Manuskript:Arabis

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(Gattung)

Arabis (Gänsekresse)
By: Philippe Juillerat
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Stängelblätter geöhrt, herz- oder pfeilförmig umfassend, seltener mit breitem Grund sitzend   ► 2
BrassicaceaeAmplex1.tif
Stängelblätter nicht geöhrt, am Grund verschmälert oder abgerundet   ► 6
2 (1)
Früchte bogig abwärts gekrümmt. Kronblätter gelblich weiss 
Arabis turrita L. – Turm-Gänsekresse
(= Pseudoturritis turrita)
H-H.ha; 20–80 cm — kollin–montan;
kalkreiche Gebüschsäume, lichte Wälder
; Geranion sanguinei, Berberidion, Quercion pubescenti-petraeae; Mediterran
Früchte aufrecht oder abstehend. Kronblätter weiss   ► 3
3 (2)
Mit sterilen Trieben. Kronblätter 6–18 mm lang 
Arabis alpina L. – Alpen-Gänsekresse
10–30 cm — kollin–alpin;
Schutthalden, Läger, Balmen
a
Kronblätter 6–10 mm lang. Fruchtstiele behaart. Reife Früchte 2–4 cm lang 
Arabis alpina L. subsp. alpina – Gewöhnliche Alpen-Gänsekresse
Ch; (kollin–) montan–alpin;
kalkreiche Schuttfluren, Felsen
; Petasition paradoxi, Thlaspion rotundifolii, Potentillion; Arktisch-alpin
Kronblätter 10–18 mm lang. Fruchtstiele kahl. Reife Früchte 4–7 cm lang 
Arabis alpina subsp. caucasica (Willd.) Briq. – Kaukasische Alpen-Gänsekresse
Ch; kollin–montan (–subalpin);
Gärten, Mauern
; Centrantho-Parietarion; Südosteuropäisch-kaukasisch; Neophyt
Ohne sterile Triebe. Kronblätter 3–6 mm lang   ► 4
4 (3)
Früchte vom Stängel abstehend, voneinander entfernt. Grundblätter bereits zur Blütezeit welkend   ► 5
Früchte aufrecht, dem Stängel anliegend. Grundblätter erst zur Fruchtzeit welkend 
Arabis hirsuta aggr. – Rauhaarige Gänsekresse
a
Stängelgrund mit einfachen Haaren und Gabelhaaren, ohne Kompasshaare (praktisch ungestielte, T-förmige Haare). Schotenwand mit deutlichem Mittelnerv, zumindest im unteren Teil   ► b
Stängelgrund mit anliegenden Kompasshaaren und ± anliegenden, 2- bis 4-schenkligen Gabel- bzw. Sternhaaren. Schotenwand ohne oder mit (auch im unteren Teil) kaum erkennbarem Mittelnerv   ► c
b
Stängelblätter lang geöhrt, Öhrchen 1–2 mm lang, spreizend. Reife Schoten entlang der Stängelachse, mit dem Stängel zu einem kompakten Schotenbündel zusammengedrängt. Mittelnerv der Schotenwand im oberen Teil kaum mehr erkennbar 
Arabis sagittata (Bertol.) DC. – Pfeilblättrige Rauhaar-Gänsekresse
H-T; 30–70 cm — kollin–montan;
trockene Magerrasen, Steppenrasen, Gebüsche
; Mesobromion, Stipo-Poion; Südosteuropäisch
ArabSagi1.tif
Stängelblätter höchstens 1 mm lang geöhrt (Öhrchen kaum spreizend) oder, seltener, mit breitem Grund sitzend. Reife Schoten aufrecht entlang der Stängelachse, aber weniger dicht, einzelne Schoten etwas abstehend, mit dem Stängel ein eher lockeres Schotenbündel bildend. Mittelnerv der Schotenwand meist bis zur Schotenspitze verlängert 
Arabis hirsuta (L.) Scop. – Gewöhnliche Rauhaar-Gänsekresse
H-T; 15–60 cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche Halbtrockenrasen, Gebüschsäume, Wegränder
; Mesobromion, Geranion sanguinei; Eurasiatisch
ArabHirs1.tif
c
Schoten 0,6–0,9(–1) mm breit, Stängel mit 20–90 Blättern. Pflanze zweijährig 
Arabis nemorensis (Hoffm.) W. D. J. Koch – Flachschotige Rauhaar-Gänsekresse
H-T; (20– )30–80 (–120) cm — kollin;
Nasswiesen, Auenwälder
; Molinion, Calthion, Fraxinion; Osteuropäisch
Schoten 1–1,5 mm breit, Stängel mit 13–50 Blättern. Pflanze 2- bis mehrjährig 
Arabis planisiliqua (Pers.) Rchb. – Flachschotige Gänsekresse
H; 20–80 cm — kollin–montan;
± xerophil, kalkliebend
5 (4)
Fruchtstiele 3–5 mm lang, zur Fruchtzeit fast so dick wie die Schote. Fruchttraube hin- und hergebogen 
Arabis auriculata Lam. – Öhrchen-Gänsekresse
T; (2– )10–30 cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche, felsige Pionierfluren, Felsensteppen
; Alysso-Sedion; Mediterran
Fruchtstiele 8–12 mm lang, zur Fruchtzeit schmaler als die Schote. Fruchttraube gerade 
Arabis nova Vill. – Felsen-Gänsekresse
T; (3– )15–75 cm — (kollin–) montan–subalpin;
leicht ruderale Trockenrasen, Läger, Gebüsche
; Onopordion; Mittel- und südeuropäisch
6 (1)
Pflanze mit oberirdischen Ausläufern. Blattrand mit anliegenden und auf den Rand ausgerichteten Kompasshaaren 
Arabis procurrens Waldst. & Kit.
