Luzula

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(Gattung)

Luzula (Hainsimse)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 10.01.2019
1
Alle Blüten an den Ästen im Blütenstand einzeln stehend (selten paarweise)   ► 2
Blüten im Blütenstand zu kleinen Köpfchen bzw. Ährchen aus mindestens 3 Blüten gruppiert   ► 4
2 (1)
Die meisten Blätter über 5 mm breit, am Ende ohne gelbliches Spitzchen. Blütenstand locker, vielblütig, zunächst aufrecht, zur Fruchtzeit zurückgebogen. Perigonblätter ca. 4 mm lang 
Luzula pilosa (L.) Willd. – Behaarte Hainsimse
H; 15–40 cm — kollin–subalpin;
humusreiche, eher kalkarme Laubmischwälder
; Fagetalia, Quercion robori-petraeae; Eurosibirisch
Die meisten Blätter 1–4 mm breit, am Ende mit gelblichem Spitzchen   ► 3
3 (2)
Perigon gelblich. Untere Blattscheiden hellbraun. Pflanze mit verlängerten Ausläufern. Perigonblätter 4–5 mm lang, spitz 
Luzula luzulina (Vill.) Dalla Torre & Sarnth. – Gelbliche Hainsimse
G; 10–30 cm — montan–subalpin;
humusreiche Nadelwälder
; Vaccinio-Piceion; Mittel- und südeuropäisch
Perigon dunkelbraun. Untere Blattscheiden rot- bis braunviolett. Pflanze dichte Rasen bildend. Perigonblätter 3–4 mm lang, äussere in eine grannenartige Spitze verschmälert 
Luzula forsteri (Sm.) DC. – Forsters Hainsimse
H; 15–40 cm — kollin;
kalkarme, eher trockene Laubmischwälder
; Quercion robori-petraeae, Carpinion betuli; Südeuropäisch
4 (1)
Perigonblätter weiss, hellgelb oder gelb (seltener etwas rötlich)   ► 5
Perigonblätter braun bis schwarz   ► 7
5 (4)
Perigonblätter hellgelb bis gelb. Blattrand höchstens spärlich bewimpert, meist kahl, nur an der Scheidenmündung zerstreut behaart 
Luzula lutea (All.) DC. – Gelbe Hainsimse
H; 10–20 cm — subalpin–alpin;
kalkarme Gebirgsrasen, Zwergstrauchheiden
; Caricion curvulae, Juniperion nanae; Mittel- und südeuropäisch
Perigonblätter weiss, hellbeige oder rötlich. Blätter über die ganze Länge deutlich und lang bewimpert. Unterstes Hochblatt den Blütenstand oft überragend   ► 6
6 (5)
Perigon ca. 5 mm lang, schneeweiss. Äussere Perigonblätter viel kürzer als die inneren. Staubbeutel so lang wie die Staubfäden 
Luzula nivea (L.) DC. – Schneeweisse Hainsimse
H; 40–80 cm — (kollin–) montan–subalpin;
bodensaure Wälder, Hochgrasfluren
; Luzulo-Fagenion, Quercion robori-petraeae, Vaccinio-Piceion, Calamagrostion; Mittel- und südeuropäisch
LuzuNive1.tif
Perigon 3–3,5 mm lang, hellbeige bis rötlich. Äussere Perigonblätter etwas kürzer als die inneren. Staubbeutel 2x so lang wie die Staubfäden 
Luzula luzuloides (Lam.) Dandy & Wilmott – Weissliche Hainsimse
30–70 cm — kollin–montan (–subalpin);
Buchenwälder
; Europäisch
LuzuLuzu1.tif
a
Blütenstand locker, ausgebreitet. Perigonblätter weiss bis hellbraun, 2,5–3 mm lang. Pflanze sehr lockerrasig, Ausläufer bis 5 cm lang 
Luzula luzuloides (Lam.) Dandy & Wilmott subsp. luzuloides – Gewöhnliche Weissliche Hainsimse
H; kollin–montan;
bodensaure Laubwälder
; Cephalanthero-Fagenion, Quercion robori-petraeae
Blütenstand ± verkürzt. Perigonblätter hell kupferrot, 3–3,5 mm lang. Ausläufer meist kürzer als 3 cm 
Luzula luzuloides subsp. rubella (Mert. & W. D. J. Koch) Holub – Kupfer-Hainsimse
H; (montan–) subalpin;
kalkarme Hochgrasfluren, Zwergstrauchheiden
; Calamagrostion, Juniperion nanae
7 (4)
Blatt blaugrün, am Rand kahl oder höchstens mit vereinzelten Haaren und an der Scheidemündung bewimpert. Blütenstand locker, aufrecht oder nickend, mit abstehenden Ästen und 2- bis 5-blütigen Köpfen 
Luzula alpinopilosa (Chaix) Breistr. – Braune Hainsimse
H; 10–30 (–50) cm — (subalpin–) alpin;
feuchte Schuttfluren, Schneetälchen
; Salicion herbaceae; Mittel- und südeuropäisch
Blatt grasgrün, am Rand deutlich lang bewimpert   ► 8
