Manuskript:Peucedanum

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(Gattung)

Peucedanum (Haarstrang)
By: Adrian Möhl
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 14.12.2018
Hülle mehrblättrig   ► 4
2
Zierliche Pflanze. Blätter viel länger als breit (im Umriss wie ein gotisches Fenster), 1- bis 2-fach fiederschnittig, Seitenfiedern sitzend, feinzipflig, Zipfel lang, lineal 
Peucedanum carvifolia Vill. – Kümmelblättriger Haarstrang
H; 30–80 cm — kollin (–montan);
trockenwarme Krautsäume, Wegränder, Wiesen
; Geranion sanguinei; Südeuropäisch
PeucCarv1.tif
Kräftige Hochstauden. Blätter etwa so lang wie breit, 2- bis 3-fach fiederschnittig oder 3-zählig, Seitenfiedern gestielt, mit flächigen Abschnitten und groben Zipfeln   ► 3
3 (2)
Untere Blätter 2- bis 3-fach gefiedert, Abschnitte eiförmig. Stängel dick, hohl, rotbraun. Blütenstand verzweigt, mit vielen Dolden. Kronblätter gelbgrün 
Peucedanum verticillare (L.) Mert. & W. D. J. Koch – Riesen-Haarstrang
H.ha; 1–2 (–3) m — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme, kalkreiche Schuttfluren, Föhrenwälder, Krautsäume
; Stipion calamagrostis, Geranion sanguinei; Südosteuropäisch
Untere Blätter 1- (2-)fach 3-zählig, Abschnitte breit, grossflächig, zerrieben aromatisch. Stängel hohl. Kronblätter weiss. Kann durch Ausläufer Herden bilden 
Peucedanum ostruthium (L.) W. D. J. Koch – Meisterwurz
H; 40–100 cm — (montan–) subalpin–alpin;
frische, nährstoffreiche Hochstaudenfluren, Bachufer, Läger
; Adenostylion, Rumicion alpini; Ursprünglich alpin
4 (1)
Verzweigungen der Spreite (Blattrhachis) fast rechtwinklig, bei jedem Fiederpaar auffällig abwärts geknickt, Teilblätter daher nach unten gebogen. Blätter nicht derb, dunkelgrün, fein flaumhaarig, oberseits glänzend 
Peucedanum oreoselinum (L.) Moench – Berg-Haarstrang
H; 30–100 cm — kollin–montan (–subalpin);
trockenwarme Krautsäume, Trockenrasen, Eichen-, Föhrenwälder
; Südeuropäisch
PeucOreo1.tif
Blattrhachis nicht knickig abwärtsgebogen, Verzweigungen nicht rechtwinklig (Teilblätter nach vorne gerichtet)   ► 5
5 (4)
Blattabschnitte schmal eiförmig, fast dornig gesägt. Blätter derb, oberseits matt hellgrün und unterseits blaugrün, Blattrhachis nicht auffällig geknickt 
Peucedanum cervaria (L.) Lapeyr. – Hirschwurz
H; 30–150 cm — kollin–montan;
trockenwarme, kalkreiche Krautsäume
; Geranion sanguinei; Europäisch
PeucCerv1.tif
Blatt fiederschnittig mit schmalen Zipfeln, die Endzipfel 1–4 mm breit   ► 6
6 (5)
Stängel rund, gerillt, hohl, am Grund purpurbraun. Blätter breit dreieckig, mit glatten Rändern, viele Zipfel zum Grund leicht verschmälert (vgl. die im Blatt sehr ähnliche Silaum silaus mit rauem Blattrand). Junge Pflanzen mit Milchsaft. Sumpfpflanze 
Peucedanum palustre (L.) Moench – Sumpf-Haarstrang
H.ha; 50–150 cm — kollin–montan;
Flachmoore, Grossseggenriede
; Magnocaricion; Eurosibirisch
PeucPalu1.tif
Stängel kantig gefurcht, meist markig, am Grund nicht purpurbraun. Pflanze von Trockenstandorten   ► 7
7 (6)
Stängel hohl. Blätter mit groben, 3–4 mm breiten Zipfeln. Dolden ziemlich klein, nur 6- bis 15-strahlig. Hüllblätter abstehend 
Peucedanum venetum (Spreng.) W. D. J. Koch – Venezianischer Haarstrang
H; 50–100 cm — kollin;
trockenwarme Krautsäume, Gebüsche, lichte Wälder
; Geranion sanguinei; Südeuropäisch
PeucVene1.tif
Stängel markig. Blätter mit schmalen Zipfeln (1–3 mm). Dolden gross, 15- bis 40-strahlig. Hüllblätter zurückgeschlagen. Frucht flach, oval, 6–9 mm lang, mit breit geflügelten Randrippen 
Peucedanum austriacum (Jacq.) W. D. J. Koch – Österreicher Haarstrang
50–120 cm — montan–subalpin (–alpin);
felsige, buschige Hänge in sonniger Lage, auf Kalk
PeucAust1.tif
a
Blattzipfel 2–4(–5)x so lang wie breit. Kronblätter beiderseits weiss 
Peucedanum austriacum (Jacq.) W. D. J. Koch subsp. austriacum – Österreicher Haarstrang
H.ha; (kollin–) montan (–subalpin);
frische Staudenfluren, Krautsäume
; Trifolion medii; Mittel- und südeuropäisch
PeucAustAust1.tif
Längste Blattzipfel 10–25x so lang wie breit. Kronblätter aussen schwach rosa 
Peucedanum austriacum subsp. rablense (Wulfen) Čelak. – Raibler Haarstrang
H.ha; kollin–montan (–subalpin);
trockene Krautsäume
; Trifolion medii; Südalpin
PeucAustRabl1.tif