Manuskript:Alchemilla

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(Gattung)

Alchemilla (Frauenmantel)
By: Christophe Bornand
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 26.02.2019
1
Grundblätter mindestens zu 75 % eingeschnitten oder vollständig in Teilblättchen geteilt. Blattunterseite locker seidig behaart oder dicht silbrig glänzend   ► 2
AlchConj Lf 1.TIF
Grundblätter lappig, die Lappen höchstens bis etwas über die Mitte (60 %) des Blattradius eingeschnitten. Blattunterseite nicht silbrig glänzend   ► 8
AlchFirm Lf 1.tif
2 (1)
Pflanzen niederliegend, mit Kriechtrieben, die an den Knoten wurzeln und Rasen bilden. Blätter bis zum Grund geteilt. Teilblättchen grob gezähnt oder sogar tief eingeschnitten. Hochalpine Schneetälchenpflanze   ► 3
Aufrecht bis niederliegend, aber Kriechtriebe (falls vorhanden) nicht wurzelnd   ► 4
3 (2)
Blätter beidseitig kahl. Blätter fast immer mit nur 5 Teilblättchen. Teilblättchen tief eingeschnitten 
Alchemilla pentaphyllea L. – Schneetälchen-Frauenmantel
(= A. sect. Pentaphylleae)
Ch; 5–15 cm — (subalpin–) alpin;
kalkarme Schneetälchen, feuchte Bergweiden
; Salicion herbaceae; Westalpin
AlchPent Lf 1.tif
Blätter unterseits seidig behaart. Einzelne Blätter mit mehr als 5 Teilblättchen. Teilblättchen tief oder seicht eingeschnitten, oft nur grob gezähnt 
Alchemilla pentaphylloides aggr. – Armblättriger Frauenmantel
Schneetälchen
4 (2)
Pflanze mit niederliegenden, in Blattrosetten endenden, sterilen Trieben. Blätter 5- bis 7-teilig, Blattzähne zusammenneigend. Blütenstiele meist kaum so lang wie die Blüten, die Blütenknäuel wirken daher dicht gedrängt. Meist auf Silikat   ► 5
Pflanze keine niederliegenden, mit Blattrosetten endenden, längeren Sprosse treibend. Blätter (5-) 7- bis 9-teilig   ► 6
5 (4)
Blattzähne 0,3–2 mm lang, was 2–7(–10) % der Teilblattlänge entspricht 
Alchemilla alpina aggr. – Silikat-Silbermantel
10–30 cm — montan–alpin;
kalkarme Felsen, Magerweiden, Zwergstrauchheiden
; Nardion, Androsacion vandellii, Loiseleurio-Vaccinion; Europäisch
AlchAlpi LfPart 1.tif
Blattzähne 1–4 mm lang, was (3–)7–15(–20) % der Teilblattlänge entspricht 
Alchemilla subsericea aggr. – Schwachseidiger Silbermantel
10–25 cm — subalpin–alpin;
feuchter, schattiger Silikatschutt, Grünerlengebüsche
; Androsacion alpinae, Alnenion viridis; Westalpin
AlchSubs Lf 1.tif
6 (4)
Blattzähne grob, 2–4 mm lang (meist deutlich länger als breit), was 7–25 % der Teilblattlänge entspricht. Teilblättchen nur etwa 2x so lang wie breit, sich berührend und überlappend, unterseits nur schwach seidenhaarig. Blütenstand dicht gedrängt 
Alchemilla grossidens aggr. – Grobzahn-Frauenmantel
Schieferschutt, Schiefer- und Flyschfelsen
; Drabion hoppeanae, Potentillion caulescentis
AlchGros LfPart 1.tif
Blattzähne fein, 0,5–1 mm lang. Teilblättchen 2–4x so lang wie breit, sich kaum berührend, unterseits silbrig glänzend. Die meisten Blütenstiele sind länger als die Blüten, die Blütenknäuel wirken daher eher locker. Vorwiegend auf Kalk   ► 7
AlchAlpi LfPart 1.tif
7 (6)
Teilblätter frei oder zu höchstens 10 % ihrer Länge verwachsen. Stängel 2–4x so lang wie die Blätter 
Alchemilla plicatula aggr. – Kalk-Silbermantel
10–25 cm — montan–alpin;
Kalkfelsspalten, steinige Kalkrasen
; Potentillion caulescentis, Seslerion; Westalpin
Teilblätter (v.a. die untersten) zu 10–50 % ihrer Länge verwachsen. Stängel 1–2(–3)x so lang wie die Blätter 
Alchemilla conjuncta aggr. – Verwachsener Silbermantel
10–30 cm — montan–subalpin (–alpin);
eher kalkreiche Gebirgsrasen, Schutthalden, Felsen
; Seslerion, Caricion firmae; Mittel- bis ostalpin
8 (1)
Stängel und Blattstiele kahl oder angedrückt bis höchstens leicht schief abstehend behaart   ► 9
Zumindest der untere Teil der Stängel oder der Blattstiele abstehend behaart   ► 13
9 (8)
Grundblätter mit einer Lappenlänge von 30–50 % der Blattlänge. Reife Blütenbecher höchstens so lang wie die Kelchblätter. Pflanze blaugrün. Äussere Kelchblätter meist etwa so lang wie die inneren 
