Manuskript:Verbascum

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(Gattung)

Verbascum (Königskerze)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Krone violett, 2–3,5 cm breit. Grundständige Rosettenblätter dem Boden anliegend, gestielt, oberseits dunkelgrün und kahl. Blüten einzeln in den oberen Blattwinkeln, lang gestielt. Staubfäden violett-wollig 
Verbascum phoeniceum L. – Violette Königskerze
H.ha-T; 30–100 cm — kollin;
wärmeliebende, ruderale Trockenrasen
; Convolvulo-Agropyrion; Stammt aus Südosteuropa; Neophyt
VerbPhoe Lf 1.tif
Blüten gelb oder gelbweiss   ► 2
2 (1)
Wollhaare an den Staubfäden violett, Blüte daher mit violettem Zentrum   ► 3
Wollhaare an den Staubfäden gelblich weiss, Blüte daher nicht mit auffällig gefärbtem Zentrum   ► 6
3 (2)
Blütenstand drüsig. Untere Blätter beiderseits kahl. Traube oberwärts aus Einzelblüten   ► 4
Blütenstand ohne Drüsenhaare. Blätter oberseits locker, unterseits filzig behaart. Traube bis oben aus Blütenbüscheln (zu 2–5)   ► 5
4 (3)
Blüten in der Blütentraube stets einzeln, deutlich gestielt, Stiele länger als ihre Tragblätter und länger als der Kelch. Krone 3 cm breit, gelb oder gelbweiss 
Verbascum blattaria L. – Schaben-Königskerze, Schabenkraut
H.ha; 30–120 cm — kollin;
trockenwarme Pionierfluren, Schuttplätze, Wegränder
; Onopordion, Dauco-Melilotion; Eurasiatisch
VerbBlat Lf 1.tif
Untere Blüten in der Blütentraube zu 1–3, sehr kurz gestielt, Stiele kürzer als ihre Tragblätter und kürzer als der Kelch. Krone 3–4(–5) cm breit, gelb 
Verbascum virgatum Stokes – Ruten-Königskerze
(= V. blattarioides)
H.ha; 50–200 cm — kollin;
trockenwarme Pionierfluren
; Dauco-Melilotion; Europäisch (subatlantisch); Neophyt
5 (3)
Unterste Blätter am Grund herzförmig. Blütenstand lang ährig, unverzweigt oder am Grund mit wenigen Seitenzweigen. Blütenstiele ca. 2x so lang wie der Kelch. Krone 18–25 mm breit, wie die Frucht sternhaarig 
Verbascum nigrum L. – Dunkle Königskerze
H-H.ha; 30–100 cm — kollin–montan (–subalpin);
sonnige, kalkreiche Wegränder, Schuttplätze, Krautsäume
; Atropion, Arction, Dauco-Melilotion; Eurosibirisch
Unterste Blätter gerundet bis keilförmig, nicht herzförmig. Blütenstand stark verzweigt. Blütenstiele kaum länger als der Kelch. Krone 15–20 mm breit 
Verbascum chaixii Vill. – Chaix' Königskerze
H-H.ha; 40–150 cm — kollin–montan;
wärmeliebende Krautsäume, Wegränder, Felsensteppen
; Geranion sanguinei, Stipo-Poion, Convolvulo-Agropyrion; Südeuropäisch-westasiatisch
6 (2)
Alle 5 Staubfäden wollhaarig. Alle Staubbeutel gleich, nierenförmig. Blütenstand stark verästelt. Stängelblätter am Stängel nicht herablaufend. Krone 1–2,5 cm breit   ► 7
Untere 2 Staubfäden kahl, die oberen 3 wollhaarig. Staubbeutel ungleich. Blütenstand wenig verästelt. Stängelblätter herablaufend oder nicht herablaufend. Krone (1,5–)2–6 cm breit   ► 9
7 (6)
Stängel stielrund. Jungpflanzen abwischbar wollig-flockig, ältere Pflanzen verkahlend. Tragblätter der Blüten 3–5 mm lang, ca. so lang wie der Kelch. Krone ca. 2–2,5 cm breit 
