Crepis

From FloraWiki - das Wiki zur Schweizer Flora
Jump to: navigation, search

(Gattung)

Crepis (Pippau)
By: Stefan Eggenberg
Info Flora, Flora Helvetica
Geographic Scope: Schweiz — Source: Flora Helvetica — Collaboration limited to: Team Flora Helvetica — Status: 14.12.2018
1
Blüten orangerot. Blätter in einer Grundrosette, buchtig gezähnt, kahl, aber am Stielgrund reinweiss bärtig 
Crepis aurea (L.) Cass. – Gold-Pippau
H; 5–30 cm — (montan–) subalpin–alpin;
nährstoffreiche Bergwiesen und -weiden
; Poion alpinae, Polygono-Trisetion; Mittel- und südosteuropäisch
Blüten gelb   ► 2
2 (1)
Stängel 1- bis 2- (3-)köpfig. Stängelblätter nie am Grund pfeilförmig geöhrt. Mehrjährige Gebirgspflanze   ► 3
Stängel 3- bis 20-köpfig oder mit wenigen einköpfigen Ästen, aber dann die Stängelblätter am Grund pfeilförmig geöhrt. Pflanze mehrjährig oder einjährig   ► 8
3 (2)
Pflanze nur 3–10(–15) cm hoch. Stängel nicht oder wenig länger als die Grundblätter   ► 4
Pflanze 15–60 cm hoch. Stängel deutlich länger als die Grundblätter   ► 6
4 (3)
Blätter breit eiförmig, am Grund gestutzt oder herzförmig, unregelmässig gezähnt, mit langem, geflügeltem Stiel, wie der Stängel kahl oder weissfilzig 
Crepis pygmaea L. – Zwerg-Pippau
H; 5–15 cm — (subalpin–) alpin;
kalkreiche Schuttfluren
; Thlaspion rotundifolii; Mittel- und südwesteuropäisch
CrepPygm1.tif
Blätter nicht eiförmig, sondern länglich (lanzettlich oder länglich verkehrt eiförmig), ganzrandig oder fiederschnittig   ► 5
5 (4)
Blätter fiederteilig, mit dreieckigen Abschnitten (löwenzahnartig). Hülle 7–14 mm lang, mit langen, abstehenden, drüsenlosen, schwarzen Haaren. Äussere Hüllblätter fast so lang wie die inneren 
Crepis terglouensis (Hacq.) A. Kern. – Triglav-Pippau
H; 3–10 cm — alpin;
schuttige, kalkreiche Gratrasen, Schuttfluren
; Drabion hoppeanae, Thlaspion rotundifolii; Ostalpin
CrepTerg1.tif
Blätter ungeteilt, ganzrandig oder etwas gezähnt. Hülle 11–13 mm lang, mit langen, abstehenden, drüsenlosen, grünlich gelben Haaren. Die äussersten Hüllblätter etwas mehr als halb so lang wie die inneren 
Crepis rhaetica Hegetschw. – Rätischer Pippau
H; 2–10 cm — alpin;
schuttige, kalkreiche Gratrasen
; Drabion hoppeanae; Mittelalpin
CrepRhae1.tif
6 (3)
Stängelblätter auffallend tief fiederschnittig, mit linealen Abschnitten. Grundblätter ungeteilt, meist grob gezähnt. Hülle 7–12 mm lang. Pappus schmutzig weiss 
Crepis kerneri Rech. f. – Kerners Pippau
H; 5–25 cm — (subalpin–) alpin;
steinige Gratrasen, Schieferschuttfluren
; Caricion firmae, Seslerion, Thlaspion rotundifolii; Mittel- und südosteuropäisch
CrepKern1.tif
Stängel blattlos oder mit ungeteilten (höchstens gezähnten) Blättern   ► 7
7 (6)
Pflanze 30–60 cm hoch. Köpfchen 4–5 cm breit. Stängel mit stängelumfassenden Blättern und unter dem Blütenkopf auffallend verdickt. Pappus schmutzig weiss 
Crepis bocconei P. D. Sell – Berg-Pippau
H; 30–60 cm — subalpin (–alpin);
frische Gebirgsrasen, Rostseggenhalden
; Caricion ferrugineae; Mittel- und südosteuropäisch
CrepBocc1.tif
Pflanze 10–30 cm hoch. Köpfchen 3–4 cm breit. Stängelblätter sitzend, nicht stängelumfassend. Grundblätter buchtig gezähnt bis fast fiederteilig. Hülle grau- oder schwarz-zottig. Pappus reinweiss 
Crepis alpestris (Jacq.) Tausch – Alpen-Pippau
H; 5–30 cm — (montan–) subalpin (–alpin);
steinige, kalkreiche Gebirgsrasen, Legföhrenbestände
; Seslerion, Ericion; Mittel- und südosteuropäisch
CrepAlpe1.tif
8 (2)
Stängel blattlos (höchstens an den Verzweigungen mit kleinen Tragblättchen)   ► 9
Stängel beblättert   ► 11
9 (8)
