Manuskript:Stellaria

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(Gattung)

Stellaria (Sternmiere)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Stängel rund. Blätter ei- oder herzförmig, die unteren gestielt   ► 2
Stängel 4-kantig. Blätter lineal oder länglich lanzettlich, die unteren kaum gestielt   ► 3
2 (1)
Stängel (zumindest oberwärts) ± allseitig drüsig behaart, selten kahl. Blätter 3–8 cm lang, bewimpert. Kronblätter 1,5–2x so lang wie der Kelch 
Stellaria nemorum L. – Hain-Sternmiere
20–40 cm — (kollin–) montan–subalpin;
Wälder, Waldränder, Schlagfluren
a
Stiel der unteren Blätter höchstens so lang wie die Spreite. Diese am Grund gerundet, kaum herzförmig. Die (1–)2–3 obersten Stängelblattpaare sitzend. Die Blätter im Blütenstand nur allmählich kleiner werdend. Samen am Rand mit halbkugeligen Papillen 
Stellaria nemorum L. subsp. nemorum – Gewöhnliche Hain-Sternmiere
H; 20–50 cm — kollin–subalpin;
wechselfeuchte, nährstoffreiche Laubmischwälder, Auenwälder, Hochstaudenfluren
; Fraxinion, Lunario-Acerion, Fagetalia, Adenostylion; Europäisch
StellNemoNemo1.tif
Stiel der unteren Blätter bis 2x so lang wie die Spreite. Diese am Grund deutlich herzförmig. Nur das oberste Blattpaar (fast) sitzend. Die Blätter im Blütenstand plötzlich in kleine Tragblätter übergehend. Stängel oft fast kahl. Samen am Rand mit zylindrischen Papillen 
Stellaria nemorum subsp. montana (Pierrat) Berher – Berg Hain-Sternmiere
(= S. glochidisperma)
kollin–subalpin;
schattige, nährstoffreiche Krautsäume, Schlagfluren, Waldwege
; Aegopodion + Alliarion, Epilobion angustifolii; Westeuropäisch
StellNemoMont1.tif
Stängel auf einer Längslinie (selten auf 2) behaart. Blätter 0,5–3(–4) cm lang, meist kahl. Kronblätter kürzer oder etwas länger als der Kelch 
Stellaria media aggr. – Vogelmiere
StellMedi1.tif
a
Pflanze gelbgrün. Kronblätter sehr klein (ca. 1 mm) oder fehlend. Kelchblätter 2–3,5 mm lang. Nur 1–2(–3) Staubblätter ausgebildet, Staubbeutel grauviolett. Fruchtstiele 2–4x so lang wie der Kelch. Samen 0,6–0,8(–0,9) mm breit, bleich gelbgrün bis rostbraun 
Stellaria pallida (Dumort.) Crép. – Bleiche Vogelmiere
T; 5–40 cm — kollin–montan;
trockenwarme, nährstoffreiche Schuttplätze, Wegränder, Mauern
; Sisymbrion; Mediterran; Archäophyt
StelPall1.tif
Pflanze frischgrün. Kronblätter (fast immer) deutlich ausgebildet. Kelchblätter meist länger als 3 mm. Staubblätter 3–10 (selten weniger). Fruchtstiele 4–6x so lang wie der Kelch. Samen über 0,8 mm breit, braun bis dunkelbraun   ► b
b
Pflanze gross, 20–80 cm hoch. Kronblätter (meist) länger als die Kelchblätter. Kelchblätter 5–6,5 mm lang. Die meisten Blüten mit 10 Staubblättern. Staubbeutel dunkelrot. Die meisten Samen mehr als 1,2 mm breit, mit ± kegeligen Wärzchen 
Stellaria neglecta Weihe – Übersehene Vogelmiere
H.ha-T; 20–80 cm — kollin;
nährstoffreiche, eher feuchte Krautsäume
; Aegopodion + Alliarion; Südeuropäisch-westasiatisch
StelNegl1.tif
Pflanze niedrig, 5–30(–40) cm hoch. Kronblätter kürzer als die Kelchblätter, selten fehlend. Kelchblätter 3–5 mm lang. Die meisten Blüten mit 3–5 Staubblättern und rotvioletten Staubbeuteln. Die meisten Samen weniger als 1,2 mm breit, mit ± abgerundeten Wärzchen 
Stellaria media (L.) Vill. – Gewöhnliche Vogelmiere
T; 5–40 cm — kollin–subalpin;
Äcker, Wegränder, Schuttplätze, Läger
; Fumario-Euphorbion, Polygono-Chenopodion, Arction; Ursprünglich mediterran?