8 (7)
Blütenstand zu Ähren oder Köpfchen zusammengezogen. Die meisten Blätter weniger als 4 mm breit. Pflanzen klein, 10–30(–40) cm   ► 9
Blütenstand locker, mit abstehenden Ästen. Blätter 4–10 mm breit, lang behaart. Pflanzen gross, 30–80 cm 
Luzula sylvatica aggr. – Wald-Hainsimse
a
Blätter 6–10(–15 mm) breit. Reife Früchte so lang wie die inneren Perigonblätter. Samen ca. 1,6 mm lang 
Luzula sylvatica (Huds.) Gaudin – Gewöhnliche Wald-Hainsimse
H; 30–100 cm — kollin–montan;
humusreiche, bodensaure Laubmischwälder, Nadelwälder
; Luzulo-Fagenion, Abieti-Fagenion, Vaccinio-Piceion; Europäisch
Blätter 4–5 mm breit. Blütenstand kleiner, sehr locker. Reife Früchte deutlich kürzer als die inneren Perigonblätter. Samen ca. 1,2 mm lang 
Luzula sieberi Tausch – Siebers Wald-Hainsimse
H; 30–60 cm — subalpin (–alpin);
humusreiche Bergwälder
; Vaccinio-Piceion, Larici-Pinetum cembrae; Alpin
9 (8)
Blütenstand aufrecht (manchmal einzelne gestielte Köpfchen zurückgebogen)   ► 10
Blütenstand 1–2 cm lang, eine ± dicht stehende, nickende Scheinähre. Pflanze horstförmig, ohne Ausläufer. Hochblatt den Blütenstand meist nicht überragend 
Luzula spicata (L.) DC. – Ährige Hainsimse
H; 10–40 cm — montan–alpin;
Zwergstrauchheiden, Gebirgsrasen
a
Staubbeutel mindestens so lang wie die Staubfäden. Reife Frucht 2–2,5 mm lang, so lang wie die Perigonblätter oder wenig länger, mit stumpfem Ende 
Luzula spicata (L.) DC. subsp. spicata – Gewöhnliche Ährige Hainsimse
H; 15–30 cm — (subalpin–) alpin;
steinige, eher kalkarme Gratrasen, Felsen
; Caricion curvulae, Elynion; Arktisch-alpin
Staubbeutel deutlich kürzer als die Staubfäden. Reife Frucht 1,5–2 mm lang, kürzer als die Perigonblätter, mit spitzem Ende 
Luzula spicata subsp. mutabilis Chrtek & Křísa – Veränderliche Ährige Hainsimse
H; 5–15 cm — (montan–) alpin;
kalkarme Gebirgsrasen
; Caricion curvulae; Süd- und mitteleuropäisch
10 (9)
Pflanze mit kurzen unterirdischen Ausläufern. Perigonblätter 3–4 mm lang. Blätter bis 4 mm breit, lang behaart. Blütenstand aus mehreren gestielten und sitzenden, bis 12-blütigen Köpfchen, die seitlichen zur Fruchtzeit nickend. Samenanhängsel klein 
Luzula campestris (L.) DC. – Feld-Hainsimse
H; 5–20 (–30) cm — kollin–montan (–subalpin);
kalkarme, mässig trockene Magerrasen
; Nardion, Mesobromion, Calluno-Genistion; Europäisch
LuzuCamp1.tif
Pflanze ohne Ausläufer. Perigonblätter 2–3,5 mm lang 
Luzula multiflora aggr.
a
Perigonblätter schwarzbraun, ungleich lang (2–3 mm), innere meist deutlich kürzer als äussere. Samenanhängsel winzig, 0,1 mm breit. Griffel kürzer als der Fruchtknoten. Blätter 2–3 mm breit 
Luzula sudetica (Willd.) Schult. – Gewöhnliche Sudeten-Hainsimse
H; 15–35 (–40) cm — montan–subalpin;
kalkarme Gebirgsrasen, wechseltrockene Moore
; Nardion, Elynion, Caricion fuscae; Europäisch
LuzuSude1.tif
Perigonblätter hell- bis dunkelbraun, alle gleich lang (3–3,5 mm). Samenanhängsel deutlich, 0,3–0,5 mm breit. Griffel mindestens so lang wie der Fruchtknoten   ► b
LuzuMult Seed 1.tif
b
Blütenstand dicht zusammengezogen. Köpfchenstiel kürzer als die Köpfchen (manchmal 1–2x so lang). Perigonblätter dunkelbraun, die inneren allmählich lang zugespitzt. Blätter 4–6 mm breit 
Luzula alpina Hoppe – Alpen-Hainsimse
H; 10–25 cm — subalpin–alpin;
kalkarme Gebirgsrasen
; Nardion; Alpin
Blütenstand locker, mit deutlich gestielten Köpfchen (einzelne oft ungestielt). Perigonblätter blassbraun, mit kurzer Spitze. Blätter 2–3(–4) mm breit 
Luzula multiflora (Ehrh.) Lej. – Vielblütige Hainsimse
H; 60–150 cm — kollin–alpin;
kalkarme Gebirgsrasen, wechselfeuchte Moore, Zwergstrauchheiden
; Nardion, Caricion curvulae, Caricion fuscae; Europäisch-nordamerikanisch