Verbascum pulverulentum Vill. – Flockige Königskerze
H.ha-T; 80–200 cm — kollin–subalpin;
trockenwarme Unkrautfluren, Weinberge, Trockenrasen
; Onopordion; Südeuropäisch
Stängel kantig, mit bleibender Behaarung. Tragblätter der Blüten (5–)8–16 mm lang, deutlich länger als der Kelch   ► 8
8 (7)
Blätter oberseits locker kurzhaarig bis fast kahl, unterseits hell graufilzig («Mehlstaub»). Oberste Stängelblätter länglich, nicht stängelumfassend. Krone ca. 1–2 cm breit 
Verbascum lychnitis L. – Lampen-Königskerze
H.ha; 50–150 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume, Gebüsche, Wegränder, Unkrautfluren
; Geranion sanguinei, Trifolion medii, Onopordion; Eurasiatisch
Blätter beiderseits dicht gelblich filzig. An der Ansatzstelle des Blattes am Stängel unterseits mit einer typischen knorpeligen Auswölbung. Oberste Stängelblätter rundlich, stängelumfassend. Krone ca. 2–3 cm breit 
Verbascum speciosum Schrad. – Pracht-Königskerze
H.ha-T; 60–200 cm — kollin;
trockenwarme Unkrautfluren
; Onopordion; Südosteuropäisch; Neophyt
9 (6)
Blüten mittelgross, 1–3 cm breit. Untere Staubbeutel 1–2 mm lang. Narben kopfig, nierenförmig, nicht herablaufend. Blätter von Sternhaaren filzig, die unteren bis 40 cm lang, schwach gekerbt bis ganzrandig 
Verbascum thapsus L. – Kleinblütige Königskerze
H.ha-T; 50–200 cm — kollin–subalpin;
Unkrautfluren, Wegränder
; Eurasiatisch
a
Pflanze gelblich weiss behaart. Grundständige Blätter kaum gestielt. Stängelblätter von Glied zu Glied herablaufend. Krone 1–2 cm breit 
Verbascum thapsus L. subsp. thapsus – Gewöhnliche Kleinblütige Königskerze
H.ha-T; 50–200 cm — kollin–subalpin;
sonnige, ruderale Krautsäume, Wegränder, Schlagfluren
; Arction, Dauco-Melilotion, Atropion; Eurasiatisch
Pflanze gelblich bis etwas bräunlich behaart (Rostschimmer). Grundständige Blätter lang gestielt. Stängelblätter nur wenig herablaufend. Krone 2–3 cm breit 
Verbascum thapsus subsp. montanum (Schrad.) Bonnier & Layens – Dickblättrige Kleinblütige Königskerze
(= V. crassifolium)
H.ha-T; 80–200 cm — kollin–subalpin;
trockenwarme Unkrautfluren, Krautsäume, Wegränder
; Onopordion, Arction; Westalpin-apenninisch
Blüten gross, 3,5–5 cm breit. Untere Staubbeutel 3–6 mm lang. Narben verlängert, keulenförmig, herablaufend   ► 10
10 (9)
Grundständige Blätter kaum gestielt. Stängelblätter bis zum nächsten unteren Blattansatz herablaufend. Stängel daher geflügelt erscheinend. Blätter deutlich gekerbt 
Verbascum densiflorum Bertol. – Grossblütige Königskerze
(= V. thapsiforme)
H.ha-T; 80–250 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Unkrautfluren, Schuttplätze, Kiesgruben, Alluvionen
; Onopordion; Europäisch-westasiatisch
Grundständige Blätter lang gestielt. Stängelblätter nur wenig herablaufend (nie bis zum nächsten Blattansatz). Stängel daher ungeflügelt erscheinend. Blätter kaum gekerbt 
Verbascum phlomoides L. – Filzige Königskerze
H.ha-T; 50–200 cm — kollin;
trockenwarme Unkrautfluren
; Onopordion; Eurasiatisch