Difference between revisions of "Asplenium"

From FloraWiki - das Wiki zur Schweizer Flora
Jump to: navigation, search
Line 8: Line 8:
 
| publicity=Info Flora, Flora Helvetica
 
| publicity=Info Flora, Flora Helvetica
 
| source=Flora Helvetica
 
| source=Flora Helvetica
| geoscope=Suisse
+
| geoscope=Schweiz
 
| status=
 
| status=
 
| language=de
 
| language=de
Line 14: Line 14:
 
| description=
 
| description=
 
| taxon treatment public comment=
 
| taxon treatment public comment=
| taxon rank code=fam
+
| taxon rank code=gen
 
| category=Flora
 
| category=Flora
 
}}
 
}}

Revision as of 17:43, 20 September 2018

(Gattung)

Aspleniaceae (Streifenfarn)
By: Christophe Bornand
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica
1
Blätter unterseits vollständig von Spreuschuppen bedeckt 
Asplenium ceterach L. – Schriftfarn
(= Ceterach officinarum)
H; 5–20 cm — kollin (–montan);
kalkreiche Felsen, Mauern
; Centrantho-Parietarion, Potentillion; Südeuropäisch-westasiatisch
Blätter unterseits kahl oder nur mit vereinzelten Spreuschuppen   ► 2
2 (1)
Blätter ungeteilt, 3-lappig, 3-teilig oder 1- bis 2-fach gabelig geteilt   ► 3
Blätter 1- bis 3-fach gefiedert, mit mind. 2 Paar gleichmässig entlang der Blattspindel verteilten Seitenfiedern   ► 4
3 (2)
Blattspreite gabelartig in 2–4 schmale Abschnitte unterteilt, diese meist mehr als 1,5 cm lang. Auf Silikatfelsen 
Asplenium septentrionale (L.) Hoffm. – Nordischer Streifenfarn
H; 5–15 cm — kollin–alpin;
kalkarme Felsen, Mauern
; Androsacion vandellii, Centrantho-Parietarion; Eurasiatisch-nordamerikanisch
Blattspreite einfach, 3-lappig oder 3-teilig, Abschnitte meist weniger als 1,5 cm lang. Auf Kalkfelsen 
Asplenium seelosii Leyb. – Dolomit-Streifenfarn
sickerfeuchte Spalten überhängender Dolomitfelswände, kalkstet
4 (2)
Blattspreite und Blattstiel auf beiden Seiten drüsig   ► 5
Blattspreite nicht oder nur schwach drüsig   ► 6
5 (4)
Blattspindel grün, im untersten Teil braun. Untere Abschnitte der Spreite etwas kürzer als die mittleren 
Asplenium petrarchae (Guérin) DC. – Strichfarn
Felsen, Mauern, auf Kalk
; kultivierter Neophyt
Ganze Blattspindel grün. Untere Abschnitte der Spreite länger als die mittleren 
Asplenium lepidum C. Presl – Zarter Streifenfarn
Spalten senkrechter und überhängender Kalkfelswände
;
Leicht zu verwechseln mit jungen Blättern von Asplenium ruta-muraria , die ebenfalls ± drüsig sein können
6 (4)
Blätter einfach gefiedert   ► 7
Blätter wenigstens am Grund 2- bis 3-fach gefiedert   ► 10
7 (6)
Blattspindel ganz oder mindestens teilweise grün   ► 8
Blattstiel und -spindel vollständig schwarzbraun (Basis des Blattstiels manchmal bei jungen Blättern grün, später schwarzbraun werdend) 
Asplenium trichomanes L. – Braunstieliger Streifenfarn
H; 5–20 (–35) cm — kollin–subalpin (–alpin);
Felsen, Mauern
; Androsacion vandellii, Potentillion; Weltweit verbreitet
a
Blätter dem Substrat anliegend (Blattspindel folgt exakt den Unregelmässigkeiten des Felsens oder der Mauer). Blätter brüchig, derb. Fiederchen länglich, deutlich gekerbt, die untersten sich gegenseitig überdeckend, oft mit 2 gegenständigen Öhrchen. Kalkliebende Pflanze schattiger Orte 
Asplenium trichomanes subsp. pachyrachis (Christ) Lovis & Reichst. – Dickstieliger Braunstieliger Streifenfarn