Pflanze einjährig. Blätter fiederschnittig, mit grösserem, abgerundetem Endlappen. Äussere Früchte mit 3 breit geflügelten Kanten 
Crepis sancta (L.) Bornm. – Hasensalat
T; 5–30 cm — kollin;
trockenwarme Schuttplätze
; Sisymbrion; Ostmediterran; Neophyt
CrepSanc1.tif
Pflanze mehrjährig. Blätter ungeteilt. Früchte ungeflügelt   ► 10
10 (9)
Blütenstand viel länger als breit (traubig), mit (5–)8–20 Köpfchen. Hülle fast kahl. Grundblätter 5–15 cm lang, länglich oval, fast ganzrandig. Früchte ungeflügelt 
Crepis praemorsa (L.) Walther – Trauben-Pippau
H; 20–60 cm — kollin–montan;
trockenwarme Krautsäume
; Geranion sanguinei; Eurasiatisch
CrepPrae1.tif
Blütenstand etwa so lang wie breit (doldenrispig), mit 3–10 Köpfchen. Grundblätter 6–8 cm lang, länglich oval, fast ganzrandig 
Crepis froelichiana Froel. – Froelichs Pippau
H; 15–40 cm — montan–subalpin;
trockene, kalkreiche Magerrasen
; Seslerion, Mesobromion; Südalpin
11 (8)
Köpfe vor dem Aufblühen nickend. Blätter zerrieben unangenehm phenolartig riechend. Blätter fiederschnittig, Abschnitte schmal dreieckig bis rhombisch 
Crepis foetida L. – Stinkender Pippau
T; 10–40 cm — kollin (–montan);
trockenwarme, nährstoffreiche Schuttplätze, Bahnareale
; Dauco-Melilotion, Sisymbrion; Südeuropäisch-westasiatisch
CrepFoet1.tif
Köpfe vor dem Aufblühen aufrecht. Pflanze nicht phenolisch riechend   ► 12
12 (11)
Blätter klebrig drüsenhaarig. Hülle schmal zylindrisch, kahl, zur Fruchtzeit zurückgeschlagen. Stängel schon vom untersten Drittel an verzweigt, unten klebrig-drüsig, oben kahl und mit vielen kleinen Köpfchen (blühend 1–2 cm breit) 
Crepis pulchra L. – Schöner Pippau
T; 30–70 (–100) cm — kollin;
trockenwarme, nährstoffreiche Schuttplätze
; Sisymbrion, Dauco-Melilotion; Mediterran; Neophyt
Blätter und Stängel nicht klebrig-drüsig. Blühende Köpfchen 1–4 cm breit   ► 13
13 (12)
Wenigstens die inneren Früchte an der Spitze in einen deutlichen schmalen Schnabel verlängert (auch während Blüte im aufgeschnittenen Köpfchen erkennbar). Randliche Zungenblüten aussen oft rötlich   ► 14
Früchte zur Spitze hin verschmälert, aber nicht geschnäbelt. Randliche Zungenblüten aussen selten rötlich   ► 15
14 (13)
Hüllblätter und Köpfchenstiele mit abstehenden, 1–2 mm langen, steifborstigen, gelblichen Haaren. Köpfchenboden behaart. Äussere Hüllblätter ohne Hautrand, früh abstehend 
Crepis setosa Haller f. – Borstiger Pippau
T; 15–50 cm — kollin (–montan);
trockenwarme Pionierfluren
; Dauco-Melilotion; Ostmediterran; Neophyt
CrepSeto1.tif
Hülle und Köpfchenstiele ohne lange Borstenhaare. Köpfchenboden kahl. Äussere Hüllblätter breit hautrandig, erst am Ende der Blüte abstehend 
Crepis vesicaria L. – Blasen-Pippau
30–80 cm —
trockenwarme Unkrautfluren, Schuttplätze, Wegränder
a
Obere Blätter oval, häutig, die Kopfstiele blasig umfassend. Äussere Hüllblätter eiförmig, vollständig häutig 
Crepis vesicaria L. subsp. vesicaria – Gewöhnlicher Blasen-Pippau
H.ha-T; kollin;
trockenwarme, nährstoffreiche Pionierfluren
; Sisymbrion, Dauco-Melilotion; Mediterran; Neophyt
CrepVesiVesi1.tif
Obere Blätter nicht blasig umfassend. Äussere Hüllblätter lanzettlich, grün mit breitem Hautrand 
Crepis vesicaria subsp. taraxacifolia (Thuill.) Thell. – Löwenzahnblättriger Blasen-Pippau
H.ha; kollin–montan;
trockenwarme, nährstoffreiche Pionierfluren
; Sisymbrion, Dauco-Melilotion; Westeuropäisch-westmediterran
CrepVesiTara1.tif
15 (13)
Stängelblätter am Grund abgerundet oder gezähnt, halb stängelumfassend. Wenn am Grund mit Zipfeln, dann diese abstehend und nicht pfeilförmig nach hinten weisend   ► 16
