Manuskript:Salix

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(Gattung)

Salix (Weide)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Zwergsträucher mit unterirdischem oder kriechendem Stamm: die aufgerichteten Zweige < 5 cm hoch. Kätzchen zumindest teilweise endständig, Kätzchen und Blätter gleichzeitig   ► 2
Kleinsträucher, Sträucher oder Bäume: > 5 cm hoch. Kätzchen alle seitlich   ► 5
2 (1)
Blattunterseite grau bis weiss, behaart. Blattstiel 8–25 mm lang. Frucht behaart 
Salix reticulata L. – Netz-Weide
Cp; 1–4 cm — subalpin–alpin;
kalkreiche Schneetälchen, feuchte Schuttfluren
; Arabidion caerulae, Thlaspion rotundifolii; Arktisch-alpin
SaliReti Carp 1.tif
Blattunterseite grün, kahl. Blattstiel 1–5 mm lang. Frucht kahl   ► 3
3 (2)
Blätter rundlich, 1–1,5x so lang wie breit, mit entfernt stehenden, sehr feinen Zähnen. Verholzende Sprosse unterirdisch kriechend (nur Jungtriebe und Blätter oberirdisch) 
Salix herbacea L. – Kraut-Weide
G-Cp; 2–8 cm — alpin;
feuchte, eher kalkarme Schneetälchen, humusreiche Schuttfluren
; Salicion herbaceae; Arktisch-alpin
SaliHerb Lf 1.tif
Blätter verkehrt eiförmig bis lang rhombisch, gestutzt, ganzrandig, selten an der Basis undeutlich gezähnt. Verholzende Sprosse oberirdisch, flach am Boden ausgebreitet   ► 4
4 (3)
Die grössten Blätter länger als 12 mm, stumpf oder ausgerandet, mit 4–6 Seitennerven. Weibliche Kätzchen mit 8–20 Blüten, 5–15 mm lang gestielt. Männliche Kätzchen 2–5 mm lang gestielt 
Salix retusa L. – Stumpfblättrige Weide
Cp; 10–30 cm — (montan–) subalpin–alpin;
kalkreiche Schneetälchen, Gebirgsrasen, Schuttfluren
; Arabidion caerulae, Thlaspion rotundifolii, Seslerion; Mittel- und südeuropäisch
SaliRetu Lf 1.tif
Die grössten Blätter im Allgemeinen nicht länger als 10 mm, selten an der Spitze ausgerandet, mit 2–4 Seitennerven. Weibliche Kätzchen mit 2–10 Blüten, fast sitzend. Männliche Kätzchen fast sitzend 
Salix serpillifolia Scop. – Quendelblättrige Weide
Cp; 10–20 cm — (subalpin–) alpin;
pionierhafte Felsrasen, Schuttfluren, Alluvionen
; Drabo-Seslerion, Elynion, Drabion hoppeanae, Arabidion caerulae; Südeuropäisch
SaliSerp Lf 1.tif
5 (1)
Sträucher oder Bäume mit aufrechten oder abstehenden Ästen   ► 6
Trauerweiden: Zierbäume mit hängenden Ästen, selten verwildert 
Salix babylonica aggr.