Pflanze ohne oberirdische Ausläufer (aber gelegentlich mit unterirdischen Ausläufern). Blattrand ohne Kompasshaare   ► 7
7 (6)
Schoten 1,8–3,2 mm breit. Samen ringsum breit (0,3–0,8 mm) häutig geflügelt   ► 8
Schoten 0,6–1,8 mm breit. Samen nicht geflügelt oder an der Spitze mit sehr schmalem Flügelsaum (max. 0,2 mm)   ► 10
8 (7)
Untere Teile der Pflanze behaart (bis zu den oberen Stängelblättern mit 2- bis mehrschenkligen Gabelhaaren) 
Arabis bellidifolia Crantz – Zwerg-Gänsekresse
(= A. pumila)
5–20 cm — (montan–) subalpin–alpin; Alpin-apenninisch
a
Grundblätter vorwiegend mit 3- bis 5-schenkligen Gabelhaaren. Stängelgrund vorwiegend mit 3- bis 4-schenkligen Gabelhaaren 
Arabis bellidifolia subsp. stellulata (Bertol.) Greuter & Burdet – Sternhaarige Zwerg-Gänsekresse
5–10 cm — (montan–) subalpin–alpin;
Kalkfelsspalten
ArabBellStel1.tif
Grundblätter vorwiegend mit anliegenden, 2-schenkligen Kompasshaaren. Stängelgrund vorwiegend mit 1- bis 2-schenkligen Gabelhaaren oder kahl 
Arabis bellidifolia Crantz subsp. bellidifolia – Gewöhnliche Zwerg-Gänsekresse
10–20 cm — (montan–) subalpin–alpin;
Kalkschuttfluren
ArabBellBell1.tif
Pflanze kahl oder verkahlend (selten behaart, dann aber bis zum Blütenstand nur mit einfachen oder 2-schenkligen Haaren)   ► 9
9 (8)
Stängelblätter 1–3(–4). Blüten hell blaulila. Grundblätter mit 3-7 stumpfen Zähnen 
Arabis caerulea All. – Bläuliche Gänsekresse
H; 2–12 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche, schuttige Schneetälchen
; Arabidion caerulae; Alpin
ArabCaer1.tif
Stängelblätter (4–)5–12. Blüten weiss. Grundblätter ganzrandig oder wenig gezähnt 
Arabis subcoriacea Gren. – Bach-Gänsekresse
(= A. soyeri subsp. subcoriacea)
H; 10–30 cm — subalpin–alpin;
kalkreiche Bachufer, Quellfluren
; Cratoneurion; Alpin-karpatisch
ArabSubc1.tif
10 (7)
Fruchtstiele aufrecht, dem Stängel fast anliegend   ► 11
Fruchtstiele abstehend oder aufrecht abstehend   ► 12
11 (10)
Kronblätter weiss. Griffel höchstens 0,5 mm lang 
Arabis collina Ten. – Mauer-Gänsekresse
T; 10–30 cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkreiche Felsen, Mauern, Pionierfluren
; Potentillion; Südeuropäisch
Kronblätter rosa bis purpurn. Griffel 0,8–1,5 mm lang 
Arabis rosea DC. – Rote Gänsekresse
H; 10–30 cm — kollin–montan;
Mauern, Felsen
; Potentillion, Centrantho-Parietarion; Stammt aus Süditalien; Neophyt
12 (10)
Blätter (und Stängel) meist nur mit Gabel- und Sternhaaren. Stängel etwas hin- und hergebogen, meist unverzweigt. Stängelblätter mit verschmälertem Grund sitzend 
Arabis serpillifolia Vill. – Quendelblättrige Gänsekresse
H.ha-T; 10–25 cm — montan–alpin;
kalkreiche, schattige Felsen, Balmen
; Cystopteridion; Alpin-pyrenäisch
ArabSerp1.tif
Blätter mit einfachen oder gabeligen Haaren. Grundständige Blätter oval, in einen kurzen Stiel verschmälert. Stängelblätter 2–10, sitzend   ► 13
13 (12)
Stängelblätter 4–10, sitzend. Blütentraube vielblütig (meist mehr als 12 Blüten). Zu Beginn der Blütezeit überragen die jungen Schoten das Ende des Blütenstandes 
Arabis ciliata Clairv. – Bewimperte Gänsekresse
H-H.ha; –30 cm — (kollin–) subalpin (–alpin);
kalkreiche, steinige Rasen, Pionierfluren
; Seslerion, Sedo-Scleranthion; Mittel- und südeuropäisch
ArabCili1.tif
Stängelblätter 1–4, sitzend. Blütentraube wenigblütig (meist max. 12 Blüten) 
Arabis scabra All. – Raue Gänsekresse
H-T; 5–20 cm — montan–subalpin;
kalkreiche Felsen, Schuttfluren
; Potentillion, Dauco-Melilotion; Mittel- und südwesteuropäisch