Manuskript:Ranunculus

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(Gattung)

Ranunculus (Hahnenfuss)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Kelchblätter 3(–4), Kronblätter 8–10. Stängel niederliegend, in den unteren Blattwinkeln nach der Blütezeit meist mit kugeligen Brutknöllchen. Blätter rundlich bis herzförmig 
Ranunculus ficaria L. – Scharbockskraut
(= Ficaria verna)
G; 5–30 cm — kollin–montan (–subalpin);
frische Laubwälder, Gebüsche, Auenwälder
; Fagetalia, Fraxinion, Lunario-Acerion, Aegopodion + Alliarion; Eurasiatisch
a
Pflanze mit Brutknöllchen, v.a. nach der Blütezeit. Blüte 1,5–2,5 cm breit. Früchtchen oft nicht entwickelt 
Ranunculus ficaria L. subsp. ficaria – Knöllchen-Scharbockskraut
G; 5–20 cm —
tetraploide Sippe (2n=32)
RanuFicaFica1.tif
Pflanze ohne Brutknöllchen. Blüte 2–4 cm breit. Früchtchen meist entwickelt 
Ranunculus ficaria subsp. fertilis Laegaard – Fruchtendes Scharbockskraut
G; 10–30 cm —
diploide Sippe (2n=16)
Kelchblätter 5. Kronblätter meist 5   ► 2
2 (1)
Blüten weiss oder rötlich   ► 3
Blüten gelb   ► 16
3 (2)
Wasserpflanze mit untergetauchten, fein zerteilten Wasserblättern (selten nur mit weniger zerteilten Schwimmblättern)   ► 4
Land- und Uferpflanze   ► 10
4 (3)
Fein zerteilte Wasserblätter fehlend 
Ranunculus peltatus subsp. baudotii (Godr.) C. D. K. Cook
Brackwasser
; Neophyt
Fein zerteilte Wasserblätter vorhanden   ► 5
5 (4)
Gut entwickelte Wasserblätter 10–50 cm lang, länger als ihre Stängel-Internodien. Die fädigen Abschnitte fast parallel stehend, an der Luft schlaff zusammenfallend   ► 6
Ranunculus pinselig 1.tif
Wasserblätter kürzer als die mittleren und unteren Stängel-Internodien. Die fädigen Abschnitte im Wasser meist etwas ausgebreitet, an der Luft gespreizt bleibend oder zusammenfallend   ► 7
6 (5)
Wasserblätter 15–50 cm lang, höchstens 4-fach gegabelt. Am Stängel aufeinanderfolgende Blätter überlappen sich deutlich. Schwimmblätter stets fehlend. Blütenboden kahl 
Ranunculus fluitans Lam. – Flutender Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –6 m — kollin;
langsam fliessende, nährstoffreiche Gewässer
; Ranunculion fluitantis; Westeuropäisch
Wasserblätter ca. 10 cm lang, mehr als 4-fach gegabelt. Am Stängel aufeinanderfolgende Blätter überlappen sich nur wenig. Schwimmblätter manchmal vorhanden. Blütenboden behaart 
Ranunculus penicillatus (Dumort.) Bab. – Pinselblättriger Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –6 m — kollin–montan;
kalkreiche, langsam fliessende Gewässer
; Ranunculion fluitantis; Europäisch
7 (5)
Wasserblätter starr, an der Luft gespreizt bleibend. Umriss der Wasserblätter fast kreisrund. Frucht kaum gekielt 
Ranunculus circinatus Sibth. – Spreizender Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –1 m — kollin–montan;
kalkreiche Stillgewässer
; Nymphaeion; Europäisch-westasiatisch
RanuCirc1.tif
