Difference between revisions of "Chara"

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Latest revision as of 18:21, 26 February 2018

Schlüssel der Gattung Chara
By: Aurélie Boissezon; Dominique Auderset Joye
Geographic Scope: Schweiz — Collaboration limited to: hepia ; Info FloraContributors: Arno Schwarzer; Lionel Sager; Adrian Möhl
1
Sprossachse unvollständig berindet (nur Ansätze von Zellreihen unter den Astquirlen). 
Chara denudata
Sprossachse ganz berindet.   ► 2
2 (1)
Grosse, kräftige Pflanze (Achse Ø > 1mm); Stacheln meistens gruppiert zu 2 oder 3.   ► 3
Pflanze nie kräftig (Achse Ø < 1 mm); Stacheln fehlen oder einzeln stehend oder gruppiert zu 2 oder 3.   ► 4
3 (2)
Pflanze mindestens an der Sprossspitze rotbraun bis korallenrot; letzte 1-3 Astglieder unberindet und auffällig verdickt; Stacheln wie aufgeblasen; Rinde immer tylacanth; diözische Pflanze; Antheridien sehr gross (0,9 bis 1,2 mm dick) und knallrot (Oosporen selten). 
Chara tomentosa
Pflanze graugrün; letzte 1-3 Astglieder nicht verdickt; Stacheln nicht aufgeblasen; Rinde aulacanth, tylacanth oder isostich; monözische Pflanze; Antheridien nicht sehr gross (0,4 bis 0,6 mm dick) und orange. 
Chara hispida aggr.
Gruppe aus formenreichen Taxa mit fliessenden Übergängen. Diese Arten sind in stark mineralisierten Gewässern der Schweiz relativ verbreitet (Kiesgruben, Auengewässer). Die meisten Bestimmungsschlüssel unterscheiden die verschiedenen Taxa aufgrund der phänotypischen Variation. Es ist tatsächlich so, dass die «Arten» dieser Gruppe durch einen morphologischen Gradienten unterschieden werden (Länge und Dichte der Stacheln und der Brakteen, Durchmesser der Rindenfaserzellen).
a
Pflanze weist mit blossem Auge erkennbaren Stacheln auf, zumindest in den oberen Sprossteilen, die länger als der Achsendurchmesser sind; normalerweise gut entwickelte Brakteenzellen; Rinde diplostich aulacanth oder tylacanth.   ► b
Pflanze mit kaum erkennbaren Stacheln, die kürzer als der Achsendurchmesser sind; dorsale Brakteen rudimentär entwickelt; Rinde diplostich tylacanth (aber i. d. R. isostich). 
Chara intermedia
Ein schmächtiges Individuum von C. intermedia könnte mit C. vulgaris verwechselt werden. Sind gebündelte Stacheln vorhanden, kann C. vulgaris ausgeschlossen werden.
b
Extrem dichter Stachelbesatz, Stacheln 1- bis 3-mal länger als der Achsendurchmesser; Brakteen auffallend stark entwickelt und in Quirlen angeordnet; Rinde diplostich tylacanth. 
Chara polyacantha
Ziemlich dichter Stachelbesatz, Stacheln 1- bis 2-mal länger als der Achsendurchmesser; Brakteen ventral stärker entwickelt als dorsal, manchmal in Quirlen angeordnet; Rinde diplostich aulacanth. 
Chara hispida
4 (2)
Zwei Rindenzellreihen pro Ast; Stacheln einzelstehend mehr oder weniger ausgeprägt, auf jeder zweiten Rindenreihe vorhanden: Pflanze diplostich
Chara vulgaris agg.
a
Einzeln stehende Stacheln (auf den jungen Internodien), die auf den eingesenkten Rindenreihen entspringen (aulacanth). Pflanze aus seichten, stehenden oder langsam fliessenden Gewässern (Tiefe < 1 m), (fällt der Wasserpegel, kann die Pflanze halb aus dem Wasser ragen). 
Chara vulgaris
Äusserst polymorphes Taxon, das je nach Standortbedingungen, im Vergleich zum Sprossachsendurchmesser kürzere oder längere Stacheln bilden kann, auch kürzere oder längere Brakteen, Achse und Äste mehr oder weniger vollständig berindet, die Abstände der Quirle mehr oder weniger verkürzt. Die Bildung von Formen oder Varietäten bei C. vulgaris erscheint nicht sinnvoll und bringt für die Handhabung dieses Schlüssels keine Vorteile.
Pflanze mit einzel stehenden Stacheln oder diese zu 2-3 auf den jungen Internodien gruppiert, auf den hervorragenden Rindenzellen entspringend (tylacanth). Art von stehenden, permanenten Gewässern (Teiche, permanente Gewässer in Kiesgruben, Uferbänke)   ► b
b
Stacheln gruppiert zu 2-3 auf jedem zweiten oder gar jeder dritten Rindenreihe (unregelmässige Berindung, abschnittsweise diplostich oder triplostich). 
