-Hunds-Veilchen
H; –30 cm —
magere Zwergstrauchheiden
; Calluno-Genistion; Eurasiatisch
Sporn 2–3x so lang wie das Kelchblattanhängsel, bis 8 mm, deutlich (bis fast rechtwinklig) aufwärtsgebogen, allmählich zur Spitze hin verengt 
Viola canina subsp. schultzii (Billot) Rouy & Foucaud – Schultz' Veilchen
H; 5–15 cm — kollin;
kalkarme Flachmoore, Riedwiesen
; Mitteleuropäisch
18 (17)
Blattstiel schmal geflügelt, kahl. Kelch und Kronblätter kahl   ► 19
Blattstiel ungeflügelt, auf einzelnen Linien behaart. Kelch und Kronblätter behaart 
Viola elatior Fr. – Hohes Veilchen
H; –50 cm — kollin;
wechselfeuchte Wiesen, Krautsäume
; Molinion; Eurosibirisch
19 (18)
Griffel an der Spitze kahl. Nebenblätter bis 4 cm lang und 4 mm breit 
Viola pumila Chaix – Zwerg-Veilchen
H; 2–15 cm — kollin;
wechselfeuchte Magerrasen, Streuwiesen
; Molinion; Eurosibirisch
Griffel an Spitze behaart. Nebenblätter bis 2 cm lang und 3 mm breit 
Viola persicifolia auct. – Moor-Veilchen
H; 10–25 cm — kollin;
magere, kalkarme Nasswiesen, Streuwiesen, Flachmoore
; Eurosibirisch
20 (2)
Blatt nierenförmig, Blüte gelb 
Viola biflora L. – Gelbes Berg-Veilchen
H; 5–20 cm — (kollin–) subalpin–alpin;
feuchte, schattige Krautsäume, Bergwälder, Hochstaudenfluren, Grünerlengebüsche
; Adenostylion, Alnenion viridis; Arktisch-alpin
ViolBifl Lf 1.tif
Blatt nicht nierenförmig, Blüte gelb, blau, weiss oder mehrfarbig   ► 21
21 (20)
Stängel kaum entwickelt. Blatt ganzrandig oder seicht eingekerbt   ► 22
Stängel deutlich entwickelt. Blatt nie ganzrandig   ► 23
22 (21)
Blatt länger als breit, seicht eingekerbt. Sporn 8–15 mm. Blüte 2,5–4 cm im Durchmesser, mit langen, dunklen Strichmarkierungen 
Viola calcarata L. – Langsporniges Stiefmütterchen
H; 3–10 cm — subalpin–alpin;
magere Gebirgsrasen, schuttige Bergweiden
; Nardion, Poion alpinae; Westalpin
ViolCalc Stip 1.tif
Blatt rund, ganzrandig. Sporn 5–8 mm. Blüte 2–2,5 mm im Durchmesser 
Viola cenisia L. – Mont Cenis-Stiefmütterchen
Ch; 3–15 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche Schuttfluren
; Thlaspion rotundifolii; Westalpin
ViolCeni Lf 1.tif
23 (21)
Blüte gelb, Sporn 0,5–2,5x so lang wie der Rest des Kronblattes 
Viola lutea Huds. – Gelbes Alpen-Stiefmütterchen
H; 3–40 (–90) cm — (montan–) subalpin (–alpin);
magere, eher trockene Bergwiesen und -weiden
; Nardion, Seslerion; Mittel- und südeuropäisch
Blüte meist mehrfarbig (selten reingelb), Sporn höchstens 0,5x so lang wie der Rest des Kronblattes 
Viola tricolor aggr. – Feld-Stiefmütterchen
H-T; 3–40 (–90) cm — kollin–alpin; Eurasiatisch
a
Kronblätter länger als die Kelchblätter, 1,5–3,5 cm lang, abgerundet, kaum zugespitzt 
Viola tricolor L. – Gewöhnliches Feld-Stiefmütterchen
H.ha-T; 10–40 (–90) cm — (kollin–) montan–subalpin;
Bergwiesen, Wegränder
; Polygono-Trisetion; Eurasiatisch
Kronblätter alle violett bis lilablau oder weisslich, selten die unteren gelblich. Pflanze ein- bis zweijährig 
Viola tricolor L. subsp. tricolor – Gewöhnliches Feld-Stiefmütterchen
T; 5–30 cm — kollin–subalpin;
Bergwiesen, Wegränder, kalkmeidend
; Westeuropäisch
b
Kronblätter gelb, selten die oberen bläulich weiss. Pflanze meist mehrjährig 
