Teilschlüssel 4

Aus Wiki zur Flora der Schweiz
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teilschlüssel 4 (Gefäss-Sporenpflanzen)
Von: Reto Nyffeler
Geographischer Geltungsbereich: Schweiz — Mitarbeit begrenzt auf: Reto Nyffeler — Stand: In Berarbeitung
1
Wasserpflanzen, auf der Oberfläche schwimmend, gelegentlich am Grund aufliegend aber nicht im Boden wurzelnd.   ► 2
Land- oder Sumpfpflanzen, im Boden wurzelnd, nur selten vollständig im Wasser stehend und untergetaucht.   ► 3
2 (1)
Pflanzen reich verzweigt; Blätter wechselständig, schuppenförmig. 
Salviniaceae
Pflanzen nur wenig verzweigt; Blätter quirlständig, ein Blatt untergetaucht und wurzelähnlich büschelig verzweigt. 
Salviniaceae
3 (1)
Stängel hohl; Blätter unscheinbar, stark reduziert (Mikrophylle), an den Nodien zu gezähnten, stängelumfassenden Manschetten verwachsen. Sporangienstände an der Spitze der Stängel, zapfenartig. 
Equisetaceae
Stängel nicht hohl oder ausschliesslich unterirdisch; Blätter variabel, nicht zu Manschetten verwachsen. Sporangienstände nicht zapfenartig.   ► 4
4 (3)
Blätter binsenförmig, teils mit kleeblattähnlicher Spreite, entlang dem kriechenden Rhizom angeordnet; Sporokarpien kugel- oder bohnenförmig, sitzend oder gestielt am Grund der Blätter.   ► 5
Blätter nadelförmig, schuppenförmig oder mit flächiger Spreite.   ► 6
5 (4)
Blätter mit kleeblattähnlicher, vierteiliger Spreite. 
Marsileaceae
Blätter ohne kleeblattähnlicher Spreite, Spitze bischofstabartig eingerollt. 
Marsileaceae
6 (4)
Blätter höchstens 10 mm lang, nadelförmig oder schuppenförmig, von der Sprossachse sparrig abstehend oder sich dachziegelartig überdeckend; Sporangien einzeln in den Achseln von Blättern.   ► 7
Blätter deutlich über 10 mm lang, mit flächiger, einfacher oder geteilter Spreite; Sporangien nie einzeln in den Achseln von Blättern.   ► 11
7 (6)
Pflanzen zart, moosähnlich; Blätter spiralig oder vierzeilig angeordnet, 1-4 mm lang, mit kleinem Häutchen (Ligula) am Grund; Sporangien unterschiedlich gross, Makro- oder Mikrosporen enthaltend, in Ähren mit abstehenden Tragblättern(Sporophyllen). 
Selaginellaceae
Pflanzen kräftig und steif; Blätter meist länger als 3 mm (bei Diphasiastrum alpinum oft nur 2 mm), ohne Häutchen am Grund; Sporangien gleich gestaltet und gleich grosse Sporen enthaltend, entweder in den Achseln von nadelförmigen Laubblättern oder in verlängerten Ähren mit anliegenden Tragblättern.   ► 8
8 (7)
Sprosse aufsteigend bis aufrecht, gabelig verzweigt; Sporangien mehr oder weniger in der Mitte der Triebe in den Achseln von nadelförmigen Laubblättern. 
Lycopodiaceae
Sprosse kriechend, Seitentriebe aufsteigend; Sporangien in den Achseln von schuppenförmigen Tragblättern in einem mehr oder weniger scharf abgegrenzten ährenförmigen Sporangienstand an der Spitze der Seitentriebe.   ► 9
9 (8)
Blätter gegenständig, 4-reihig, schuppenförmig; Sprosse abgeflacht oder vierkantig. 
Lycopodiaceae
Blätter wechselständig; Sprosse rund, nicht abgeflacht oder vierkantig.   ► 10
10 (9)
Stängel 2-10 cm lang kriechend, meist nur ein aufrechter Seitentrieb. Sporangienstand undeutlich vom sterilen Spross abgesetzt. 
Lycopodiaceae
Stängel 20-400 cm lang kriechend, mit mehreren aufrechten Seitentrieben; Sporangienstand mehr oder weniger deutlich vom sterilen Spross abgesetzt. 
Lycopodiaceae
11 (6)
Pflanze bildet nur ein oberirdisches, gegabeltes Blatt mit einem sterilen und einem fertilen Blattteil.   ► 12
Pflanze bildet mehrere Blätter in einer Rosette oder entlang dem kriechenden Rhizom.   ► 13
12 (11)
Steriler Blattteil fiederschnittig, nur selten gekerbt oder einfach; Sporangienstand eine Rispe. 
Ophioglossaceae
Steriler Blattteil einfach; Sporangienstand eine Ähre. 
Ophioglossaceae
13 (11)
Pflanze mit deutlich unterschiedlich gestalteten (= dimorphen) Blättern; fertile (sporangientragende) Blätter im Zentrum der Rosette umgeben von sterilen Blättern.   ► 14
Pflanze mit monomorphen oder nur undeutlich dimorphen (bei Dryopteris cristata) Blättern.   ► 17
14 (13)
Fertile Blätter, mit einem oberen, rispenartigen, sporangientragenden Blattteil sowie einem unteren Teil mit sterilen Blattteilen (Fiedern). 
Osmundaceae
Fertile Blätter ohne sterile Blattteile.   ► 15
15 (14)
Blattstiel mindestens so lang wie die drei- bis vierfach gefiederte Blattspreite; Pflanze 15-30 cm hoch. 