a
Junge Triebe gelblich. Blattstiel mit Drüsen 
Salix ×sepulcralis Simonk. – Trauerweide
5–10 (–20) m — Stammt aus Japan; kultivierter Neophyt
Junge Triebe rotbräunlich. Blattstiel ohne Drüsen 
Salix babylonica L. – Echte Trauerweide
6 (5)
Blätter schmal lanzettlich, (6–)8–20x so lang wie breit. Blattunterseite dicht behaart, daher grau oder silbrig. Blattrand zurückgerollt, ganzrandig oder höchstens entfernt und fein gesägt   ► 7
Blätter lanzettlich bis oval, meist nicht mehr als 6x so lang wie breit   ► 8
7 (6)
Blattunterseite dicht kraus, weissfilzig, matt behaart. Blattoberseite derb lederig, mit eingesenkten Nerven. Fruchtknoten kahl 
Salix elaeagnos Scop. – Lavendel-Weide
Ph-P; –16 m — kollin–montan (–subalpin);
Ufer, Weidengebüsche, Alluvionen, Auenwälder
; Salicion elaeagni, Alnion incanae, Salicion albae; Mittel- und südeuropäisch
SaliElea Carp 1.tif
Blattunterseite seidig behaart, glänzend (Haare parallel zu den Seitennerven). Blattoberseite nicht derb lederig, mit ± flachen Nerven. Fruchtknoten behaart 
Salix viminalis L. – Korb-Weide
Ph-P; 2–4 (–10) m — kollin–montan;
Flussufer, Weidengebüsche, Auenwälder
; Salicion albae, Salicion elaeagni; Eurasiatisch
SaliVimi Carp 1.tif
8 (6)
Blätter länglich bis lanzettlich, oberhalb der Mitte am breitesten und gezähnt, am Grund ganzrandig, beiderseits völlig kahl, matt, unterseits bereift, beim Trocknen schwarz werdend. Nebenblätter stets fehlend. Blätter und Knospe oft gegenständig 
Salix purpurea L. – Purpur-Weide
–6 m —
Flussufer, feuchte Weidengebüsche, Alluvionen
; Salicion elaeagni, Salicenion waldsteinianae, Alnion incanae
SaliPurp Carp 1.tif
Blätter anders gestaltet. Nebenblätter fehlend oder gut entwickelt. Blätter und Knospe nie gegenständig   ► 9
9 (8)
Zweige dunkelrot, (1-) 2- bis 3-jährige Zweige fast stets abwischbar blaugrau bereift. Rindenbast gelb 
Salix daphnoides Vill. – Reif-Weide
Ph-P; –10 m — (kollin–) montan (–subalpin);
Ufer, Weidengebüsche, Auenwälder
; Salicion elaeagni, Alnion incanae; Mitteleuropäisch
SaliDaph Carp 1.tif
Junge Zweige ohne blauen Reif   ► 10
10 (9)
Blattstiel in der Nähe des Spreitenansatzes mit Drüsen. Blattspreiten breit lanzettlich bis lanzettlich, oft lang zugespitzt, regelmässig gesägt. Nervennetz nicht vertieft   ► 11
Salix Glands 1.tif
Blattstiel ohne Drüsen   ► 15
11 (10)
Blattstiel in der Nähe des Spreitenansatzes mit 2–5 Paar Drüsen. Junge Blätter klebrig und balsamisch duftend. Blätter kahl, auffällig dicht und mit abstehenden Drüsen gezähnt, oberseits dunkelgrün, stark glänzend, unterseits grün. Staubblätter 5 
Salix pentandra L. – Lorbeer-Weide
Ph-P; –12 m — (kollin–) subalpin;
feuchte Weidengebüsche, Flussufer, Moore
; Salicenion waldsteinianae, Alnion incanae, Salicion cinereae; Eurasiatisch
Blattstiel in der Nähe des Spreitenansatzes mit 1(–2) Paar Drüsen. Junge Blätter weder klebrig noch duftend. Blätter kahl oder behaart, mit kaum abstehenden Drüsen gezähnt   ► 12
12 (11)
Rinde des Stammes sich in schildförmigen Fetzen ablösend (neue Rinde zimtfarben). Blätter fein gesägt, völlig kahl, länglich bis elliptisch mit kurzer Spitze. Nebenblätter stets deutlich ausgebildet. Staubblätter 3 