Wasserblätter an der Luft pinselartig zusammenfallend (bei R. peltatus subsp. baudotii oft unvollständig zusammenfallend)   ► 8
8 (7)
Schwimmblätter vorhanden 
Ranunculus aquatilis aggr. – Gemeiner Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –2 m — kollin (–montan); Weltweit verbreitet
a
Blüten 1–1,8 cm breit. Nektardrüse (an der Basis der Kronblätter) kreisrund. Fruchtstiele kürzer als das gegenüberstehende Schwimmblatt 
Ranunculus aquatilis L. – Gewöhnlicher Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; 10–150 cm — kollin–montan;
kalkreiche Stillgewässer
; Potamion, Nymphaeion; Weltweit verbreitet
Blüten 2–3 cm breit. Nektardrüse birnenförmig. Fruchtstiele länger als das gegenüberstehende Schwimmblatt 
Ranunculus peltatus Schrank – Schild-Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; 10–60 cm — kollin;
kalkarme Stillgewässer, Schwimmblattgesellschaften
; Nymphaeion; Europäisch
Früchte kahl, oberseits häutig geflügelt (bei reifen Früchten gut sichtbar). Wasserblätter an der Luft pinselartig zusammenfallend 
Ranunculus peltatus Schrank subsp. peltatus
Süsswasser
Früchte ungeflügelt, zumindest jung behaart. Wasserblätter an der Luft oft nur unvollständig zusammenfallend 
Ranunculus peltatus subsp. baudotii (Godr.) C. D. K. Cook
Brackwasser
; Neophyt
Schwimmblätter fehlend   ► 9
9 (8)
Blütenboden zur Fruchtzeit zylindrisch verlängert, mit 50–100 Früchten (Fruchtblättern). Nüsschen (reife Früchte) kahl, ca. 1 mm lang, an der Spitze fleckig. Fruchtstiele 3–5 cm lang 
Ranunculus rionii Lagger – Rions Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –1 m — kollin;
kalkreiche Teiche, Seen
; Potamion; Eurasiatisch
Blütenboden kugelig bis eiförmig, mit 5–40 Früchte. Nüsschen kahl oder behaart, 1,3–2 mm lang, selten fleckig. Fruchtstiele 1–4 cm lang 
Ranunculus trichophyllus Chaix – Haar-Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; –1 m — kollin–alpin;
stille und langsam fliessende Gewässer
a
Pflanze kräftig, nur an den unteren Stängelknoten wurzelnd. Früchte 15–35, zerstreut borstig 
Ranunculus trichophyllus Chaix subsp. trichophyllus – Gewöhnlicher Haar-Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; kollin–subalpin;
kalkreiche, eher nährstoffarme Stillgewässer, langsam fliessende Wasserläufe
; Potamion, Ranunculion fluitantis, Fontinalidion antipyreticae; Eurasiatisch-nordamerikanisch
Pflanze auffallend zart, an den meisten Stängelknoten wurzelnd. Früchte 5–16, kahl. Blüten kleistogam (oft unter Wasser blühend!) 
Ranunculus trichophyllus subsp. eradicatus (Laest.) C. D. K. Cook – Brunnen-Haar-Wasserhahnenfuss
Ah-H.ha; subalpin–alpin;
Bergseen, Seeufer
; Littorellion, Potamion; Arktisch-alpin
10 (3)
Blätter ungeteilt, ganzrandig   ► 11
Blätter geteilt oder zusammengesetzt   ► 12
11 (10)
Blätter schmal lanzettlich, kahl, matt graugrün, mit parallelen Hauptnerven. Blüten 2–3 cm breit, oft einzelne Kronblätter verkümmert 
Ranunculus kuepferi Greuter & Burdet – Wegerich-Hahnenfuss