StelMedi1.tif
3 (1)
Kronblätter nur etwa zur Mitte geteilt, 1,5–2x so lang wie die Kelchblätter. Kelchblätter 6–8 mm lang. Blätter steif, lanzettlich, bis 10 cm lang und 5–7 mm breit, am Rand auffallend rauhaarig. Tragblätter krautig 
Stellaria holostea L. – Grossblütige Sternmiere
Ch; 15–30 cm — kollin–montan;
lichte, eher trockene Laubwälder
; Carpinion betuli; Europäisch-westasiatisch
StelHolo1.tif
Kronblätter bis (fast) zum Grund geteilt, 0,5–1,5x so lang wie die Kelchblätter. Kelchblätter 2,5–6(–7) mm lang. Blätter weich, bis 4 cm lang. Obere Tragblätter häutig   ► 4
4 (3)
Kronblätter kürzer als der Kelch, ca. 3/4 so lang. Blätter in der Mitte am breitesten, (länglich)oval, zugespitzt, bis 2,5 cm lang, am Grund bewimpert. Stängel aufsteigend, zart, kahl 
Stellaria alsine Grimm – Moor-Sternmiere
(= S. uliginosa)
H; 10–40 cm — kollin–subalpin;
kalkarme, schattige Quellfluren, feuchte Wälder
; Cardamino-Montion, Fraxinion; Eurosibirisch-nordamerikanisch
StelAlsi1.tif
Kronblätter fast so lang oder länger als die Kelchblätter. Blätter schmal lanzettlich, am Grund am breitesten   ► 5
5 (4)
Stängel und Blattränder rau. Krone etwa so gross wie der Kelch. Kelchblätter ca. 3 mm lang. Fruchtstiele nur 3–5x so lang wie der Kelch. Stängel aufsteigend-klimmend. Blätter bis 3 cm lang 
Stellaria longifolia Willd. – Langblättrige Sternmiere
(= S. diffusa)
H; –25 cm — subalpin;
feuchte Nadelwälder, Schlagfluren
; Vaccinio-Piceion, Epilobion angustifolii; Eurosibirisch
StelLong1.tif
Stängel und Blattränder glatt. Krone deutlich länger als der Kelch. Fruchtstiele 6–10x so lang wie der Kelch   ► 6
6 (5)
Tragblätter (im Blütenstand) und oft auch obere Stängelblätter am Grund bewimpert. Kelchblätter 3,5–5 mm lang. Stängel dünn, zart, klimmend. Blätter alle lanzettlich, grasgrün 
Stellaria graminea L. – Gras-Sternmiere
H; 10–60 cm — kollin–montan (–subalpin);
magere, kalkarme Wiesen und Weiden, Krautsäume
; Calluno-Genistion, Trifolion medii; Eurasiatisch
StelGram1.tif
Tragblätter und Blätter am Grund kahl. Kelchblätter 5–7 mm lang. Stängel aufrecht, meist einfach. Blätter blaugrün, etwas fleischig, die untersten eiförmig, die oberen schmal lanzettlich 
Stellaria palustris Hoffm. – Sumpf-Sternmiere
H; 10–45 cm — kollin;
kalkarme Flachmoore
; Caricion fuscae; Eurosibirisch
StelPalu1.tif