Salix triandra L. – Mandel-Weide
Ph-P; –5 m — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche Alluvionen, Weidengebüsche
; Salicion elaeagni, Salicion albae; Eurasiatisch
Rinde des Stammes sich nicht ablösend. Blätter kahl oder behaart, schmal lanzettlich bis lanzettlich oder eilanzettlich mit lang ausgezogener Spitze. Nebenblätter nicht ausgebildet oder nur 3–5 mm lang   ► 13
13 (12)
1- bis 3-jährige Zweige und junge Äste zäh, an der Verbindungsstelle nicht leicht brechend, rötlich braun oder rötlich. Nebenblätter rudimentär, schmal lanzettlich bis lineal. Blätter unterseits dicht seidenhaarig, schimmernd (± verkahlend im Spätsommer), oberseits ± licht seidig behaart, selten völlig verkahlend. Zweige zäh, spitzwinkelig abzweigend, spitzenwärts anliegend behaart. Fruchtknoten kahl 
Salix alba L. – Silber-Weide
P; –20 m — kollin (–montan);
Auenwälder, Ufer
; Salicion albae; Eurasiatisch
SaliAlba Carp 1.tif
1- bis 3-jährige Zweige und junge Äste an der Verbindungsstelle ± leicht abbrechend, grünlich grau oder gelblich bis elfenbeinfarben, selten rötlich grün. Nebenblätter blattartig, mit deutlich ungleich langen Rändern. Blätter unterseits spärlich behaart oder kahl, oberseits ± kahl bis völlig kahl   ► 14
14 (13)
Junge (1- bis 3-jährige) Äste, Knospen und Blätter behaart oder im Alter verkahlend. Äste an der Verbindungsstelle ± leicht brechend. Blätter unterseits blaugrün, mit auf beiden Seiten in gleicher Dichte vorhandenen Stomaten. Kätzchen schlank, mit locker stehenden Blüten und sichtbar bleibender Achse. Fruchtknoten kahl. Alter Name Salix ×rubens neuerdings ungültig 
Salix ×fragilis L. – Bruch-Weide
P; –15 m — kollin (–montan);
Flussufer, Auenwälder
; Salicion albae; Europäisch-westasiatisch; Neophyt
SaliFrag Carp 1.tif
Junge (1- bis 3-jährige) Äste, Knospen und Blätter kahl. Äste an der Verbindungsstelle leicht brechend. Blätter grün oder unterseits heller. Stomaten nur unter- oder oberseits nur an der Spitze und entlang der Nerven. Kätzchen dicker, mit dichter stehenden Blüten und teilweise verdeckter Achse. Alter Name Salix fragilis neuerdings ungültig 
Salix euxina I. V. Belyaeva – Knack-Weide
15 (10)
Blätter stets kahl (auch jung), oberseits bereift, matt, < 4 cm lang. Blattrand zurückgerollt, ganzrandig   ► 16
Blätter anders gestaltet   ► 17
16 (15)
Strauch mit oberirdischen, niederliegenden bis aufsteigenden Sprossen. Seitennerven getrockneter Blätter oberseits ± vorspringend. Fruchtknoten behaart 
Salix caesia Vill. – Blaugrüne Weide
Ph; 30–100 cm — subalpin–alpin;
wechselfeuchte, steinige Weidengebüsche, Alluvionen, Quellfluren, Bachufer
; Salicenion waldsteinianae; Alpin
SaliCaes Carp 1.tif
Zwergstrauch mit unterirdisch kriechenden, an der Spitze bogig aufsteigenden Zweigen. Seitennerven getrockneter Blätter oberseits ± flach oder eingesenkt. Fruchtknoten kahl 
Salix myrtilloides L. – Heidelbeerblättrige Weide
Cp; 30–50 cm — montan;
moorige, oft wechselfeuchte Weidengebüsche
; Salicion cinereae; Eurosibirisch
SaliMyrt Carp 2.tif
17 (15)
