Difference between revisions of "Festuca"

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Revision as of 14:26, 27 November 2015

Festuca breitblättrig (Schwingel, Poaceae)
By: Stefan Eggenberg, Ulrich Graf
Geographic Scope: Schweiz — Source: Schlüssel Ulrich Graf (WSL), Flora Helvetica — Collaboration: open
1
Alle Blätter flach oder offenrinnig, (2)4–15 mm breit. In der Knospenlage im Querschnitt gerollt. Stets einige Bastbündel von der Ober- zur Unterseite durchlaufend (Fig. XX).   ► 2
Grundblätter im frischen Zustande gefaltet oder borstlich, 0,3-1,5 mm breit, in der Knospenlage gefaltet. Bastbündel bei den meisten Arten nicht durchlaufend (Fig. XX, aber vgl. F. norica und F. pulchella subsp. jurana ).   ► 9
2
Grundständige Scheiden zwiebelförmig verdickt, Ährchen braungelb, Deckspelzen ohne Granne, mit deutlichen Nerven. Fig.XX 
Festuca paniculata (L.) Schinz & Thell.
Bildet mächtige, grau schimmernde Hoste. Blätter 2-4 mm breit, flach, glatt, steif, mit vorstehenden Rippen, oberseits graugrün. Blatthäutchen bis 3 mm lang. Rispe bis 10 cm lang, dicht, meist aufrecht. Ährchen 9-12 mm lang, mit spitzen, aber unbegrannten Spelzen. Deckspelze ca. 7 mm lang..
50–100 cm —
trockenwarme, kalkarme Gebirgsrasen (Festucion variae)
; Mittel-südeuropäisch
Grundständige Scheiden nicht zwiebelförmig verdickt, Ährchen nicht braungelb, Deckspelzen spitz, oder mit langer oder kurzer Granne.   ► 3
3
Deckspelzen in eine 10–20 mm lange, oft geschlängelte Granne auslaufend, diese länger als die Deckspelze. 
Festuca gigantea (L.) Vill.
Pflanze mit kurzen Ausläufern. Blätter 8-14 mm breit, schlaff hängend, dunkelgrün, unterseits stark glänzend, am Grunde mit grossen, stängelumfassenden Öhrchen. Blatthäutchen ca. 2 mm lang, gestutzt. Rispe 10-40 cm lang, locker und überhängend. Ährchen ohne die Grannen 8-13 mm lang, hellgrün..
60–150 cm —
feuchte Auenwälder, Waldwege, Quellfluren (Alnion incanae, Fraxinion, Atropion)
; Eurasiatisch
Deckspelzen spitz oder in eine kurze (bis 4 mm lange) Granne auslaufend, diese deutlich kürzer als die Deckspelze.   ► 4
4
Deckspelzen deutlich gekielt, mit 5 deutlich hervortretenden Nerven, Ährchen breit-eiförmig, rotgrün gescheckt, Pflanze zierlich, an eine Poa erinnernd. 
  ▼▼ a  –  Festuca pulchella Schrad.
Pflanze mit kurzen oder verlängerten mit Ausläufern. Blattscheiden der Erneuerungssprosse bis zur Hälfte geschlossen. Grundblätter bis 2–4 mm breit, flach, rinnig oder gefaltet. Stängelblätter bis 4 mm breit. Bastbündel bei einzelnen oder vielen Nerven von der Ober- zur Unterseite durchlaufend. Rispe 5-10 cm lang..
20–60 cm — Jura, Alpen
a
Blatt in der Knospenlage gefaltet, sich kaum ausbreitend, im Querschnitt nur die grössten Leitbündel von Bastfasern umgeben. 
Festuca pulchella subsp. jurana (Gren.)
Pflanze mit sehr kurzen Ausläufern, daher fast horstförmig scheinend. Rispe locker, mit rel. wenigen, zuletzt ausgebreiteten Ährchen..
frische, feinerdereiche Schutthalden (Petasition paradoxi)
a–
Blatt in der Knospenlage gerollt, sich flach ausbreitend, im Querschnitt alle Leitbündel von Bastfasern umgeben. 
Festuca pulchella Schrad. subsp. pulchella
Pflanze mit verlängerten Ausläufern, rasig wachsend. Rispe dicht, zusammengezogen, etwas nickend..
mässig feuchte Rostseggenhalden (Caricion ferrugineae)
Deckspelzen am Rücken gewölbt, Ährchen länglich, meist ungescheckt (bei F. pratensis gibt es gescheckte Formen).   ► 5
5
Blatthäutchen der oberen Halmblätter bis 5 mm lang, Blattspreite am Grund ohne sichelförmige Öhrchen.   ► 6
Blatthäutchen der oberen Halmblätter bis 1 mm lang, Blattspreite am Grund mit oder ohne sichelförmigen Öhrchen.   ► 7
6
Ährchen 4-5 mm lang, Deckspelzen 3nervig, Blätter (4-)6-12(-15) mm breit. 
Festuca altissima All.
Pflanzen in dichten Horsten. Blätter ohne stängelumfassende Öhrchen flach, dünn, weich, mit dünnen Nerven, unterseits mit einem sehr starken Mittelnerv, Blatthäutchen der oberen Blätter bis 5 mm lang. Rispe 10-18 cm lang, schlaff, leicht nickend, Rispenäste zu 2, Ährchen hellgrün, Decksp. fein zugespitzt..