Chara strigosa s.l.
Die Form jurensis unterscheidet sich von Chara strigosa s. str. durch ihre regelmässige Berindung und ihre Stacheln in Gruppen. Zusätzliche Verwechslungsmöglichkeiten mit C. aspera, welche diözisch ist und einzelstehende Stacheln aufweist, oder mit C. contraria, die ebenfalls einfache Stacheln und eine regelmässige Berindung aufweist.
Stacheln einfach, verdickt, auf jeder zweiten Rindenreihe (Rinde regelmässig diplostich).   ► c
c
Äste normalerweise gut entwickelt, > 5 mm lang, 1- bis 2-mal kürzer als die Internodien; Achse und Äste vollständig berindet. Eine der häufigsten Arten in der Schweiz. 
Chara contraria
Verwechslungsmöglichkeit mit C. vulgaris, deren Stacheln in den Rindenfurchen ansetzen (aulacanth) und die gewöhnlich an noch ausgeprägteren Pionierstandorten an noch seichteren Stellen wächst.
Sehr kurze Äste, 1-2 mm lang, mindestens 4-mal kürzer als die Internodien und daher die Quirle in grossen Abständen, was der Pflanze ein schnurartiges Aussehen verleiht; Achse und Äste oft unregelmässig berindet, oder rudimentär. 
Chara filiformis
Dieses Taxon ist möglicherweise eine Form von C. contraria, die sich durch ihre langen Äste, die fehlende oder rudimentäre Berindung von dieser unterscheidet.
Drei Rindenzellreihen pro Ast; Stacheln fehlen oder sind auf jeder dritten Rindenreihe vorhanden: Pflanze triplostich  ► 5
5 (4)
Pflanze sehr zierlich, meist mit kugeligen Bulbillen an den Rhizoiden; Stacheln mit blossem Auge erkennbar, einzelnstehend; im oberen Teil an einen Stacheldraht erinnernd; oft stark verkrustet; Quirle weit auseinander; diözische Pflanze; Antheridien sehr rot und ziemlich gross im Verhältnis zur Pflanze. 
Chara aspera
Verwechslungsmöglichkeit mit C. strigosa, die jedoch monözisch ist und Stachelgruppen aufweist.
Pflanze ohne Bulbillen; mit oder ohne mit blossem Auge erkennbaren Stacheln; monözische Art.   ► 6
Je nach Jahreszeit kann C. aspera keine Bulbillen entwickelt haben; in dem Fall stellt das Vorhandensein von einfachen, gut ausgebildeten Stacheln (zumindest an den oberen Internodien) ein nützliches Merkmal dar.
6 (5)
Pflanze weist mit blossem Auge erkennbaren Stacheln auf, die länger als der Sprossdurchmesser sind.   ► 7
Pflanze ohne mit blossem Auge erkennbaren Stacheln, die kürzer als der Achsendurchmesser sind (kugelförmig); Pflanze schütter aussehend. 
Chara globularis aggr.
a
Relativ feine, geschmeidige Pflanze, die selten verkrustet ist; keine Stacheln erkennbar, selbst mit der Lupe x 20; Stipularen sind zu Warzen reduziert. 
Chara globularis
Zierliche Pflanze; Stacheln vorhanden, warzenartig, mit der Lupe x 20 erkennbar; Stipularen zweireihig angeordnet, wobei die Stipularen der oberen Reihe oft länger als die der unteren sind. 
Chara virgata
Verwechslungsmöglichkeit mit C. globularis, die keine Stacheln trägt und wo die Stipularen zu Warzen reduziert sind.
7 (6)
Pflanze mit verzweigtem Wuchs,Internodien 1 – 2 x länger als die Äste ; Stacheln zu 2-3 gruppiert, nicht filamentös. 
Chara strigosa s. l.
Im Jura kommt C. strigosaf. jurensis vor, diese ist stärker verkrustet, mit viel unregelmässiger Berindung und geschmeidigerem Habitus. Zudem Verwechslungsmöglichkeit mit C. aspera, einer diözische Pflanze mit deutlich erkennbaren einzelstehenden Stacheln.
Pflanze mit aufrechtem Wuchs, Internodien kürzer oder kaum länger als die Äste; Stacheln einfach und fadenförmig dünn. Die Art wurde bisher nur im Engadin beobachtet. 
Chara tenuispina
Verwechslungsmöglichkeit mit C. aspera, einer diözische Pflanze mit deutlich erkennbaren nicht filamentösen Stacheln.