Kleine Sträucher < 50 cm. Blätter < 4 cm lang, unterseits nicht bereift, beiderseits behaart, später ± verkahlend, gleichfarbig grün, glänzend   ► 18
Nicht alle diese Merkmale zutreffend   ► 19
18 (17)
Blattrand ganzrandig (selten mit einzelnen schwachen Drüsenzähnen). Blätter unterseits stärker glänzend als oberseits, jung beiderseits dicht seidenhaarig, später ± verkahlend, meist nur am Rand lang bewimpert bleibend 
Salix alpina Scop. – Alpen-Weide
Ph; 10–30 cm — subalpin–alpin;
kalkreiche Alluvionen, Weidengebüsche, Gebirgsrasen
; Salicenion waldsteinianae; Ostalpin
SaliBrev Carp 1.tif
Blattrand dicht und fein gezähnt oder zumindest dicht drüsenrandig. Blätter oft stark verkahlend (meist nur die Mittelrippe unterseits behaart bleibend) oder oberseits dichter als unterseits behaart. (Salix foetida unterscheidet sich durch seine bereifte und matte Blattunterseite). Fruchtknoten behaart 
Salix breviserrata Flod. – Kurzzähnige Weide
Ph; 20–30 cm — subalpin–alpin;
wechselfeuchte Weidengebüsche, Schuttfluren, Moränen
; Salicenion waldsteinianae; Südeuropäisch
SaliBrev Carp 1.tif
19 (17)
Ausgewachsene Blätter unterseits behaart (Behaarung dicht bis zerstreut, zumindest auf den Nerven)   ► 20
Ausgewachsene Blätter unterseits völlig kahl oder höchstens mit einzelnen Haaren (bei S. foetida und S. waldsteiniana höchstens spitzenwärts anliegend behaart)   ► 31
20 (19)
Niedrige Sträucher von 0,1–1(–1,8) m. Blätterunterseite matt weisslich grau bis silbrig-seidenhaarig. Nebenblätter meist nicht ausgebildet oder max. 2–3(–5) mm lang, lanzettlich   ► 21
Sträucher oder Bäume von (0,5–)2–10 m. Nebenblätter meist ausgebildet, 3–10 mm lang, meist ± halb herzförmig   ► 25
21 (20)
Kriechsträucher mit bewurzelten, holzigen Bodensprossen, nur die Seitensprosse oberirdisch, aufrecht bis aufsteigend. Kollin bis montan   ► 22
Sträucher mit oberirdischen, aufrechten bis aufsteigenden Sprossen. Subalpin bis alpin   ► 24
22 (21)
Blätter 4–10x so lang wie breit, grösste Breite in oder unter der Mitte. Blattrand ganzrandig (selten gesägt), flach oder zurückgerollt 
Salix rosmarinifolia L. – Rosmarin-Weide
Blätter 2–4x so lang wie breit, grösste Breite in oder über der Mitte. Blattrand ganzrandig bis entfernt gesägt, meist zurückgerollt   ► 23
23 (22)
Blätter meist ≥ 2,5x so lang wie breit, oberseits verkahlend oder wenig behaart. Fruchtknoten behaart. Moorpflanze 
Salix repens L. – Moor-Weide
Cp; –0.5 m — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche Flachmoore, moorige Gebüsche
; Salicion cinereae, Caricion davallianae; Europäisch
SaliRepe Carp 1.tif
Blätter meist ≤ 2,5x so lang wie breit, oberseits ± seidenhaarig bleibend. Küstenpflanze sandiger Böden, in der Schweiz nur selten als Zierpflanze zu finden 
Salix arenaria L. – Sand-Weide
24 (21)
Blattunterseite dicht weissfilzig, matt (nur jung seidenhaarig glänzend), nicht wachsig bereift. Blattoberseite meist rasch verkahlend und sattgrün glänzend, seltener flaumig und matt. Tragblätter deutlich zweifarbig, mit deutlicher schwärzlicher Spitze. Staubfäden kahl 
Salix helvetica Vill. – Schweizer Weide
Ph; 0.5–1.5 m — subalpin–alpin;