H; 5–20 cm — (subalpin–) alpin;
magere, kalkarme Gebirgsrasen
; Nardion, Caricion curvulae; Mittel- und südwesteuropäisch
Blätter herz-eiförmig, zumindest an Grund und Rand zottig behaart, glänzend dunkelgrün, mit bogigen Hauptnerven. Blüten 1,5–2,5 cm breit 
Ranunculus parnassiifolius L. – Herzblatt-Hahnenfuss
H; 5–15 cm — alpin;
kalkreiche Schieferschuttfluren
; Thlaspion rotundifolii; Pyrenäisch-alpin;
In der Schweiz kommt nur subsp. heterocarpus P. Küpfer vor
12 (10)
Pflanze 30–130 cm hoch, ästig und vielblütig   ► 13
Pflanze 5–15(–20) cm hoch, 1- bis 5-blütig   ► 14
13 (12)
Blattabschnitte am Grund frei, Mittellappen am Grund fast gestielt. Blütenstiele behaart. Stängel abstehend ästig, Äste meist mehr als 45° voneinander spreizend 
Ranunculus aconitifolius L. – Eisenhutblättriger Hahnenfuss
H; 20–60 cm — (kollin–) montan–subalpin (–alpin);
nährstoffreiche Nasswiesen, feuchte Hochstaudenfluren
; Calthion, Adenostylion; Mittel- und südeuropäisch
RanuAcon1.tif
Blattabschnitte am Grund verbunden. Mittellappen am Grund ohne Stielansatz. Blütenstiele kahl. Stängel aufrecht ästig, Äste meist weniger als 45° voneinander spreizend 
Ranunculus platanifolius L. – Platanenblättriger Hahnenfuss
H; 50–130 cm — (montan–) subalpin;
mässig feuchte Hochstaudenfluren, Bergwälder
; Adenostylion, Alnenion viridis, Lunario-Acerion; Europäisch
RanuPlat1.tif
14 (12)
Kelchblätter dicht rotbraun behaart, wie die Kronblätter bis zur Fruchtreife bleibend. Stängel, Blattstiel und Kronblätter oft rötlich verfärbt. Blätter fleischig, 3-teilig, Abschnitte tief fiederspaltig 
Ranunculus glacialis L. – Gletscher-Hahnenfuss
H; 5–20 cm — alpin;
kalkarme Schuttfluren, Moränen
; Androsacion alpinae; Eurarktisch-alpin
Kelchblätter kahl oder schwach behaart, wie die Kronblätter bald abfallend   ► 15
15 (14)
Pflanze kahl. Blätter dicklich, glänzend, 3- bis 5-teilig, mit flachen vorne gekerbten Abschnitten, daher zweidimensional erscheinend 
Ranunculus alpestris L. – Alpen-Hahnenfuss
H; 5–15 cm — (montan–) subalpin–alpin;
feuchte, kalkreiche Gebirgsrasen, Schneetälchen
; Arabidion caerulae, Thlaspion rotundifolii, Seslerion; Mittel- und südeuropäisch
Pflanze weiss-zottig behaart, verkahlend. Blätter dicklich, matt, stark eingeschnitten, mit etwas gefalteten Abschnitten, daher immer etwas dreidimensional erscheinend 
Ranunculus seguieri Vill. – Séguiers Hahnenfuss
H; 5–15 cm — alpin;
kalkreiche, feinerdereiche Schuttfluren, Grate
; Thlaspion rotundifolii, Drabion hoppeanae; Alpin-apenninisch
16 (2)
Blätter graugrün bereift, etwas lederig, unterstes Stängelblatt rundlich oder nierenförmig, gezähnt oder am Ende mit 3–5 spitzen Zähnen, höchstens kurz gestielt   ► 17
Blätter nicht graugrün bereift, nicht lederig, ganzrandig oder geteilt, wenn rundlich bzw. nierenförmig, dann lang gestielt   ► 18
17 (16)
