Manuskript:Valeriana

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(Gattung)

Valeriana (Baldrian)
By: Michael Jutzi
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Alle Blätter gefiedert. Stängel mit 4–14 Blattpaaren. Blütenstand vielblütig, meist dicht schirmförmig. Blüten rosa bis weiss 
Valeriana officinalis aggr. – Arznei-Baldrian
H; 40–150 cm — kollin–subalpin;
Staudenfluren, Krautsäume
; Eurasiatisch
a
Mit oberirdischen Ausläufern. Endteilblatt der mittleren Stängelblätter deutlich breiter als die seitlichen Teilblätter. Diese gezähnt   ► b
Ohne oberirdische Ausläufer. Endteilblatt der mittleren Stängelblätter nicht breiter als die seitlichen Teilblätter. Diese gezähnt oder ganzrandig   ► c
b
Stängel im unteren Teil meist abstehend behaart. Mittlere Stängelblätter jederseits mit 2–8 Teilblättern, diese unterseits abstehend behaart 
Valeriana repens Host – Kriechender Arznei-Baldrian
H; 80–150 cm — kollin–montan;
feuchte, nährstoffreiche Staudenfluren
; Filipendulion; Westeuropäisch
Stängel im unteren Teil kahl, mittlere Stängelblätter jederseits mit 2–4 Teilblättern, unterseits locker anliegend behaart 
Valeriana sambucifolia J. C. Mikan – Holunderblättriger Baldrian
H; 40–90 cm — kollin–montan;
feuchte, nährstoffreiche Gebüsche und Staudenfluren
c
Stängel mit 6–13 Blattpaaren, kahl. Teilblätter deutlich gezähnt 
Valeriana officinalis L. – Gewöhnlicher Arznei-Baldrian
H; 70–160 cm — kollin–montan;
feuchte Staudenfluren, Krautsäume
; Filipendulion, Convolvulion; Osteuropäisch
Stängel mit 4–7 Blattpaaren, kahl oder behaart. Teilblätter ganzrandig oder nur oberhalb der Mitte mit einzelnen Zähnen   ► d
d
Stängel kahl. Mittlere Stängelblätter unterseits kahl oder mit 0,2–0,5 mm langen, ± anliegenden Haaren 
Valeriana pratensis Dierb. – Wiesen-Arznei-Baldrian
H; 50–100 cm — kollin;
feuchte Staudenfluren, Nasswiesen
; Filipendulion, Molinion; Mitteleuropäisch
Stängel unten abstehend behaart. Mittlere Stängelblätter unterseits mit 0,5–1 mm langen, abstehenden Haaren   ► e
e
Mittlere Blätter mit 7–13 Fiederpaaren. Endteilblatt so breit oder schmäler als die seitlichen Teilblätter 
Valeriana wallrothii Kreyer – Schmalblättriger Arznei-Baldrian
H; 50–100 cm — kollin–subalpin;
kalkreiche, eher trockene Staudenfluren, Krautsäume
; Trifolion medii; Mitteleuropäisch
Mittlere Blätter mit 5–8 Fiederpaaren. Endteilblatt meist etwas breiter als die seitlichen Teilblätter 
Valeriana versifolia Brügger – Verschiedenblättriger Arznei-Baldrian
H; 30–70 cm — montan–subalpin;
feuchte, nährstoffreiche Hochstaudenfluren
; Adenostylion; Alpin?
Zumindest die unteren Blätter ungeteilt   ► 2
2 (1)
Mittlere und obere Stängelblätter gefiedert. Pflanze zweihäusig. Blütenstände dicht schirmförmig 
Valeriana dioica L. – Sumpf-Baldrian
G; 15–30 cm — kollin–montan (–subalpin);
Nasswiesen, Flachmoore, Auenwälder
; Calthion, Molinion, Fraxinion; Europäisch
Stängelblätter ungeteilt oder 3-teilig. Pflanze einhäusig   ► 3
3 (2)
70–110 cm hoch. Grundständige Blätter bis 20 cm lang und fast ebenso breit, tief unregelmässig gezähnt, lang gestielt. Blütenstand weit verzweigt 
Valeriana pyrenaica L. – Pyrenäen-Baldrian
H; 70–110 cm — montan–subalpin;
feuchte Hochstaudenfluren
; Adenostylion; Pyrenäisch; Neophyt
Höchstens 50 cm hoch. Grundständige Blätter nicht über 12 cm lang, ganzrandig oder seicht gezähnt   ► 4
4 (3)
Stängel mit mehreren Blattpaaren   ► 5
Stängel unter dem Blütenstand nur mit 1–2 Blattpaaren. Nicht über 30 cm hoch   ► 6
5 (4)
Stängelblätter meist 3-teilig. Blätter der sterilen Triebe am Grund herzförmig, mit deutlichen Zähnen 
Valeriana tripteris L. – Dreiblatt-Baldrian
H; 10–60 cm — (kollin–) montan–subalpin (–alpin);
schattige Felsen, Bergwälder, Schuttfluren
; Cystopteridion, Abieti-Piceion, Vaccinio-Piceion, Petasition paradoxi; Mittel- und südeuropäisch
Stängelblätter ungeteilt. Blätter der sterilen Triebe in den Stiel verschmälert oder gestutzt, ganzrandig oder undeutlich gezähnt 
Valeriana montana L. – Berg-Baldrian
H; 10–40 cm — (montan–) subalpin (–alpin);
kalkreiche, eher feuchte Schutthalden, Bergwälder
; Petasition paradoxi, Vaccinio-Piceion; Mittel- und südeuropäisch
6 (4)
Blütenstand aus 2–6 Quirlen. Blüten am Grund gelblich, die Zipfel trübrot 
Valeriana celtica L. – Keltischer Baldrian
H; 5–15 cm — (subalpin–) alpin;
steinige, kalkarme Gebirgsrasen
; Caricion curvulae, Festucion variae; Grajisch-penninisch
Blütenstand anders. Blüten weiss oder blassrosa   ► 7
7 (6)
Blütenstand locker, traubig-rispig. Blüten weiss. Blätter am Rand bewimpert. Stängelblätter lineal 
Valeriana saxatilis L. – Felsen-Baldrian
H; 5–30 cm — (kollin–) montan–subalpin (–alpin);
kalkreiche Felsen, Schuttfluren
; Potentillion, Thlaspion rotundifolii; Mittel- und südosteuropäisch
Blütenstand dicht, kopfig, von Hochblättern umgeben. Blüten blassrosa   ► 8
8 (7)
Grundständige Blätter breit oval, 1–1,5x so lang wie breit, plötzlich in den kurzen Stiel verschmälert. Pappusborsten der Früchte 10–12 mm lang 
Valeriana supina Ard. – Zwerg-Baldrian
H; 2–12 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche Schutthalden
; Thlaspion rotundifolii; Ostalpin
Grundständige Blätter oval, 1,5–4x so lang wie breit. allmählich in den kurzen Stiel verschmälert. Pappusborsten der Früchte 6–10 mm lang 
Valeriana saliunca All. – Weidenblättriger Baldrian
G; 5–15 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche Schuttfluren, Felsrasen
; Thlaspion rotundifolii, Seslerion; Mittel- und südwesteuropäisch