kalkarme, oft wechselfeuchte Weidengebüsche
; Salicenion waldsteinianae; Alpin-pyrenäisch
SaliHelv Stam 1.tif
Blattunterseite ± dicht seidig behaart, schwach glänzend, unter den Haaren schwach weisslich bereift. Blattoberseite matt, bläulich bereift, mit längs gerichteten Seidenhaaren, diese bleibend. Tragblätter fast bis zur Spitze hell, Spitze bzw. Saum oft purpurn. Staubfäden an der Basis behaart 
Salix glaucosericea Flod. – Seidenhaarige Weide
Ph; –0.7 m — subalpin–alpin;
kalkarme, oft wechselfeuchte Weidengebüsche
; Salicenion waldsteinianae; Alpin
SaliGlau Stam 1.tif
25 (20)
Holz der 2- bis 4-jährigen, entrindeten Triebe mit 6–30 mm langen Striemen (meist zahlreich und auffällig)   ► 26
Holz der 2- bis 4-jährigen, entrindeten Triebe ohne Striemen oder höchstens mit 3–6 mm langen, undeutlichen und vereinzelten Striemen   ► 28
26 (25)
Blätter oberseits kahl, unterseits hellgrau mit dichtem Wachsbelag, mit krauser Behaarung auf dem Hauptnerv, ein Teil dieser Haare ab Sommer rotbraun werdend. Blätter beim Trocknen schwarz werdend. Fruchtknoten kahl bis schwach behaart 
Salix apennina A. K. Skvortsov – Apenninen-Weide
Ph; 1.5–4 m — kollin–subalpin;
feuchte Weidengebüsche, Moore
; Salicion cinereae; Apenninisch
SaliApen Carp 2.tif
Blätter oberseits kahl oder zerstreut kurz grau behaart, unterseits weich flaumig behaart (selten verkahlend). Blätter beim Trocknen nicht schwarz werdend. Fruchtknoten dünn anliegend bis filzig behaart   ► 27
27 (26)
Blätter höchstens 2x so lang wie breit, oberseits stark runzelig. Ein- bis zweijährige Zweige kahl oder zerstreut flaumig. Fruchtknoten behaart 
Salix aurita L. – Ohr-Weide
Ph; –2 m — kollin–subalpin;
feuchte Gebüsche, Moore, Moorwälder
; Salicion cinereae, Alnion glutinosae, Betulion pubescentis; Europäisch
SaliAuri Carp 1.tif
Blätter 2–4x so lang wie breit, oberseits wenig runzelig. Ein- bis zweijährige Zweige kurz grau-samtig. Fruchtknoten behaart 
Salix cinerea L. – Grau-Weide
Ph; 1.5–4 m — kollin–montan;
feuchte Gebüsche, Moorwälder
; Salicion cinereae, Alnion glutinosae, Betulion pubescentis; Eurasiatisch
SaliCine Carp 1.tif
28 (25)
Blattunterseite bereift mit grüner Blattspitze (gelegentlich auch auf der ganzen Fläche grün), nur an den Rippen oder über die gesamte Fläche licht von ± geraden Haaren behaart (alle Haare immer silbrig, nicht rotbraun werdend). Nervatur kaum hervortretend. Blätter beim Trocknen meist schwarz werdend. Fruchtknoten kahl 
Salix myrsinifolia Salisb. – Schwarzwerdende Weide
2–5 m — kollin–subalpin; Eurosibirisch
SaliMyrs Carp 1.tif
Blattunterseite ohne grüne Spitze, vor allem mit krausen Haaren behaart. Nervatur meist deutlich hervortretend. Blätter beim Trocknen selten schwarz werdend   ► 29
29 (28)
Blätter meist < 2x so lang wie breit, rundlich bis elliptisch, grösste Breite unter oder in der Mitte, die meisten < 9 cm lang und mit weniger als 15 Paar Seitennerven. Fruchtknoten behaart 
Salix caprea L. – Sal-Weide
Ph-P; –9 m — kollin–subalpin (–alpin);
nährstoffreiche, oft wechselfeuchte Pionierwälder, Gebüsche, Ufer
; Sambuco-Salicion, Fraxinion; Eurasiatisch
