Equisetum

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(Gattung)

Equisetum (Schachtelhalm)
By: Christophe Bornand
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Suisse — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica
1
Stängel mit einer Sporangienähre   ► 2
Sporangienähre fehlend oder es besteht ein Verdacht auf eine Hybridform (alternativer Schlüssel zur Bestimmung steriler Pflanzen und Hybriden)   ► 10
2 (1)
Sporangienähre mit aufgesetztem Spitzchen. Stängel grün   ► 3
Sporangienähre mit stumpfer Spitze. Stängel grün oder anders   ► 5
3 (2)
Untere Blattscheiden weisslich, von zwei schwarzen Ringen gesäumt. Stängel dunkelgrün, Zentralhöhle mehr als 2/3 des Stängelquerschnitts einnehmend (Abb. Tafel 1) 
Equisetum hyemale L. – Winter-Schachtelhalm
Ch; 50–150 cm — kollin–subalpin;
wechselfeuchte Pionierfluren, Auenwälder
; Alnion incanae, Fraxinion; Eurasiatisch-nordamerikanisch
Untere Blattscheiden grün, immer ohne schwarzen Ring am Grund   ► 4
4 (3)
Pflanze weniger als 40 cm hoch. Stängel dünn, 2–3 mm breit, unverzweigt oder nur vereinzelt an der Basis verzweigt. Blattscheiden dreifarbig grün-schwarz-weiss: unten grün, dann mit 4–10 schwarzen Zähnen, schliesslich ein Saum aus einem breiten, weissen Hautrand (Abb. Tafel 1) 
Equisetum variegatum Schleich. – Bunter Schachtelhalm
Ch-G; 10–30 cm — montan–subalpin (–alpin);
kalkreiche, sandige Schwemmebenen, Flachmoore
; Caricion bicolori-atrofuscae, Caricion davallianae; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Pflanze vielgestaltig, 10–100 cm hoch. Stängel 2–9 mm breit, im Allgemeinen auf der gesamten Länge verzweigt (selten nur an der Basis oder unverzweigt). Blattscheiden des Haupttriebs deutlich länger als breit, mit (4–)8–15(–26) lange bleibenden, dreieckigen Zähnen, diese mit pfriemenförmiger, früh abfallender Spitze (Abb. Tafel 1) 
Equisetum ramosissimum Desf. – Ästiger Schachtelhalm
Ch; 30–90 cm — kollin–montan;
wechselfeuchte, sandige Flussufer
; Epilobion fleischeri, Agropyro-Rumicion; Weltweit verbreitet
5 (2)
Stängel und Blattscheiden ohne Chlorophyll, weisslich oder rötlich, ohne quirlständige Seitenäste, nach der Sporenreife rasch absterbend   ► 6
Stängel und Blattscheiden grün. Selten Stängel zu Beginn weisslich oder rötlich mit grünen Blattscheiden, später ergrünend (Stängel dann mit quirlständigen Seitenästen)   ► 7
6 (5)
Stängel kräftig, ca. 10 mm breit. Sporangienähre 4–8 cm lang. Blattscheiden mit 20–35 Zähnen (Abb. Tafel 1) 
Equisetum telmateia Ehrh. – Riesen-Schachtelhalm
G; 20–50 cm — kollin–montan;
kalkreiche Auenwälder, Quellfluren
; Fraxinion, Alnion incanae; Europäisch-westasiatisch
Stängel weniger kräftig, ca. 5 mm breit. Sporangienähre 1,5–5 cm lang. Blattscheiden mit weniger als 15 Zähnen (Abb. Tafel 1) 
Equisetum arvense L. – Acker-Schachtelhalm
G; 10–20 cm — kollin–subalpin;
wechselfeuchte Pionierfluren, Wegränder, Ufer, Bahnareale
; Convolvulo-Agropyrion, Agropyro-Rumicion, Polygono-Chenopodion; Eurasiatisch-nordamerikanisch
7 (5)
Seitenäste nochmals 1–2x verzweigt. Fertile Stängel grün werdend. Blattscheiden unten grün, oben mit langen braunen Zähnen (Abb. Tafel 1) 
Equisetum sylvaticum L. – Wald-Schachtelhalm
G; 20–50 cm — (kollin–) montan–subalpin;