mässig trockene, halbschattige bis schattige Karbonatfelsen, Mauern
Blätter ausgebreitet bis aufrecht, dem Substrat nicht dicht anliegend. Blätter ± weich, selten etwas lederig. Fiederchen ganzrandig oder nur leicht gezähnt   ► b
b
Fertile Blätter plötzlich in die Spitze verschmälert, mit meist grossem Endblatt. Fiederchen besonders in der unteren Hälfte des Blattes ± deutlich spiessförmig, mit gezähntem Blattrand. Kalkliebende Pflanze halbschattiger Orte 
Asplenium trichomanes subsp. hastatum (Christ) S. Jess. – Geöhrter Braunstieliger Streifenfarn
schattige Karbonatfelsspalten, Mauern
Fertile Blätter allmählich in die Spitze verschmälert, mit kleinerem Endblatt. Fiederchen meist alle länglich bis rundlich   ► c
c
Blattspindel rotbraun. Fiederchen kleiner (25–75 mm lang) und rundlicher, schräg am Blattstiel stehend, im oberen Teil des Blattes ± auseinandergerückt. Pflanze kalkfliehend 
Asplenium trichomanes L. subsp. trichomanes – Kalkmeidender Braunstieliger Streifenfarn
schattig-feuchte Felsen, Mauern, nur über Silikat- und Serpentingestein, kalkmeidend
Blattspindel schwarzbraun. Fiederchen grösser (40–120 mm lang), länglich oval, eher dicht stehend und sich manchmal berührend, ± senkrecht am Blattstiel stehend. Die verbreitetste Unterart, auf allen Substraten 
Asplenium trichomanes subsp. quadrivalens D. E. Mey. – Tetraploider Braunstieliger Streifenfarn
schattige Felsen, Geröll, Mauern, Steinbrüche, über Kalkgestein und basenreichem Silikatgestein
8 (7)
Blattspindel an der Basis schwarzbraun, an der Spitze bis zu 1/3 oder 1/4 der Länge grün. Pflanze stark an Serpentinfelsen gebunden 
Asplenium adulterinum Milde – Braungrünstieliger Streifenfarn
H; 5–15 (–20) cm — kollin–subalpin;
serpentinhaltige Felsen
; Asplenion serpentini; Europäisch
Blattspindel vollständig grün (Blattstiel über ± lange Strecken grün oder braun)   ► 9
9 (8)
Fiederchen länglich schmal, meist an der Spitze eingeschnitten, die untersten Fiederchen deutlich länger als die mittleren. Pflanze auf Silikatfelsen 
Asplenium × alternifolium Wulfen – Deutscher Streifenfarn
H; kollin–subalpin;
kalkarme Felsen
; Androsacion vandellii
Fiederchen oval, gekerbt, die unteren etwa gleich lang wie die mittleren (Blattspreite parallelrandig). Pflanze auf Kalkfelsen 
Asplenium viride Huds. – Grünstieliger Streifenfarn
H; 10–20 (–30) cm — montan–alpin;
schattige, kalkreiche Felsen, Mauern, Schuttfluren
; Cystopteridion, Petasition paradoxi; Eurosibirisch-nordamerikanisch
10 (6)
Unterste Fiedern kleiner oder gleich gross wie die oberen, hierdurch die Spreite im Umriss oval, elliptisch oder lanzettlich. Blattstiel kürzer als die Spreite   ► 11
Unterste Fiedern grösser als die oberen, hierdurch die Spreite im Umriss dreieckig. Blattstiel gleich lang oder länger als die Spreite   ► 13
11 (10)
Blattspreite nach unten stark verschmälert, mittlere Fiederchen mehr als 2x so lang wie die unteren. Pflanze meist auf Kalkfelsen 
Asplenium fontanum (L.) Bernh. – Quell-Streifenfarn
H; 7–20 cm — kollin–montan (–subalpin);
schattige, kalkreiche Felsen, Mauern
; Cystopteridion, Potentillion; Südeuropäisch
Blattspreite am Grund nur leicht verschmälert, mittlere Fiederchen weniger als 2x so lang wie die unteren. Pflanze ausschliesslich auf Silikatfelsen   ► 12
12 (11)