Blühende Pflanze ohne grundständige Blätter. Stängel über der Mitte mit einem grossen, runden bis nierenförmigen, fein gezähnten Blatt, 4–8 cm breit, darüber noch kleinere Blättchen 
Ranunculus thora L. – Schildblättriger Hahnenfuss
H; 10–25 (–40) cm — montan–subalpin (–alpin);
trockene, kalkreiche Gebirgsrasen, Schuttfluren, Legföhrenbestände
; Seslerion, Ericion, Petasition paradoxi; Mittel- und südeuropäisch
Blühende Pflanze mit 1–2 grundständigen Blättern. Unterstes Stängelblatt gestielt, breit nierenförmig, 2–3 cm breit, am Ende mit 3–5 Zähnen oder spitzen Lappen 
Ranunculus hybridus Biria – Bastard-Hahnenfuss
H; 5–15 cm — alpin;
kalkreiche, felsige Gebirgsrasen, Felsen
; Seslerion, Drabo-Seslerion; Südostalpin
18 (16)
Alle Blätter ungeteilt, schmal, meist ganzrandig   ► 19
Alle Blätter geteilt oder höchstens die grundständigen ungeteilt   ► 22
19 (18)
Stängel straff aufrecht   ► 20
Stängel niederliegend oder aufsteigend   ► 21
20 (19)
Pflanze 5–25 cm hoch, verzweigt, am Grund mit dichtem Faserschopf. Früchtchen körnig, unberandet, einen eiförmigen bis zylindrischen Kopf bildend 
Ranunculus gramineus L. – Grasblättriger Hahnenfuss
H; 5–25 cm — kollin–montan;
kalkreiche Trockenrasen, Felsensteppen
; Stipo-Poion; Westmediterran
Pflanze 50–130 cm hoch, reich verzweigt. Blätter bis 25 cm lang. Blüten 2–4 cm breit. Früchtchen glatt, berandet 
Ranunculus lingua L. – Grosser Sumpf-Hahnenfuss
G; 50–150 cm — kollin (–montan);
Teiche, Seeufer, Gräben
; Phragmition, Magnocaricion; Eurasiatisch
21 (19)
Stängel aufsteigend, oft fast aufrecht, nicht oder nur an den untersten Knoten wurzelnd. Untere Blätter lang gestielt, eiförmig, obere lanzettlich, mit bewimperten Öhrchen. Blüten (0,8–)1–1,5 cm breit. Fruchtschnabel kurz, nicht gekrümmt 
Ranunculus flammula L. – Kleiner Sumpf-Hahnenfuss
H; 15–75 cm — kollin–montan (–subalpin);
wechselfeuchte Gräben, Nasswiesen, Wegränder, Moore
; Calthion, Bidention, Caricion davallianae, Caricion fuscae; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Stängel auf der ganzen Länge niederliegend und wurzelnd, gliederbogig gekrümmt. Blätter lineal-lanzettlich, oft mit unbewimperten Öhrchen. Blüten 0,6–1 cm breit. Fruchtschnabel hakig gekrümmt 
Ranunculus reptans L. – Wurzelnder Sumpf-Hahnenfuss
H; 5–50 cm — kollin–subalpin;
wechselfeuchte Pionierfluren, Seeufer
; Littorellion, Nanocyperion; Eurosibirisch-nordamerikanisch
22 (18)
Fruchtköpfchen länglich zylindrisch aus bis zu 100 Früchtchen. Stängel hohl, gefurcht, stark verzweigt, kahl. Blüten klein, hellgelb 
Ranunculus sceleratus L. – Gift-Hahnenfuss
T; 10–90 cm — kollin (–montan);
nährstoffreiche, wechselfeuchte Äcker, Wegränder, Ufer, Gräben
; Bidention; Eurasiatisch
Fruchtköpfchen kugelig aus 4–30 Früchtchen. Stängel höchstens am Grund etwas hohl   ► 23
23 (22)
Kelch zurückgeschlagen   ► 24
Ranunculus Kelch 1.tif
Kelch waagrecht oder abstehend   ► 25
Ranunculus Kelch 2.tif
24 (23)