Viola tricolor subsp. subalpina Gaudin – Gebirgs-Stiefmütterchen
(= V. saxatilis)
H; 5–30 cm — montan–subalpin;
frische Wiesen, Schuttfluren
; Mittel- und südeuropäisch
Kronblätter kürzer oder kaum länger als die Kelchblätter, 0,5–1,5 cm lang, leicht zugespitzt   ► c
c
Pflanze meist 10–20 cm hoch. Untere Kronblätter gelb, obere gelblich, oft mit violettem Fleck. Blatt kaum behaart 
Viola arvensis Murray – Acker-Stiefmütterchen
T; 10–20 cm — kollin–subalpin;
Äcker, Wegränder, Schuttplätze
; Sisymbrion, Caucalidion, Fumario-Euphorbion, Polygono-Chenopodion; Ursprünglich vielleicht ostmediterran; Archäophyt
ViolaArve Lf 1.tif
Pflanze selten höher als 6 cm. Kronblätter blassgelb bis weiss, gelber Schlund. Blatt dicht kurzhaarig 
Viola kitaibeliana Schult. – Zwerg-Stiefmütterchen
T; 3–6 (–15) cm — kollin–montan;
trockenwarme Pionierfluren, Weinberge
; Sedo-Veronicion; Mediterran
ViolaKita Lf 1.tif
24 (1)
Blattstiel einzeilig behaart, 3-kantig. Nebenblätter ganzrandig, nicht gefranst (aber die jungen bewimpert) 
Viola mirabilis L.
H; –30 cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche, eher trockene Gebüsche, lichte Wälder
; Quercion pubescenti-petraeae, Tilion platyphylli, Berberidion; Eurasiatisch
ViolMira Stip 1.tif
Blattstiel und/oder Nebenblätter anders   ► 25
25 (24)
Blatt bis fast zum Grund fiederschnittig (nicht mit den Nebenblättern verwechseln!) 
Viola pinnata L.
H; 3–8 cm — (montan–) subalpin;
kalkreiche, schuttige Gebirgsrasen, Schuttfluren, Legföhrenbestände
; Petasition paradoxi, Erico-Pinion mugo; Alpin
Blatt nicht fiederschnittig   ► 26
26 (25)
Blatt rund, nierenförmig. Nebenblätter ganzrandig, ohne oder mit sehr kurzen Fransen   ► 29
Blatt und/oder Nebenblätter anders   ► 28
27 (26)
Nebenblätter ganzrandig-stumpf. Blätter zerstreut behaart 
Viola biflora L.
H; 5–20 cm — (kollin–) subalpin–alpin;
feuchte, schattige Krautsäume, Bergwälder, Hochstaudenfluren, Grünerlengebüsche
; Adenostylion, Alnenion viridis; Arktisch-alpin
ViolBifl Stip 1.tif
Nebenblätter ganzrandig-spitz. Blätter kahl 
Viola palustris L.
H; 4–10 cm — kollin–subalpin (–alpin);
kalkarme Flachmoore
; Caricion fuscae; Europäisch-nordamerikanisch
ViolPalu Stip 1.tif
28 (26)
Blatt rundlich eiförmig, ganzrandig, lederig. Selten mit 1–2 basalen Seitenzipfeln. Geröll, Schutt 
Viola cenisia L.
Ch; 3–15 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche Schuttfluren
; Thlaspion rotundifolii; Westalpin
Blatt anders   ► 29
29 (28)
Blatt 2–5x so lang wie breit, seicht gezähnt, nach oben allmählich verschmälert. Blattgrund gestutzt oder keilförmig verschmälert (selten leicht ausgerandet). Nebenblätter ungeteilt, gezähnt oder ganzrandig. Pflanze mit aufrechtem Stängel, ohne grundständige Blätter. Flachmoore, Riedwiesen   ► 30
Blatt 0,75–2(–5)x so lang wie breit. Blattgrund herzförmig, gerundet, gestutzt oder keilförmig. Nebenblätter ungeteilt, gezähnt oder tief fiederteilig. Pflanze mit oder ohne grundständige Blätter   ► 32
30 (29)
Blattstiel geflügelt, kahl   ► 31
Blattstiel ungeflügelt, auf einzelnen Linien behaart 
Viola elatior Fr.