Blattspreite der fertilen Blätter mehr als 3x so lang wie breit 
Asplenium foreziense Magnier – Foreser Streifenfarn
H; kollin–montan;
trockenwarme, kalkarme Felsen, Mauern
; Androsacion vandellii; Westmediterran
Blattspreite weniger als 3x so lang wie breit 
Asplenium billotii F. W. Schultz – Billots Streifenfarn
H; 8–20 cm — kollin;
warme, kalkarme Felsen, Mauern
; Androsacion vandellii; Mediterran-westeuropäisch
13 (10)
Blattstiel nur am Grund braunschwarz   ► 14
Blattstiel bis über die Mitte braun oder rotbraun 
Asplenium adiantum-nigrum aggr. – Schwarzstieliger Streifenfarn
kollin–montan;
kalkarme Fels- und Mauerspalten, steinige Wälder
a
Blattspreite weich, glanzlos, meist nicht überwinternd. Pflanze ausschliesslich auf Serpentinfelsen 
Asplenium cuneifolium Viv. – Keilblättriger Streifenfarn
H; montan–subalpin;
serpentinhaltige Felsen
; Asplenion serpentini; Mittel- und südeuropäisch;
Kann auf Serpentinfelsen mit Asplenium adiantum-nigrum verwechselt werden, dieser hat jedoch lederigere, ausdauernde Blätter, leicht grössere Sporen ((30–)34–38(–44) µm). Die Sporen von A. cuneifolium sind (27–)30–34(–36) µm gross
Blätter derb, glänzend, meist überwinternd   ► b
b
Fiedern 1. Ordnung allmählich zugespitzt, aufwärts gekrümmt 
Asplenium adiantum-nigrum L. – Schwarzstieliger Streifenfarn
H; 10–30 cm — kollin–montan;
trockenwarme, kalkarme Laubwälder, Felsen, Mauern
; Quercion pubescenti-petraeae, Androsacion vandellii; Weltweit verbreitet
Fiedern 1. Ordnung in eine lange, nach vorn gerichtete Spitze ausgezogen 
Asplenium onopteris L. – Spitzer Streifenfarn
H; kollin;
trockenwarme, kalkarme Laubwälder, Gebüsche, Felsen, Mauern
; Quercion pubescenti-petraeae, Androsacion vandellii; Mediterran;
Der Habitus von Asplenium ×ticinense L. [adiantum-nigrum ×onopteris] ähnelt dem von A. onopteris stark. Der Hybride tritt teilweise in grossen Beständen auf, auch ohne die Elternarten. Man erkennt ihn anhand der fehlenden Sporen und seiner ausladenden Grösse (> 20 cm)
14 (13)
Grössere Blattabschnitte über 3 mm breit 
Asplenium ruta-muraria L. – Mauerraute
H; 5–15 (–25) cm — kollin–alpin;
sonnige, kalkreiche Felsen, Mauern
; Centrantho-Parietarion, Potentillion; Eurasiatisch-nordamerikanisch;
Ausschliesslich anhand mikroskopischer oder genetischer Merkmale können 2 Unterarten unterschieden werden: Die Unterart ruta-muraria ist tetraploid (2n=144), ihre Sporen 42–50 µm gross, weit häufiger, mit breiterer ökologischer Amplitude. Die Unterart dolomiticum Lovis & Reichst. ist diploid (2n=72), ihre Sporen 34–40 µm gross, tritt selten in Dolomit- oder Kalkfelsspalten in den Südalpen auf
Blattabschnitte nicht über 3 mm breit   ► 15
15 (14)
Blattstiel bis 3x so lang wie die Spreite 
Asplenium x murbeckii Dörfl. – Murbecks Streifenfarn
kalkarme Felsen
; Androsacion vandellii
Blattstiel höchstens 2x so lang wie die Spreite   ► 16
16 (15)
Blattstiel grösstenteils braun. Blattspreite der Fiederchen seitwärts gekrümmt   ►► 9
Asplenium ×alternifolium Wulfen
Blattstiel nur zuunterst braun. Blattspreiten aufrecht, dichte Büschel bildend. Fiederchen meist waagrecht stehend, aufwärts gekrümmt 
Asplenium fissum Willd. – Gespaltener Streifenfarn
H; 5–15 cm — montan–alpin;
luftfeuchte, schattige Felsen, Schuttfluren
; Petasition paradoxi, Cystopteridion; Südosteuropäisch