Blütendurchmesser 2–3 cm. Stängel oben anliegend, unten abstehend behaart, am Grund zwiebelartig verdickt. Früchtchen ohne Höcker 
Ranunculus bulbosus L. – Knolliger Hahnenfuss
H; 10–50 cm — kollin–subalpin;
kalkreiche Halbtrockenrasen, Krautsäume
; Mesobromion, Geranion sanguinei; Europäisch
RanuBulb1.tif
Blütendurchmesser 1–1,5(–2) cm. Stängel abstehend behaart, am Grund nicht verdickt. Früchtchen mit Höckern 
Ranunculus sardous Crantz – Sardischer Hahnenfuss
H.ha-T; 10–30 cm — kollin (–montan);
wechselfeuchte Wegränder, Äcker, Pionierfluren
; Bidention, Agropyro-Rumicion; Mediterran
RanuSard1.tif
25 (23)
Früchtchen 4–30, mit Stacheln oder Höckern   ► 26
Früchtchen zahlreich, ohne Stacheln   ► 28
26 (25)
Früchtchen mit Höckern (Papillen), Höcker mit je einer hakigen Borste. Blatt nierenförmig, gestielt, die Spreite gelappt und gezähnt ca. 1–2 cm lang. Blüten 5–7 mm breit 
Ranunculus parviflorus L. – Kleinblütiger Hahnenfuss
T; 15–30 cm — kollin;
Wegränder, Ruderalfluren
; Polygonion avicularis; Mediterran-westeuropäisch; Neophyt
RanuParv1.tif
Früchtchen mit Stacheln   ► 27
27 (26)
Früchtchen 4–8, Stacheln bis 3 mm lang. Untere Blätter 3-teilig, mit tief gespaltenen Abschnitten. Mittelabschnitte der Stängelblätter gestielt. Blüten 10–15 mm breit 
Ranunculus arvensis L. – Acker-Hahnenfuss
T; 20–60 cm — kollin–montan;
kalkreiche Äcker, Wegränder
; Caucalidion; Mediterran; Archäophyt
RanuArve1.tif
Früchtchen 12–30, Stacheln ca. 1 mm lang. Stängel dick, röhrig. Untere Blätter 2–3 cm lang, 3-teilig, Abschnitte gekerbt-gesägt. Blüten 10–12 mm breit 
Ranunculus muricatus L. – Stachelfrüchtiger Hahnenfuss
T; 5–35 cm — kollin;
wechselfeuchte Ruderalfluren, nährstoffreiche Ufer
; Mediterran; Neophyt
RanuMuri1.tif
28 (25)
Früchtchen behaart. Grundblätter im Umriss rund oder nierenförmig, zu 2–4, von den Stängelblättern stark verschieden, diese fingerförmig geteilt, wie schmale Quirlblätter aussehend. Blüte oft defekt 
Ranunculus auricomus aggr. – Gold-Hahnenfuss
H; 20–60 cm —
wechselfeuchte Auenwälder, feuchte Krautsäume
; Fraxinion, Galio-Fagenion, Convolvulion; Eurosibirisch;
Die Artengruppe umfasst zahreiche, schwer bestimmbare, apomiktische Kleinarten
Früchtchen kahl. Grundblätter nicht derart auffällig von den Stängelblättern verschieden. Blüte meist gut ausgebildet   ► 29
29 (28)
Stängel nur 1–4 cm hoch, meist von den Blättern überragt, einblütig. Blüten nur 4–9 mm breit, Früchtchen nicht über 1,5 mm. Seltene Gebirgspflanze 
Ranunculus pygmaeus Wahlenb. – Zwerg-Hahnenfuss
H; 1–5 (–10) cm — alpin;
kalkarme Schneetälchen
; Salicion herbaceae; Arktisch-alpin
Stängel höher, Blüten über 1 cm breit, Früchtchen über 1,5 mm gross   ► 30
30 (29)
Blütenstiele gefurcht   ► 31
Blütenstiele nicht gefurcht   ► 34
31 (30)
Pflanze mit oberirdischen Ausläufern. Stängel kriechend, bogig aufsteigend. Grundblatt kahl, 3-teilig, mittlerer Blattabschnitte lang gestielt 
Ranunculus repens L. – Kriechender Hahnenfuss
H; 10–50 cm — kollin–subalpin;