Alchemilla fissa aggr. – Geschlitzter Frauenmantel
Ch; 10–30 cm —
Schneetälchen, feuchte Weiden
; Salicion herbaceae, Poion; Mittel- und südeuropäisch
AlchFiss Lf 1.tif
Grundblätter mit einer Lappenlänge von 20–30 % der Blattlänge. Reife Blütenbecher deutlich länger als die Kelchblätter   ► 10
10 (9)
Blüten- und Blattstiele anliegend oder etwas schief abstehend behaart. Stängel dicht anliegend seidig behaart. Blätter oberseits kahl, unterseits dicht seidig behaart (selten nur auf den Nerven) 
Alchemilla splendens aggr. – Glänzender Frauenmantel
10–20 cm — subalpin;
kalkreiche, steinige Gebirgsrasen, Schutthalden
; Seslerion, Thlaspion; Alpin
AlchSple Lf 1.tif
Blütenstiele stets kahl, Blätter oberseits kahl bis locker behaart   ► 11
11 (10)
Stängel und Blattstiele anliegend oder schief abstehend behaart 
Alchemilla glabra aggr. – Kahler Frauenmantel
10–50 cm —
Bachufer, feuchte Bergwiesen, Hochstaudenfluren
; Calthion, Polygono-Trisetion, Adenostylion
AlchGlab Lf 1.tif
Stängel (fast) kahl, Blattstiele kahl   ► 12
12 (11)
Pflanze gross, Lappenlänge 20–30 % der Blattlänge 
Alchemilla coriacea aggr. – Lederblättriger Frauenmantel
20–50 cm — montan–subalpin;
Quellfluren, Bachufer, Hochstauden
; Cardamino-Montion, Adenostylion; Mittel- und südwesteuropäisch
Pflanze klein, Lappenlänge 30–50 % der Blattlänge 
Alchemilla demissa aggr. – Niedergestreckter Frauenmantel
Schneetälchen, feuchte Weiden
; Salicion herbaceae, Poion
13 (8)
Blütenbecher und Blütenstiele (fast) kahl. Stängel und Blattstiele abstehend behaart (nur bei den Erstlingsblättern im Frühling manchmal kahl)   ► 14
Alch Fl kahl.tif
Blütenbecher und Blütenstiele ebenso wie die Stängel dicht abstehend (fast wollig) behaart   ► 16
Alch Fl behaart.tif
14 (13)
Stängel niederliegend. Blätter 3–8 cm breit, stark eingeschnitten, Lappenlänge 30–60 % der Blattlänge. Blattspreite wellig, faltig, meist trichterförmig. Blattzähne relativ grob 
Alchemilla decumbens aggr. – Niederliegender Frauenmantel
5–20 cm — subalpin–alpin;
Quellfluren, feuchte Weiden
; Cratoneurion, Polygono-Trisetion
Stängel aufsteigend. Blätter gross, 6–15 cm breit, schwach bis durchschnittlich eingeschnitten, Lappenlänge weniger als 30 % der Blattlänge   ► 15
15 (14)
Stiele aller Blätter abstehend behaart. Blätter durchschnittlich lappig, Lappenlänge ca. 25 % der Blattlänge, beidseitig behaart oder kahl 
Alchemilla vulgaris aggr. – Gemeiner Frauenmantel
30–60 cm —
Fettwiesen und -weiden, Hochstaudenfluren, Ufer
; Arrhenatherion, Polygono-Trisetion, Cynosurion, Calthion
AlchVulg Lf 1.tif
Stiele der ältesten Blätter (Frühjahrsblätter) kahl, die der jüngeren (Sommerblätter) behaart (Name!). Blätter schwach lappig, Lappenlänge nur 5–20 % der Blattlänge, beidseitig kahl 
Alchemilla heteropoda aggr. – Verschiedenstieliger Frauenmantel
Gebirgsmagerrasen
; Nardion
AlchHete Lf 1.tif
16 (13)
Blätter nur 2–4 cm breit, stark eingeschnitten, Lappenlänge 40–60 % der Blattlänge, grob gezähnt. Blattstiele abstehend behaart. Kleinwüchsige Art der alpinen Schneetälchen 
Alchemilla helvetica aggr. – Schweizer Frauenmantel
Schneetälchen
; Salicion herbaceae
AlchHelv Lf 1.tif
Blätter gross, (4–)5–8 cm breit, Lappenlänge 25–50 % der Blattlänge   ► 17
17 (16)
Reife Blütenbecher länger als der Kelch, 5–30 cm grosse Wildpflanze 
Alchemilla hybrida aggr. – Bastard-Frauenmantel
10–20 (–30) cm —
magere Bergwiesen und -weiden
; Nardion, Mesobromion
AlchHybr Lf 1.tif
Reife Blütenbecher kurz, höchstens so lang wie der Kelch. 20–100 cm grosse, verwilderte Zierpflanze   ► 18
18 (17)
Blütenstiele dicht behaart. Blatt tief gelappt, Lappenlänge 25–50 % der Blattlänge 
Alchemilla speciosa Buser – Prächtiger Frauenmantel
Ch; 20–70 cm — kollin–subalpin;
Parkanlagen, Rasen, Hochstaudenfluren
; Stammt aus dem Kaukasus; Neophyt
Blütenstiele kahl oder schwach behaart. Blatt seicht gelappt, Lappenlänge 5–25 % der Blattlänge 
Alchemilla mollis (Buser) Rothm. – Weicher Frauenmantel
Ch; 20–100 cm — kollin–subalpin;
Parkanlagen, Rasen, Hochstaudenfluren
; Südosteuropäisch-westasiatisch; Neophyt