Pteridaceae
Blattstiel im Vergleich zur einfach gefiederten Blattspreite sehr kurz (kaum 10 cm lang).   ► 16
16 (15)
Sterile Blätter dem Boden aufliegend, wintergrün; Pflanze 30-50 cm hoch. 
Blechnaceae
Sterile Blätter steif aufrecht, in trichterförmiger Rosette stehend, sommergrün; Pflanzen 50-150 cm hoch. 
Onocleaceae
17 (13)
Blätter unterseits dicht spreuschuppig, dadurch zumindest in der Jugend die Sori verdeckt.   ► 18
Blätter unterseits kahl oder zerstreut spreuschuppig, Sori sichtbar oder allenfalls vom umgerollten Blattrand bedeckt.   ► 19
18 (17)
Blätter fiederschnittig, Blattspreite im Umriss schmal lanzettlich, Blattstiel meist deutlich weniger als die halbe Länge der Blattspreite. 
Aspleniaceae
Blätter doppelt gefiedert, Blattspreite im Umriss lanzettlich, Blattstiel meist deutlich länger als die halbe Länge der Blattspreite. 
Pteridaceae
19 (17)
Sori nur am Rand der Blattspreite (randnah), teils vom umgerollten Blattrand bedeckt.   ► 20
Sori nicht auf den Rand der Blattspreite beschränkt, nie vom umgerollten Blattrand bedeckt.   ► 24
20 (19)
Sori am Blattrand in zusammenhängender Linie.   ► 21
Sori am Blattrand in unterbrochener Linie.   ► 23
21 (20)
Blätter drei- bis vierfach gefiedert. Pflanze 30 cm bis 3 m hoch. 
Dennstaedtiaceae
Blätter einfach gefiedert oder nur die untersten Fiedern gespalten, oder Blatt 3fach fiederspaltig; Pflanze 5-35 cm hoch.   ► 22
22 (21)
Blätter klein, oval, 3fach fiederspaltig. 
Pteridaceae
Blätter gross, gebüschelt, einfach gefiedert oder nur die untersten Fiedern gespalten. 
Pteridaceae
23 (20)
Blätter unregelmässig 2- bis 3-fach gefiedert, aus dreieckigen, keilförmig verschmälerten Abschnitten an dünnen Stielen zusammengesetzt; Blattstiel mindestens halb so lang wie die Spreite, gänzend schwarz. 
Pteridaceae
Blätter 1-fach gefiedert, Blattstiel vielfach kürzer als Spreite oder fehlend, grün; Blattspindel und Fiederäste unterseits mit gelblichen Drüsen, aromatisch riechend. 
Thelypteridaceae
24 (19)
Sori länglich bis streifenförmig, mehr oder weniger gerade.   ► 25
Sori wurmförmig gebogen oder rundlich.   ► 26
25 (24)
Blätter sommergrün; Pflanze kurzlebig. 
Pteridaceae
Blätter wintergrün; Pflanze ausdauernd. 
Aspleniaceae
26 (24)
Blattstiel an der Basis mit (1-)2(-3) Leitbündeln.   ► 27
Blattstiel an der Basis mit (3-)5-7 Leitbündeln.   ► 31
27 (26)
Blätter einfach fiederschnittig; Sori ohne Indusium. 
Polypodiaceae
Blätter ein- bis mehrfach gefiedert; Sori zumindest in der Jugend mit Indusium.   ► 28
28 (27)
Indusium unterseits bis zum Grunde in haarförmige Zipfel zerschlitzt. 
Woodsiaceae
Indusium nicht zerschlitzt.   ► 29
29 (28)
Blätter kurz gestielt, in Rosette angeordnet; Sori rund oder länglich, Indusien seitlich angewachsen oder sehr früh fehlend. Athyrium 
Athyriaceae
Blätter deutlich gestielt; Sori rundlich, Indusiuen eiförmig, an der breiten Seite gegen die Fiederchenbasis angewachsen oder Indusien fehlend. Cystopteris, Gymnocarpium   ► 30
30 (29)
Blätter büschelig stehend; Indusium eiförmig, den Sorus blasenartig umschliessend. 
Cystopteridaceae
Blätter einzeln entlang des dünnen, weit kriechenden Rhizoms; Indusium fehlend. 
Cystopteridaceae
31 (26)
Blätter einzeln entlang des kriechenden Rhizoms; Blattstiel mindestens halb so lang wie die Blattspreite; Rhachisfurche nicht in die Fiedern fortgesetzt; Fiederabschnitte ganzrandig oder leicht geschweift, oder Rand umgerollt.   ► 32
Blätter in Rosette oder als Büschel nahe beieinander; Blattstiel meist nur sehr kurz (Ausnahme Dryopteris cristata); Rhachisfurche seitlich fortgesetzt bis in die Fiedernbasis; Fiederabschnitte am Rand meist gezähnt.   ► 33
32 (31)
Blattspreite 1.5-2mal so lang wie breit. Blätter behaart. Unterstes Fiederpaar schräg abwärts gerichtet. Indusium fehlend. 
Thelypteridaceae
Blattspreite 3-4mal so lang wie breit. Blätter nur anfangs spärlich behaart, später kahl. Indusium lange vor der Sporenreife abfallend. 
Thelypteridaceae
33 (31)
Indusium deutlich nierenförmig, seitlich angewachsen. 
Dryopteridaceae
Indusium schildförmig, in der Mitte angewachsen.   ► 34
34 (33)
Nerven auf der Blattunterseite netzartig verbunden; Sori auf den Fiederchen zerstreut oder in 4 bis 8 Reihen. 
Dryopteridaceae
Nerven auf der Blattunterseite frei endend; Sori auf den Fiederchen in 2 Reihen. 
Dryopteridaceae