nährstoffreiche, oft wechselfeuchte Wegränder, Trittfluren, Ackerränder, Ufer
; Agropyro-Rumicion, Polygono-Chenopodion, Bidention; Eurasiatisch
RanuRepe1.tif
Pflanze ohne Ausläufer. Mittlerer Blattabschnitt höchstens kurz (bis 5 mm) gestielt 
Ranunculus tuberosus aggr. – Hain-Hahnenfuss
a
Stängel anfangs schief aufrecht, später niederliegend. In den Blattachseln austreibend und sich bewurzelnd. Grund- und Stängelblätter tief 3-teilig 
Ranunculus serpens Schrank – Wurzelnder Hain-Hahnenfuss
H.ha; 10–20 cm — (kollin–) montan–subalpin;
feuchte Bergwälder, pionierhafte Staudenfluren
; Lunario-Acerion, Adenostylion, Abieti-Fagenion, Abieti-Piceion; Südeuropäisch
Stängel aufrecht   ► b
b
Zipfel der grundständigen Blätter sich teilweise überlappend. Blätter bis fast zum Grund 3- bis 5-spaltig, Mittelabschnitt etwas gestielt, alle Zipfel schmal. Blatt oft gefleckt. Schnabel des Früchtchens fast halb so lang wie dieses, stark eingerollt 
Ranunculus polyanthemophyllus W. Koch & H. E. Hess – Schlitzblättriger Hain-Hahnenfuss
H; 50–100 cm — kollin (–montan);
Halbtrockenrasen, wechselfeuchte Magerrasen
; Mesobromion, Molinion; Südeuropäisch
RanuPoly1.tif
Zipfel der grundständigen Blätter sich nicht überlappend. Stängel unten abstehend, oben anliegend behaart. Blätter 3-teilig, Abschnitte 2- bis 3-lappig, oft hell gefleckt. Schnabel der Früchtchen schon jung auffallend stark eingerollt 
Ranunculus tuberosus Lapeyr. – Knolliger Hain-Hahnenfuss
(= R. nemorosus, R. polyanthemos subsp. nerorosus)
H; 20–80 cm — kollin–subalpin;
frische, oft wechselfeuchte Wiesen und Weiden, lichte Wälder
; Polygono-Trisetion, Caricion ferrugineae, Fagetalia; Europäisch
RanuTube1.tif
34 (30)
Stängel, auch oberwärts, dicht abstehend weichhaarig, reich verzweigt und vielblütig. Früchtchen mit hakig gebogenem Schnabel. Blätter gelbgrün, bis 15 cm breit, abstehend weichhaarig 
Ranunculus lanuginosus L. – Wolliger Hahnenfuss
H; 30–100 cm — (kollin–) montan–subalpin;
mässig feuchte, nährstoffreiche Laubwälder, Bergwälder, Staudenfluren
; Fagetalia, Lunario-Acerion, Adenostylion; Europäisch
RanuLanu1.tif
Stängel anliegend behaart bis kahl, höchstens am Grund abstehend behaart. Früchtchen mit geradem oder gebogenem Schnabel   ► 35
35 (34)
Pflanze 30–100 cm hoch. Blüten- und Fruchtboden kahl. Stängel reich verzweigt, vielblütig. Früchtchen mit kurzem, geradem Schnabel 
Ranunculus acris L. – Scharfer Hahnenfuss
H; 30–100 cm —
Fettwiesen und -weiden
RanuAcri1.tif
a
Blattabschnitte schmal, tief geteilt, Zipfel viel länger als breit, lineal-lanzettlich, spreizend, sich überlappend. Wurzelstock nur ca. 1 cm lang 
Ranunculus acris L. subsp. acris – Gewöhnlicher Scharfer Hahnenfuss
H; kollin–subalpin (–alpin);
nährstoffreiche Wiesen und Weiden
; Arrhenatherion, Polygono-Trisetion, Cynosurion; Eurasiatisch
Blattabschnitte breit rhombisch, Zipfel wenig länger als breit, nicht spreizend, nicht überlappend. Wurzelstock horizontal, 3–10 cm lang 