SaliAppend Carp 1.tif
Blätter meist ≥ 2x so lang wie breit, verkehrt eiförmig bis verkehrt eilanzettlich, grösste Breite meist über der Mitte, einige Blätter > 9 cm lang und mit mehr als 15 Paar Seitennerven   ► 30
30 (29)
Zweige schwach knotig, schnell verkahlend, diesjährige Zweige flaumig, vorjährige Zweige kahl oder fast kahl. Blätter runzelig (oberseits eingesenkt). Ausgewachsene Blätter unterseits bereift, dicht bis zerstreut behaart. Blätter beim Trocknen nicht schwärzend. Nervennetz engmaschig. Nebenblätter 5–10 mm lang, halbherz-nierenförmig. Fruchtknoten behaart 
Salix appendiculata Vill. – Grossblättrige Weide
Ph-P; –6 m — (kollin–) montan–subalpin;
wechselfeuchte Gebüsche, Ufer, Pionierwälder, Waldränder
; Alnenion viridis, Alnion incanae, Salicenion waldsteinianae, Sambuco-Salicion; Mitteleuropäisch
SaliAppend Carp 1.tif
Zweige stark knotig, erst im 2. oder 3. Jahr verkahlend, diesjährige Zweige weisslich wollig-filzig, vorjährige Zweige samtig oder flaumig behaart. Blätter flach (oberseits kaum eingesenkt). Ausgewachsene Blätter unterseits weisslich bläulich, flaumig. Nervennetz weitmaschig. Blätter beim Trocknen leicht schwarz werdend. Nebenblätter 2–3(–5) mm lang, schief eilanzettlich 
Salix laggeri Wimm. – Flaum-Weide
Ph; 1–2 (–3) m — subalpin;
kalkarme, oft wechselfeuchte Weidengebüsche, Grünerlengebüsche
; Salicenion waldsteinianae; Mittelalpin
SaliLagg Carp 1.tif
31 (19)
Blätter beiderseits matt, oberseits hellgrün, unterseits blassgrün-weisslich bis bereift. Blattränder fein und gleichmässig gesägt, aber ganzrandig im vordersten Viertel. Blätter dünn. Nervennetz sehr fein. Jungtriebe am Grund auffällig langbärtig. Kätzchen auffällig gross, meist breiter als 6 mm, die weiblichen bis 8 cm lang. Fruchtknoten stets völlig kahl 
Salix hastata L. – Spiessblättrige Weide
Ph; 0.5–1.5 m — montan–subalpin (–alpin);
frische, oft wechselfeuchte Weidengebüsche, Bergweiden, Grünerlengebüsche
; Salicenion waldsteinianae, Caricion ferrugineae, Alnenion viridis; Eurosibirisch
SaliHast Carp 1.tif
Blätter deutlich zweifarbig, oberseits (schwach) glänzend, unterseits stets bläulich bereift. Spreite rundherum gekerbt, gesägt oder gezähnt (seltener ganzrandig). Blätter dünn oder derb. Nervennetz grob. Jungtriebe nicht bärtig (nur bei S. starkeana flaumig behaart)   ► 32
32 (31)
Niedrige Sträucher, meist < 50 cm, selten 1 m hoch. Blätter dünn, ganzrandig oder gezähnt, ca. 3 cm lang, anfangs behaart, später völlig verkahlend, oberseits glänzend, unterseits bereift, matt. Nebenblätter gut entwickelt, rhombisch bis halb nierenförmig, grob drüsig. Jungtriebe flaumig behaart. Fruchtknoten weissgrau-filzig behaart 
Salix starkeana Willd. – Bleiche Weide
20–100 cm — montan;
Moore, wechselfeuchte Wiesen
; Calluno-Genistion, Molinion, Salicion cinereae
Nicht alle diese Merkmale zutreffend   ► 33
33 (32)
Blattunterseite bereift mit grüner Blattspitze (gelegentlich auch auf der ganzen Fläche grün), nur an den Rippen oder über die gesamte Fläche licht behaart, oberseits schwach glänzend. Ausgewachsene Blätter ± dünn und zart, beim Trocknen meist schwarz werdend. Zweige samtig kurz behaart, bisweilen auch ± kahl. Fruchtknoten kahl oder licht behaart 
