Dryopteris

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(Gattung)

Dryopteris (Wurmfarn)
By: Christophe Bornand
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 10.01.2019
1
Blätter stark drüsig. Pflanze kalkliebend, oft im Kalkschutt wachsend 
Dryopteris villarii (Bellardi) Schinz & Thell. – Villars' Wurmfarn
H; 15–60 cm — subalpin–alpin;
kalkreiche Schutthalden
; Petasition paradoxi, Thlaspion rotundifolii; Mittel- und südeuropäisch
Blätter nicht oder nur schwach drüsig   ► 2
2 (1)
Ansatzstelle der Fiedern an der Blattspindel schwarz oder violett überlaufen (Unterseite der untersten und mittleren Fiederchen in frischem Zustand untersuchen, das Merkmal verschwindet z.T. beim Trocknen)   ► 3
Ansatzstelle der Fiedern an der Blattspindel auf der Unterseite der Blätter nicht schwarz oder violett überlaufen   ► 4
3 (2)
Fiederchen teilweise gestielt, 1/3 oder bis 1/2 der Breite eingeschnitten, stachelspitzig 
Dryopteris remota (Döll) Druce – Entferntfiedriger Wurmfarn
H; 30–80 cm — kollin–montan;
mässig feuchte, krautreiche Laubmischwälder, Nadelwälder
; Fagetalia, Lunario-Acerion; Eurasiatisch?;
Verwechslungsgefahr mit D. carthusiana
Fiederchen ± alle mit der Achse verbunden, beinahe ganzrandig bis schwach gezähnt, mit abgerundeter oder stumpfer Spitze. Blätter derb, überwinternd. Schleier bleibend 
Dryopteris affinis (Lowe) Fraser-Jenk. – Schuppiger Wurmfarn
H; 30–120 cm — kollin–subalpin;
luftfeuchte, schattige Buchenwälder, Nadelwälder
; Abieti-Fagenion; Eurasiatisch
a
Blätter wenig derb, schwach glänzend. Untere Fiedern oft asymmetrisch, mit meist deutlich gezähnten Fiederchen. Blattstiel mit braunen bis rötlichen Spreuschuppen bedeckt 
Dryopteris affinis subsp. borreri (Newman) Fraser-Jenk. – Borrers Wurmfarn
Schluchtwälder, Waldschläge, Hochstaudenfluren
Blätter derb, glänzend. Untere Fiedern meist symmetrisch, mit gezähnten, gekerbten oder ganzrandigen Fiederchen. Blattstiel mit auffälligen rotbraunen Spreuschuppen besetzt   ► b
b
Fiederchen schmal, trapezförmig, mit V-förmigen Zwischenbuchten. Untenstehende Fiederchen der unteren Fiedern voneinander abgerückt, die oberen oft gestielt 
Dryopteris affinis subsp. pseudodisjuncta (Fraser-Jenk.) Fraser-Jenk. – Eleganter Wurmfarn
Bachtäler, Waldhänge, kalkliebend
Fiederchen parallelrandig, sich auf mehr als der Hälfte ihrer Länge berührend   ► c
c
Basis der mittleren Fiedern die Blattspindel verdeckend. Fiederchen deutlich gezähnt, mit abgerundeter Spitze 
Dryopteris affinis subsp. cambrensis Fraser-Jenk. – Walisischer Wurmfarn
Schluchtwälder, frische bis feuchte Waldhänge
Basis der mittleren Fiedern die Blattspindel nicht bedeckend. Fiederchen beinahe ganzrandig (an den Fiederchen der untersten Blattfiedern manchmal mit undeutlichen Zähnen), abgerundet oder mit stumpfer Spitze 
Dryopteris affinis (Lowe) Fraser-Jenk. subsp. affinis – Schuppiger Wurmfarn
Nadel-, Laubmischwälder
4 (2)
Blätter einfach gefiedert, Abschnitte 1. Ordnung fiederteilig. Untere Fiedern nicht oder nur wenig asymmetrisch, die unteren Fiederchen ± gleich lang wie die oberen   ► 5