H; –50 cm — kollin;
wechselfeuchte Wiesen, Krautsäume
; Molinion; Eurosibirisch
31 (30)
Nebenblätter 2–4 cm lang und 3–4 mm breit. Mittlere Nebenblätter so lang wie die Blattstiele 
Viola pumila Chaix
H; 2–15 cm — kollin;
wechselfeuchte Magerrasen, Streuwiesen
; Molinion; Eurosibirisch
Nebenblätter 1–2 cm lang und 1,5–3 mm breit. Mittlere Nebenblätter höchstens halb so lang wie der Blattstiel 
Viola persicifolia auct.
H; 10–25 cm — kollin;
magere, kalkarme Nasswiesen, Streuwiesen, Flachmoore
; Eurosibirisch
32 (29)
Stiefmütterchenblatt: Blatt rundlich bis lanzettlich, jederseits mind. 1–5 grobe Zähne   ► 33
Veilchenblatt: Blatt ungeteilt, am Grund oft herzförmig, am Rand fein gezähnt   ► 36
33 (32)
Nebenblätter max. 1/2 so lang wie die Blätter, gezähnt oder ganzrandig. Subalpin-alpin 
Viola calcarata L.
H; 3–10 cm — subalpin–alpin;
magere Gebirgsrasen, schuttige Bergweiden
; Nardion, Poion alpinae; Westalpin
ViolCalc Stip 1.tif
Nebenblätter mind. 1/2 bis fast so lang wie die Blätter. Kollin-subalpin   ► 34
34 (33)
Pflanze dicht behaart, Blätter meist kürzer als 1 cm 
Viola kitaibeliana Schult.
T; 3–6 (–15) cm — kollin–montan;
trockenwarme Pionierfluren, Weinberge
; Sedo-Veronicion; Mediterran
Pflanze wenig behaart oder kahl, Blätter meist grösser als 1 cm werdend   ► 35
35 (34)
Nebenblätter mit ganzrandigem, lineal-lanzettlichem Endabschnitt 
Viola lutea Huds.
H; 3–40 (–90) cm — (montan–) subalpin (–alpin);
magere, eher trockene Bergwiesen und -weiden
; Nardion, Seslerion; Mittel- und südeuropäisch
ViolLute Stip 1.tif
Nebenblätter mit meist deutlich verbreitertem, meist gekerbtem Endabschnitt 
Viola tricolor aggr.
H-T; 3–40 (–90) cm — kollin–alpin; Eurasiatisch
ViolTric Stip 1.tif
36 (32)
Pflanze ohne Stängel, mit oder ohne oberirdische Ausläufer   ► 37
Pflanze mit beblättertem Stängel. Keine oberirdischen Ausläufer vorhanden   ► 44
37 (36)
Mit über 5 mm dicker, fleischiger Grundachse. Junge Blätter tütenförmig eingerollt 
Viola cucullata Aiton
G; 10–20 cm — kollin;
wärmeliebende Parkanlagen, Wegränder
; Aegopodion + Alliarion; Stammt aus Nordamerika; Neophyt
Ohne auffallend dicke, fleischige Grundachse   ► 38
38 (37)
Blattstiel mit rückwärtsgerichteten Haaren (zumindest an den Sommerblättern)   ► 39
Blattstiel kahl oder mit gerade abstehenden Haaren   ► 42
39 (38)
Nebenblätter breit lanzettlich, kahl oder am Rand kurz behaart. Pflanze mit oberirdischen Ausläufern 
Viola odorata L.
H; 5–15 cm — kollin–montan;
sonnige Krautsäume, Gebüsche, Parkanlagen, Auenwälder
; Aegopodion + Alliarion, Pruno-Rubion, Fraxinion; Ursprünglich mediterran
ViolOdor Stip 1.tif
Nebenblätter meist schmal lanzettlich. Pflanze ohne oberirdische Ausläufer   ► 40
40 (39)
Nebenblätter meist kahl, mit kahlen Fransen 
Viola pyrenaica DC.