wechselfeuchte, eher kalkarme Wälder, Bergwiesen und -weiden, Krautsäume
; Alnion incanae, Abieti-Piceion, Cynosurion; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Seitenäste fehlend oder nur einfach, unverzweigt   ► 8
8 (7)
Blattscheiden grünlich, ca. 15 mm lang, etwas bauchig, dem Stängel nicht eng anliegend, mit langen Zähnen. Fertile (Sporen tragende) Stängel zu Beginn weisslich hellbraun, später ergrünend 
Equisetum pratense Ehrh. – Wiesen-Schachtelhalm
G; 10–30 (–50) cm — (montan–) subalpin;
lichte, eher kalkarme Auenwälder, wechselfeuchte Laubmischwälder, Waldränder
; Alnion incanae; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Blattscheiden grün, meist weniger als 10 mm lang, dem Stängel eng anliegend, mit kurzen, schwarzen Zähnen. Stängel grün   ► 9
9 (8)
Stängel dünn, 2–3 mm breit, tief gefurcht. Zentralhöhle klein, eng, nur bis 1/6 des Stängeldurchmessers (Abb. Tafel 1) 
Equisetum palustre L. – Sumpf-Schachtelhalm
G; 20–60 cm — kollin–subalpin (–alpin);
Flachmoore, Nasswiesen, Gräben
; Caricion fuscae, Caricion davallianae, Calthion; Eurasiatisch-nordamerikanisch
Stängel kräftig, steif, 5–10 mm breit, glatt oder gerieft, hohl (Zentralhöhle sehr gross, 4/5 des Stängeldurchmessers) (Abb. Tafel 1) 
Equisetum fluviatile L. – Schlamm-Schachtelhalm
G; 30–120 cm — kollin–subalpin;
Seeufer, Grossseggenriede, Bruchwälder
; Alnion glutinosae, Phragmition, Magnocaricion; Eurasiatisch-nordamerikanisch
10 (1)
Untere Blattscheiden weisslich (an jungen Trieben blassgrün), von zwei schwarzen Ringen umgeben (bei E. ×trachyodon manchmal vollständig schwarz). Sporangienähre, sofern vorhanden, mit aufgesetzter Spitze   ► 11
Untere Blattscheiden grün, am Grund immer ohne schwarzen Ring   ► 13
11 (10)
Obere Blattscheiden gleich wie die unteren. Stängel dunkelgrün. Sporen gut ausgebildet. Pflanze schattiger und feuchter Standorte (Abb. Tafel 1)   ►► 3
Equisetum hyemale L. – Winter-Schachtelhalm
kollin–subalpin;
wasserzügige Hänge in lichten Wäldern, meist herdenweise
Obere Blattscheiden anders als die unteren. Sporen nicht entwickelt. Pflanze erträgt exponierte Standorte   ► 12
12 (11)
Untere Blattscheiden rasch schwarz werdend, mit länger bleibenden Zähnen als bei E. ×moorei. Silikatablagerungen an den Seiten der Zweige sich nicht berührend. Blattscheiden weniger als 1,5x so lang wie breit 
Equisetum x trachyodon A. Braun – Rauzähniger Schachtelhalm
(= E. x mackayi)
G; 20–50 cm — kollin;
wechselfeuchte, kalkreiche Flussufer, Weidengebüsche, Nasswiesen
; Molinion, Caricion bicolori-atrofuscae;
Hybride aus E. hyemale und E. variegatum
Obere Blattscheiden bleiben grün, bei ausgewachsenen Pflanzen ohne schwarzen Ring am Grund. Silikatablagerungen an den Seiten der Zweige sich berührend. Blattscheiden 1,5x so lang wie breit 
Equisetum x moorei Newman – Moores Schachtelhalm
sandige Böschungen, Halbtrockenrasen
; Eurasiatisch;
Hybride aus E. hyemale und E. ramosissimum
13 (10)
Stängel mit gleichmässig verteilten, quirlständigen Seitenästen. Seitenäste markig, gefüllt, ohne zentrale Höhle   ► 14
Stängel verzweigt (oft nur unregelmässig verzweigt) oder unverzweigt. Seitenäste hohl, mit zentraler Höhle (Stängel durchschneiden und mit der Lupe betrachten!)   ► 17
14 (13)