Salix myrsinifolia Salisb. – Schwarzwerdende Weide
2–5 m — kollin–subalpin; Eurosibirisch
SaliMyrs Carp 1.tif
Blattunterseite ohne grüne Spitze, zur Gänze bläulich bereift. Ausgewachsene Blätter etwas dick und zäh, beiderseits völlig kahl, beim Trocknen nicht schwarz werdend (ausser S. glabra). Zweige kahl   ► 34
34 (33)
Blätter oberseits auffällig stark lackartig glänzend, unterseits stark bereift. Blattrand ± regelmässig gezähnt-gesägt. Blätter beim Trocknen schwärzend. Fruchtknoten kahl 
Salix glabra Scop. – Kahle Weide
Ph; 0.5–1.5 m — montan–subalpin;
kalkreiche, oft wechselfeuchte Weidengebüsche
; Salicenion waldsteinianae; Ostalpin
SaliGlab Carp 1.tif
Blätter oberseits mässig glänzend, unterseits schwach bis stark bereift. Blätter beim Trocknen nicht schwärzend. Fruchtknoten behaart   ► 35
35 (34)
Blätter klein, 1–3(–4) cm lang, spitzig elliptisch bis breit lanzettlich, spät verkahlend und unterseits oft lang locker anliegend behaart. Blattrand dicht und scharf gesägt-gezähnt mit auffälligen hellen Drüsen. Nebenblätter eilanzettlich, drüsig, 0,5–3 mm lang 
Salix foetida DC. – Stink-Weide
Ph; –1.5 m — subalpin–alpin;
wechselfeuchte Weidengebüsche, Ufer, Alluvionen
; Salicenion waldsteinianae, Epilobion fleischeri; Alpin-pyrenäisch
SaliFoet Carp 1.tif
Blätter meist grösser, (2–)3–9 cm lang, unterseits früh verkahlend. Blattrand ganzrandig bis entfernt gesägt, bei S. waldsteiniana mit kleinen und unauffälligen Drüsen besetzt   ► 36
36 (35)
Nebenblätter meist vorhanden, 2–5 mm lang, halb herzförmig. Blätter 3–9 cm lang, mit abgerundeter oder stumpfer Basis. Blattstiel 6–20 mm lang. Blattrand ± grob gesägt-gezähnt bis gekerbt oder fast ganzrandig 
Salix ×hegetschweileri Heer – Hegetschweilers Weide
Ph; 1–3 m — (montan–) subalpin;
wechselfeuchte, eher kalkarme Flussufer, Weidengebüsche
; Salicenion waldsteinianae; Alpin
SaliHege Carp 1.tif
Nebenblätter fehlend oder schwach entwickelt, bis 1 mm lang. Blätter meist mit keilförmiger, selten abgerundeter Basis. Blattstiel (2–)4–6(–8) mm lang   ► 37
37 (36)
Blattrand entfernt gekerbt-gesägt, drüsig (unauffällige, kleine, dunkle Drüsen), an Langtrieben ausgebissen gezähnt, die unteren Blätter oft fast ganzrandig. Blätter 2–5 cm lang, unterseits kahl, aber oft lang anliegend behaart an der Spitze, elliptisch bis verkehrt eiförmig bis eilanzettlich. Seitennerven getrockneter Blätter oberseits hervortretend 
Salix waldsteiniana Willd. – Waldsteins Weide
Ph; 0.4–2 m — subalpin;
feuchte Weidengebüsche, Alluvionen, Schuttfluren, Grünerlengebüsche
; Salicenion waldsteinianae, Alnenion viridis; Mittel- und südosteuropäisch
SaliWald Carp 2.tif
Blattrand ganzrandig bis entfernt und seicht gesägt. Blätter 3–6 cm lang, unterseits kahl, verkehrt eilanzettlich bis breit lanzettlich. Seitennerven getrockneter Blätter oberseits flach oder schwach eingesenkt 
Salix bicolor Willd. – Zweifarbige Weide
Ph; –3 m — montan–subalpin;
feuchte Weidengebüsche, Ufer, Alluvionen
; Salicenion waldsteinianae; Mittelalpin
SaliBico Carp 1.tif