Ranunculus acris subsp. friesianus (Jord.) Syme – Fries' Scharfer Hahnenfuss
H; kollin–subalpin (–alpin);
nährstoffreiche Wiesen und Weiden
; Arrhenatherion, Polygono-Trisetion, Cynosurion; Westeuropäisch
Pflanze 5–40 cm hoch. Blüten sowie Basis und Spitze des Fruchtbodens stets behaart. Stängel nicht oder wenig verzweigt, 1- bis 3-blütig 
Ranunculus montanus aggr. – Berg-Hahnenfuss
H; 5–30 cm —
Natürliche Hybriden innerhalb der Gruppe sind selten
RanuMont2.tif
a
Junge, noch gefaltete Blätter nickend. Blütenboden vollständig behaart. Staubfäden am Grund behaart. Oberer Teil des Wurzelstocks mit feinen weissen Haaren (Lupe). Blattspreite matt, anliegend behaart 
Ranunculus breyninus Crantz – Breynes-Berg-Hahnenfuss
(= R. oreophilus)
H; 10–20 cm — (montan–) subalpin–alpin;
kalkreiche, steinige Gebirgsrasen, Schuttfluren
; Seslerion, Thlaspion rotundifolii; Mittel- und südeuropäisch
RanuBrey1.tif
Junge, noch gefaltete Blätter aufrecht. Blütenboden am Grund und an der Spitze behaart, in der Mitte kahl. Staubfäden am Grund kahl, Wurzelstock kahl   ► b
b
Unterseite der Blätter sehr dicht behaart (mind. 6 Haare pro mm2), matt, gelbgrün, mit 3 Hauptabschnitten. Hauptabschnitte meist unterhalb der Mitte am breitesten. Zipfel dreieckig, scharf zugespitzt. Stängelblatt oft nicht bis zum Grund geteilt. Fruchtschnabel 1/2–1/3 so lang wie die Frucht, über seine ganze Länge stark gebogen 
Ranunculus villarsii DC. – Villars' Berg-Hahnenfuss
H; 10–30 cm — subalpin–alpin;
magere, kalkarme Gebirgsrasen, Zwergstrauchheiden
; Nardion, Juniperion nanae; Alpen
RanuVill1.tif
Unterseite der Blätter kahl oder spärlich behaart (max. 6 Haare pro mm2). Abschnitte der Stängelblätter meist oberhalb der Mitte am breitesten (mehrere Blätter betrachten!), Zipfel stumpf. Fruchtschnabel 1/2 - 1/3 so lang die die Frucht und an der Spitze gebogen oder Fruchtschnabel < 1/3 so lang wie die Frucht   ► c
c
Stängelblätter auffallend stark und fein zerschlitzt. Abschnitte schmal, 7–15x so lang wie breit. Blattspreite vollständig kahl oder mit einzelnen «verlorenen» Haaren. Fruchtschnabel sehr kurz, weniger als 1/3 so lang wie die Frucht, anliegend und an der Spitze nicht hakenförmig 
Ranunculus carinthiacus Hoppe – Kärntner Berg-Hahnenfuss
H; 5–15 cm — montan–alpin;
steinige, kalkreiche Gebirgsrasen
; Seslerion; Mittel- und südeuropäisch
RanuCari1.tif
Stängelblätter weniger stark zerschlitzt, Abschnitte weniger als 7x so lang wie breit. Blattspreite dunkelgrün, oft glänzend, meist locker behaart, selten kahl. Fruchtschnabel 1/2–1/3 so lang wie die Frucht, an der Spitze deutlich hakenförmig 
Ranunculus montanus Willd. – Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuss
H; 10–20 cm — (montan–) subalpin–alpin;
frische, eher nährstoffreiche Bergwiesen und -weiden
; Poion alpinae, Seslerion, Caricion ferrugineae, Arabidion caeruleae; Alpen
RanuMont1.tif