Blätter 2- bis 4-fach gefiedert. Abschnitte 1. Ordnung deutlich fiederspaltig oder fiederschnittig. Untere Fiedern deutlich asymmetrisch, die unteren Fiederchen länger als die oberen   ► 7
5 (4)
10–20 Fiederpaare. Grösste Fiedern 2–3x so lang wie breit. Pflanze nasser Standorte (Moore, sumpfige Wälder, Röhricht) mit zwei unterschiedlichen Blattformen: Fertile Blätter länger und aufrechter als die sterilen 
Dryopteris cristata (L.) A. Gray – Kamm-Wurmfarn
H; 30–100 cm — kollin–montan;
Torfmoore, Bruchwälder
; Caricion lasiocarpae, Alnion glutinosae; Eurosibirisch-nordamerikanisch
20–35 Fiederpaare. Grösste Fiedern 4–6x so lang wie breit. Alle Blätter gleich gestaltet   ► 6
6 (5)
Blätter nicht überwinternd. Schleier bei der Reife schrumpfend 
Dryopteris filix-mas (L.) Schott – Echter Wurmfarn
H; 30–120 cm — kollin–subalpin (–alpin);
krautreiche, mässig feuchte Laubmischwälder, Nadelwälder, Hochstaudenfluren
; Fagetalia, Vaccinio-Piceion, Lunario-Acerion, Adenostylion; Eurasiatisch-amerikanisch
Blätter derb, überwinternd. Schleier bleibend. In frischem Zustand ist die Ansatzstelle der Fiedern an den Blattstiel schwarz bis violett überlaufen   ►► 3
Dryopteris affinis (Lowe) Fraser-Jenk. – Schuppiger Wurmfarn
H; kollin–subalpin;
luftfeuchte, schattige Buchenwälder, Nadelwälder
; Abieti-Fagenion; Eurasiatisch
7 (4)
Spreuschuppen am Blattstiel alle einfarbig hellbraun 
Dryopteris carthusiana (Vill.) H. P. Fuchs – Dorniger Wurmfarn
H; 15–90 cm — kollin–subalpin;
bodensaure Laubmischwälder, Moor-, Bruchwälder
; Quercion robori-petraeae, Alnion glutinosae, Luzulo-Fagenion; Eurosibirisch-nordamerikanisch
DryoCart Schuppe 1.tif
Zumindest ein Teil der Spreuschuppen am Blattstiel zweifarbig, dunkelbraun, mit hellbraunem Rand 
Dryopteris dilatata aggr. – Breiter Wurmfarn
sickerfrische bis feuchte, oft schuttreiche Laub- und Nadelmischwälder, Hochstaudenfluren, Wegböschungen, kalkmeidend
;
D. dilatata und D. expansa lassen sich nur anhand ihrer Chromosomenzahl sicher unterscheiden
DryoDila Schuppe 1.tif
a
Das nach unten weisende Fiederchen der untersten Fieder höchstens halb so lang wie die Fieder. Spreuschuppen am Blattstiel zweifarbig. Fiederchen der mittleren Fiedern gerade und plötzlich in die Spitze verschmälert. Spreite dunkelgrün. Sporen dunkelbraun, Oberfläche dicht feinstachelig 
Dryopteris dilatata (Hoffm.) A. Gray – Breiter Wurmfarn
H; 20–150 cm — montan–subalpin (–alpin);
schattige, krautreiche Bergwälder, Hochstaudenfluren
; Abieti-Piceion, Vaccinio-Piceion, Adenostylion; Eurosibirisch;
Pflanze tetraploid (2n=164), weit verbreitet (kollin bis subalpin, selten alpin)
Das nach unten weisende Fiederchen der untersten Fieder ist mehr als halb so lang wie die Fieder. Spreuschuppen am Blattstiel mehrheitlich einfarbig, hellbraun, einige zweifarbig, mit undeutlichem Kontrast. Fiederchen der mittleren Fiedern oft gebogen, allmählich in die Spitze auslaufend. Sporen hellbraun, Oberfläche zerstreut warzig 
Dryopteris expansa (C. Presl) Fraser-Jenk. & Jermy – Alpen-Wurmfarn
H; 30–150 cm — montan–alpin;
schuttige, luftfeuchte Bergwälder
; Vaccinio-Piceion, Abieti-Piceion; Eurosibirisch;
Pflanze diploid (2n=82), in kühleren Gebieten (montan bis alpin)