Stängelblätter den Stängel mit spitzen Zipfeln pfeilförmig umfassend   ► 17
16 (15)
Stängelblätter am Grund gezähnt. Korbboden behaart. Hüllblätter auf der Innenseite seidenhaarig (Lupe!). Pflanze zweijährig 
Crepis biennis L. – Wiesen-Pippau
H.ha; 30–100 cm — kollin–montan (–subalpin);
Fettwiesen
; Arrhenatherion; Europäisch
CrepBien1.tif
Grundblätter ungeteilt, fast ganzrandig. Stängelblätter am Grund gerundet bis schwach herzförmig. Korbboden kahl. Innenseite der Hüllblätter kahl. Pflanze ausdauernd 
Crepis mollis (Jacq.) Asch. – Weicher Pippau
H; 30–80 cm — (kollin–) montan–subalpin;
frische Bergwiesen
; Polygono-Trisetion; Europäisch
17 (15)
Pappus trübweiss, starr und brüchig. Blätter kahl, unregelmässig buchtig gezähnt. Hülle mit dunklen Drüsenhaaren 
Crepis paludosa (L.) Moench – Sumpf-Pippau
H; 30–120 cm — (kollin–) montan–subalpin;
feuchte Bergwiesen, Moore, Staudenfluren
; Calthion, Adenostylion; Eurasiatisch
CrepPalu1.tif
Pappus reinweiss, biegsam. Blätter kahl oder behaart   ► 18
18 (17)
Stängelblätter ganzrandig oder buchtig gezähnt, aber nicht fiederschnittig. Ausdauernde Pflanze der subalpinen Stufe   ► 19
Stängelblätter (zumindest die unteren) fiederschnittig. Ein- bis zweijährige Pflanze der tieferen Lagen   ► 20
19 (18)
Grundblätter zur Blütezeit als Rosette vorhanden. Stängel und Hüllblätter drüsig behaart. Köpfchenstiele verdickt. Äussere Hüllblätter nur halb so lang wie die inneren 
Crepis conyzifolia (Gouan) A. Kern. – Grossköpfiger Pippau
H; 20–50 cm — (kollin–) subalpin (–alpin);
kalkarme Gebirgsrasen
; Festucion variae, Nardion; Eurasiatisch
CrepCony1.tif
Grundblätter zur Blütezeit verwelkt. Stängel und Hüllblätter drüsenlos. Äussere Hüllblätter fast so lang wie die inneren. Stängel über die ganze Länge beblättert, wie die Blätter gelblich weichhaarig 
Crepis pyrenaica (L.) Greuter – Pyrenäen-Pippau
H; 20–60 cm — (montan–) subalpin;
mässig feuchte Bergwiesen und -weiden, Hochstaudenfluren
; Polygono-Trisetion, Adenostylion, Caricion ferrugineae; Mittel- und südeuropäisch
CrepPyre1.tif
20 (18)
Rand der Stängelblätter zurückgerollt, die obersten Stängelblätter fast ganzrandig, schmal. Pflanze graugrün. Blühende Köpfchen hellgelb, 1,5–2 cm breit. Frucht 10- bis 13-rippig 
Crepis tectorum L. – Dach-Pippau
T; 10–60 cm — kollin–subalpin;
trockenwarme Pionierfluren, Bahnareale
; Sisymbrion; Eurasiatisch
CrepTect1.tif
Rand der Stängelblätter flach. Pflanze frischgrün   ► 21
21 (20)
Hüllblätter zur Fruchtzeit zurückgebogen, zur Blütezeit die äusseren anliegend. Innenseite der Hüllblätter kahl. Blühende Köpfchen 1–1,5 cm breit. Hülle 4–7 mm lang. Blätter fast kahl. Die randlichen Zungenblüten aussen oft rötlich. Griffel gelb 
Crepis capillaris Wallr. – Kleinköpfiger Pippau
H.ha-T; 10–90 cm — kollin–montan (–subalpin);
Wegränder, Fettweiden
; Cynosurion, Dauco-Melilotion; Europäisch
CrepCapi1.tif
Hüllblätter zur Fruchtzeit nicht zurückgeschlagen, zur Blütezeit die äusseren abstehend. Die randlichen Zungenblüten aussen nie rötlich   ► 22
22 (21)
Untere Blätter rauhaarig. Hülle 8–10 mm lang. Innenseite der Hüllblätter kahl. Blühende Köpfchen 2–2,5 cm breit. Stängel wenig verzweigt. Griffel braun 
Crepis nicaeensis Pers. – Nizza-Pippau
H.ha; 30–90 cm — kollin–montan;
trockenwarme Unkrautfluren, Bahnareale
; Sisymbrion, Dauco-Melilotion; Südeuropäisch; Neophyt
CrepNica1.tif
Untere Blätter kahl oder höchstens zerstreut behaart. Hülle 8–13 mm lang. Innenseite der Hüllblätter seidenhaarig (Lupe!). Blühende Köpfchen 2,5–3 cm breit. Griffel gelb   ► 16