Stängel dick (ca. 1 cm breit), Stängelglieder elfenbeinfarbig, im Jahresverlauf braun werdend. Seitenäste nicht weiter verzweigt, zahlreich (20–40 pro Quirl) (Abb. Tafel 1)   ►► 6
Equisetum telmateia Ehrh. – Riesen-Schachtelhalm
kollin–montan;
nasse Orte in Laubwäldern, seltener Moore
; Europäisch-westasiatisch
Stängel weniger dick, Stängelglieder grün. Weniger als 20 Seitenäste pro Quirl   ► 15
15 (14)
Seitenäste nochmals verzweigt, 4-kantig (Querschnitt). Zähne der Blattscheiden zu 2–4(–6) grossen, bräunlichen, häutigen Zipfeln vereinigt (Abb. Tafel 1)   ►► 7
Equisetum sylvaticum L. – Wald-Schachtelhalm
(kollin–) montan–subalpin;
Wälder, Weiden, Moore
; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Seitenäste nicht weiter verzweigt. Zähne der Blattscheiden zahlreich, nicht zu häutigen Zipfeln vereinigt   ► 16
16 (15)
Seitenäste im Querschnitt 3-kantig. Rippen des Haupttriebs mit Höckern aus Silikatablagerungen besetzt (Lupe!). Im unteren Teil der Pflanze: Unterstes Glied der Seitenäste gleich lang oder kürzer als die dazugehörige Blattscheide. Im oberen Teil der Pflanze: Unterstes Glied der Seitenäste länger als die dazugehörige Blattscheide. Art der Walliser und Bündner Alpen   ►► 8
Equisetum pratense Ehrh. – Wiesen-Schachtelhalm
(montan–)–subalpin;
feuchte Wiesen, Waldränder, Schluchten
; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Seitenäste im Querschnitt 4-eckig. Unterstes Glied der Seitenäste überall deutlich länger als die dazugehörige Blattscheide. Art häufig, verbreitet (Abb. Tafel 1)   ►► 6
Equisetum arvense L. – Acker-Schachtelhalm
kollin–subalpin;
Wegränder, Alluvionen, Bahnareale
; Eurasiatisch-nordamerikanisch;
Kann mit E. palustre verwechselt werden, hier ist jedoch das unterste Glied der Seitenäste deutlich kürzer als die dazugehörige Blattscheide am Haupttrieb
17 (13)
Pflanze weniger als 40 cm hoch. Stängel dünn, 2–3 mm breit, unverzweigt oder nur vereinzelt an der Basis verzweigt. Blattscheiden ± so lang wie breit, dreifarbig grün-schwarz-weiss: unten grün, dann mit 4–10 schwarzen Zähnen, schliesslich ein Saum aus einem breiten, weissen Hautrand (Abb. Tafel 1)   ►► 4
Equisetum variegatum Schleich. – Bunter Schachtelhalm
montan–subalpin (–alpin);
kiesig-sandige Orte, Alluvionen
; Eurosibirisch-nordamerikanisch
Stängel und Blattscheiden anders   ► 18
18 (17)
Stängel glatt oder gerieft, stark ausgehöhlt (Zentralhöhle bis 4/5 des Stängelquerschnitts ausfüllend), kräftig, 5–10 mm breit (Abb. Tafel 1)   ►► 9
Equisetum fluviatile L. – Schlamm-Schachtelhalm
kollin–subalpin;
Verlandungspionier in Seen, Teichen, Gräben
; Eurasiatisch-nordamerikanisch
Stängel stark gefurcht, Zentralhöhle maximal 1/2 des Stängelquerschnitts einnehmend   ► 19
19 (18)
Stängel 2–9 mm breit, Zentralhöhle ca. 1/2 des Stängelquerschnitts einnehmend. Sporangienähre, sofern vorhanden, mit aufgesetzter Spitze (Abb. Tafel 1)   ►► 4
Equisetum ramosissimum Desf. – Ästiger Schachtelhalm
kollin–montan;
sandige, trockene Böden an Flussufern
; Weltweit
Stängel dünn, 2–3 mm breit, fast gefüllt (Zentralhöhle weniger als 1/2 des Stängelquerschnitts einnehmend. Sporangienähre, sofern vorhanden, stumpf (Abb. Tafel 1)   ►► 9
Equisetum palustre L. – Sumpf-Schachtelhalm
kollin–subalpin (–alpin);
Sumpfwiesen, Gräben
; Eurasiatisch-nordamerikanisch