Hauptschlüssel

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Hauptschlüssel zur Bestimmung der Pflanzenfamilien
Von: Reto Nyffeler
Geographischer Geltungsbereich: Schweiz — Mitarbeit begrenzt auf: Reto Nyffeler — Stand: In Berarbeitung
1
Pflanzen im Wasser schwimmend oder untergetaucht flutend, oder im Boden wurzelnd und dann mit Blättern an der Wasseroberfläche; gelegentlich Blütenstände, nicht jedoch Sprosse über die Wasseroberfläche ragend (nur bei Niedrigwasser Sprosse über dem Wasser). 
Teilschlüssel 2
Pflanzen an Land oder im Wasser im Boden wurzelnd, selten auf anderen Pflanzen wachsend, wenn im Wasser stehend dann zumindest ein Teil der Sprossachsen mit den Blättern über der Wasseroberfläche (nur bei Hochwasser eventuell vollständig untergetaucht).   ► 2
2 (1)
Bäume, Sträucher oder Halbsträucher, gelegentlich Zwerg- und Spaliersträucher, oder Lianen oder ausdauernde Epiphyten (= Holzpflanzen); Sprossachsen zumindest am Grunde über dem Boden verholzt und ausdauernd, höchstens die diesjährigen Triebe noch krautig (Lebensformen: Phanerophyten und holzige Chamaephyten, einschliesslich Gattung Rubus). 
Teilschlüssel 3
Kräuter oder ausdauernde Stauden, gelegentlich krautige Polsterpflanzen oder Sukkulenten mit Wasserspeichergewebe (= Krautpflanzen); Sprossachsen an der Basis nicht oder nur sehr wenig verholzt, kurzlebig oder ausdauernd (Lebensformen: Therophyten, Kryptophyten, Hemikryptophyten und krautige Chamaephyten, sowie Sukkulenten).   ► 3
3 (2)
Pflanzen bilden Sporangien und vermehren sich damit durch staubfeine Sporen. 
Teilschlüssel 4
Pflanzen bilden Blüten mit Staubblätter und/oder Fruchtblätter und vermehren sich damit durch Samen.   ► 4
4 (3)
Krautpflanzen zumindest zur Blütezeit oder ganzjährig ohne grüne Blätter, oder weitgehend blattlose Stammsukkulenten. 
Teilschlüssel 5
Krautflanzen zur Blütezeit mit grünen Blättern.   ► 5
5 (4)
Pflanzen mit parallelnervigen (streifennervig, bogennervig) Blättern und vorwiegend 3-zähligen (Maianthemum 2-zählig), nie 4- oder 5-zähligen Blüten; Blütenhülle gleichartig, nur selten mit ungleichartiger in kelchähnliche und kronähnliche Blütenhülle differenziert, oder reduziert; Blätter einfach und ungeteilt, manchmal stielrund (Allium, Juncus), Blattrand ganzrandig. 
Teilschlüssel 6
Pflanzen mit netznervigen Blättern, selten parallelnervig, dann aber mit quer verlaufenden, feinen zusätzlichen Nerven und meist 4- oder 5-zähligen Blüten, selten 3-zählig oder 6- und mehr-zählig; Blütenhülle doppelt und ungleichartig, in kelchartige und kronartige Blütenhülle differenziert oder einfach oder reduziert; Blätter einfach, gelappt oder zusammengesetzt, Blattrand gezähnt oder ganzrandig.   ► 6
6 (5)
Blütenhülle fehlend, oder einfach und entweder kelchartig oder kronartig, oder doppelt aber nicht nach Form oder Färbung deutlich in zwei Wirtel differenziert (Für Vertreter mit blumenähnlichen Blütenständen siehe Alternative). 
Teilschlüssel 7
Blütenhülle doppelt, deutlich in Kelch und Krone differenziert (auch wenn schuppenähnlich, z.B. bei Plantago), teilweise der äussere Wirtel stark modifiziert und dann schuppen- oder borstenförmig. Blüten teilweise dicht gepackt und von Hüllblättern eingefasst in blumenähnlichen Blütenständen. 
Teilschlüssel 8