50–120 cm —
humusreiche, eher kalkarme Laubmischwälder, Bergwälder (Fagetalia, Abieti-Piceion, Lunario-Acerion)
; Eurosibirisch
Ährchen 8-12 mm lang, Deckspelzen 5nervig, Blätter 4-7 mm breit. 
Festuca spectabilis Bertol.
Bätter 4–6,5 mm breit, dick, steif, oberseits mit erhabenen Nerven, Mittelnerv der Blattunterseite nur wenig stärker als die anderen Nerven, Blatthäuchen der oberen Halmblätter bis 2 mm lang. Ripenäste zu 3–5. Ährchen auffallend gelbgrün..
80–100 cm — Alpen-Nordapennin
7
Blatt am Grund ohne sichelförmige Öhrchen, Deckspelzen kurz begrannt. 
Festuca heteromalla Pourr.
Pflanze lockerhorstig bis rasig. Blattscheiden bis oben geschlossen, die unteren oft rötlich, Blatt 2-3 mm breit, deutlich gekielt, oberseits glänzend, mit (7–)9–11(–13) Leitbündeln (oft einige ganz klein), mit 5-7 Rippen, meist mit Gelenkzellen in den Furchen der Blattoberseite (Fig. XX). Deckspelze 6-7.5 mm, ihre Granne 0.5-0.8(1.5) mm lang..
50–100 cm —
Hochstaudenfluren, Bergweiden (Cynosurion, Calamagrostion)
Blatt am Grund mit sichelförmigen Öhrchen, Deckspelzen unbegrannt.   ► 8
8
Sichelförmige Öhrchen kahl, unterste Rispenäste zu 2, der kürzere mit 2–3 Ährchen (Fig. XX). 
  ▼▼ a  –  Festuca pratensis Huds.
Grundständige Blattscheiden hellrot bis bräunlich, Blätter flach, 3-8 mm breit, schlaff, grün, Blatthäutchen bis 1 mm lang. Rispe 10-20 cm lang, meist schlank, locker und aufrecht, oft einseitswendig. Äste starr und rau, die kürzeren mit 1-3, die längeren mit 3-6 Ährchen, diese meist 9-12 mm lang, gelbgrün, seltener gescheckt..
30–120 cm — Eurasiatisch
a
Deckspelzen unbegrannt, 6–7 mm lang. 
Festuca pratensis Huds. subsp. pratensis
Kleinere Unterart. Blattscheiden der Erneuerungstriebe bis zum Grunde offen. Rispe 10-35 cm lang, an der Spitze nickend..
30–80 cm —
nährstoffreiche Wiesen und Weiden (Arrhenatherion, Cynosurion)
a–
Deckspelzen begrannt, 7–9 mm lang. 
Festuca pratensis subsp. apennina
Grössere Unterart. Blattscheiden der Erneuerungstriebe nur bis zur Hälfte offen. Rispe nur 10-12 cm lang, nickend..
70–120 cm —
Hochgrasfluren (Calamagrostion)
Sichelförmige Öhrchen kurzborstig bewimpert. Unterste Rispenäste zu 2–3 der kürzere mit 3–8, der längere mit bis 15 Ährchen (Fig. XX). 
  ▼▼ a  –  Festuca arundinacea Schreb.
Kräftige, grobe Pflanze, grundständige Blattscheiden weisslich, Blätter flach, 6-10 mm breit, steif, rau, oberseits gerillt, unterseits etwas glänzend. Blatthäutchen bis 1 mm lang. Rispe (12-)20-40 cm lang, immer etwas ausgebreitet. Ährchen (9-)12-15 mm lang, gelbgrün, seltener gescheckt..
50–200 cm — Europäisch-westasiatisch
a
Deckspelzen der oberen Blütchen 1,5–3 mm lang begrannt. Halme unter der Rispe auffallend rauh Blattscheiden im oberen Teil rau. 
Festuca arundinacea subsp. uechtritziana (Wiesb.) Hegi
Pflanze dunkelgrün. Blatt 3-8 mm breit. Rispe 10–20 cm lang, aufrecht, im Umriss lanzettlich, die Seitenäste auch zur Blütezeit anliegend, rau..
Bei Begrünungen angesät.
a–
Deckspelzen aller Blütchen gewöhnlich unbegrannt, seltener mit einer bis 3 mm langen Grannenspitze, Halme und Blattscheiden glatt.   ► b
b
Blattspreiten 2–4 mm breit, unterseits glatt. 
Festuca arundinacea subsp. fenas (Lag.) Arcang.
Pflanze graugrün. Blatt nur 2-4 mm breit. Rispe 15–30 cm lang, zusammengezogen, im Umriss schmal-lanzettlich, die Seitenäste aufrecht bis anliegend, kurz..
Früher in Kunstwiesen angesäht, heute in der Schweiz kaum vorkommend.
b–
Blattspreiten 5–10 mm breit, unterseits rauh. 
Festuca arundinacea Schreb. subsp. arundinacea
Pflanze grasgrün. Blatt 5-10 mm breit. Rispe 8–25 cm lang, oft locker ausgebreitet, im Umriss länglich-eiförmig, oben nickend..
feuchte Trittrasen, Nasswiesen (Agropyro-Rumicion, Molinion)