H; 6–10 cm — (kollin–) montan–subalpin;
lichte Bergwälder, Gebüsche, Hochstaudenfluren
; Mittel- und südeuropäisch
ViolPyre Stip 1.tif
Nebenblätter behaart, mit behaarten Fransen   ► 41
Viola Stip 1.tif
41 (40)
Ältere Blätter tief herzförmig eingeschnitten (Winkel 30–90°) 
Viola collina Besser
H; 5–10 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume, lichte Wälder
; Geranion sanguinei, Quercion pubescenti-petraeae, Erico-Pinion sylvestris; Eurasiatisch
Ältere Blätter mit stumpfem Ausschnitt (Winkel 90–150°) 
Viola thomasiana Songeon & E. P. Perrier
H; 5–10 cm — (kollin–) subalpin;
trockene, kalkarme Gebirgsrasen, Zwergstrauchheiden
; Nardion, Juniperion nanae; Westalpin
42 (38)
Pflanze ohne Ausläufer. Nebenblätter ganzrandig oder mit höchstens 3 Franen pro Seite 
Viola hirta L.
H; 2–10 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume, Magerrasen, lichte Wälder
; Trifolion medii, Geranion sanguinei, Quercion pubescenti-petraeae; Eurasiatisch
ViolHirt Stip 1.tif
Pflanze mit Ausläufern. Nebenblätter mit zahlreichen Fransen   ► 43
43 (42)
Ausläufer oberirdisch, 5–20 cm lang, 1–1,5 mm dick. Nebenblätter am Rand mit drüsenlosen Fransen 
Viola alba Besser
H; 5–15 cm —
warme Lagen, lichte Wälder, Gebüsche
; Aegopodiom + Alliarion, Carpinion, Pruno-Rubion, Quercion pubescenti-petraeae; Mitteileuropäisch
ViolAlba Stip 1.tif
Ausläufer ober- oder unterirdisch, 2–5 cm lang, 2–2,5 mm dick. Nebenblätter mit drüsigen Fransen 
Viola suavis M. Bieb.
H; 5–20 cm — kollin;
lichte Eichenwälder, Gebüsche
; Quercion pubescenti-petraeae; Südosteuropäisch
ViolSuav Stip 1.tif
44 (36)
Stängel ± dicht kurzhaarig. Blatt meist 1–2 cm lang. Pflanze 1–8 cm hoch 
Viola rupestris F. W. Schmidt
H; 1–6 cm — kollin–subalpin (–alpin);
trockenwarme, kalkreiche Föhrenwälder, Felsrasen
; Erico-Pinion sylvestris, Ononido-Pinion; Eurasiatisch
Stängel kahl oder nur spärlich behaart. Blatt meist 2–5 cm lang. Pflanze 5–25 cm hoch   ► 45
45 (44)
Blätter alle stängelständig, ohne Blätter direkt am Übergang von Grundachse zum Stängel (Übergang kann mehrere cm über dem Erdboden liegen) 
Viola canina L.
H; 5–30 cm —
kalkarme Magerrasen
Blätter grund- und stängelständig   ► 46
46 (45)
Blätter oberseits auf der Fläche behaart, aber auf den Nerven kahl, meist deutlich länger als breit. Untere Fransen der Nebenblätter länger als die Breite des ungeteilten Restes 
Viola reichenbachiana Boreau
H; 5–25 cm — kollin–montan;
Buchenwälder, Bergwälder
; Fagetalia, Abieti-Piceion; Europäisch
ViolReic Stip 1.tif
Blätter oberseits entweder überall behaart oder gänzlich kahl, im Mittel etwa so lang wie breit. Untere Fransen der Nebenblätter meist kürzer als die Breite des ungeteilten Restes 
Viola riviniana Rchb.
H; 5–25 cm — kollin–montan;
kalkarme, eher trockene Laubwälder
; Fagetalia, Carpinion betuli, Quercion robori-petraeae; Europäisch
ViolRivi Stip 1.tif